Magisterarbeit, 2013
96 Seiten, Note: 1
1. Ethik als Utopie innerhalb des zeitgenössischen Modesystems
2. Ethical Consumerism | Ethische Konsumkultur
2.1 Neoliberaler Kapitalismus: seine Grundzüge und Probleme
2.2 Wirtschaft, Verantwortung und Konsumismus | CSR + CnSR
2.3 Ethischer Konsumismus - ein Mythos?
2.4 Konsumwandel oder der Weg zum Post-Konsumismus
3. Ethical Fashion | Ethische Mode
3.1 Der „ethical turn“ in der Modewelt
3.2 Ethical Fashion und Zertifizierungen
3.3 Ethical Fashion: Konzernpolitik vs. Nischensegment
3.4 Ethical Fashion in Zukunft gedacht: was könnte das bedeuten?
4. Die Instrumentalisierung von Ethik in der Wirtschaft
Fokus auf die zeitgenössische westliche Modeindustrie
4.1 Greenwashing als PR Strategie im Kontext der Greenomics
4.2 Green- und Bluewashing in der Wirtschaftssparte Mode
4.3 Ethical Fashion: eine konstruierte Utopie?
5. Zeitgenössische Ethik als postmoderne Konstruktion, ein Ausblick?
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen zeitgenössischer Mode, ethischen Anforderungen und neoliberalen Wirtschaftsstrukturen mit dem Ziel, die Instrumentalisierung des Begriffs "Ethik" in der Modeindustrie kritisch zu hinterfragen und Perspektiven für einen nachhaltigen Wandel aufzuzeigen.
3.1 Der „ethical turn“ in der Modewelt
Der Trend zu ökologischer, nachhaltiger und fair produzierter Mode ist kein neues Phänomen des 21. Jahrhunderts - Ethical Fashion ist eine zeitgenössische Ausprägung vorangegangener Erscheinungen. Bereits in den 1970 und 1980er Jahren gab es Bewegungen, die sich vom Mainstream der Mode absetzen wollten und eine andere Vorstellung von diesem Feld hatten. Diekamp Kirsten und Koch Werner unterscheiden in ihrem Buch „Eco Fashion - Top-Labels entdecken die Grüne Mode.“ zwischen drei Phasen in Bezug auf „Ökobekleidung“, die sich nicht nur äußerlich sondern auch inhaltlich unterscheiden:
Die erste Phase ist, wie schon vorhin erwähnt, die antikapitalistische Ökobewegung der 1970er und 1980er Jahre im Zuge der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen nach 1968. Hier ging es vor allem darum, Kleidung als gesellschaftskritisches und -politisches Medium verstanden zu wissen, auch sehr stark in Verbindung mit der damaligen feministischen Bewegung.
Kleidung sollte nicht dazu dienen, Frauen zu Objekten zu machen sondern sie daraus zu befreien, indem sie weiten Schlabberlook aus Naturmaterialien, zum Großteil selbst gefertigt, trugen und z.B. auf BH’s verzichteten, die bei Protesten mitunter auch verbrannt wurden - als Symbol gegen Sexismus. Diese Bewegung wollte sich vordergründig von der Masse unterscheiden und eine Nische bleiben. Die Ästhetik spielte dabei überhaupt keine Rolle - noch dazu waren damals die ökologischen Produktionstechniken der Stoffe begrenzt und die Möglichkeiten im Bezug auf Farbe, Griff und Form dadurch extrem beschränkt. (Vgl. Diekamp|Koch 2010:10).
1. Ethik als Utopie innerhalb des zeitgenössischen Modesystems: Einführung in die Schnelllebigkeit der Modeindustrie und die daraus resultierende Problematik, Ethik als utopisches Konstrukt in einem auf Wachstum basierenden System zu betrachten.
2. Ethical Consumerism | Ethische Konsumkultur: Analyse der neoliberalen Konsumkultur und der Frage, ob "ethischer Konsum" als Mythos oder reale Handlungsweise verstanden werden kann.
3. Ethical Fashion | Ethische Mode: Untersuchung der Entwicklung von ökologischer Mode vom Nischenphänomen bis zur heutigen globalen Relevanz inklusive der Rolle von Zertifizierungen.
4. Die Instrumentalisierung von Ethik in der Wirtschaft: Kritische Auseinandersetzung mit Greenwashing- und Bluewashing-Strategien westlicher Konzerne, die soziale und ökologische Verantwortung als PR-Instrument nutzen.
5. Zeitgenössische Ethik als postmoderne Konstruktion, ein Ausblick?: Abschlussbetrachtung der Ethik als dynamischer Transformationsprozess, der ein Umdenken im Sinne einer post-humanistischen Konfiguration erfordert.
Ethical Fashion, Nachhaltigkeit, Neoliberaler Kapitalismus, Greenwashing, Konsumismus, Ethischer Konsum, Modeindustrie, CSR, Post-Konsum, Fairtrade, Mode-Ethik, Gesellschaftlicher Wandel, Ökologie, Markenstrategie, Postmoderne.
Die Magisterarbeit untersucht die komplexen und teils widersprüchlichen Verbindungen zwischen der zeitgenössischen Modeindustrie, ethischen Anforderungen und den Mechanismen des neoliberalen Kapitalismus.
Die zentralen Felder umfassen den ethischen Konsumismus, die Entwicklung von "Ethical Fashion", die Instrumentalisierung von CSR durch Großkonzerne (Greenwashing/Bluewashing) und die Frage nach einer zeitgenössischen Ethik.
Die Arbeit hinterfragt, ob der Begriff "Ethik" in der Modeindustrie instrumentalisiert wird und inwieweit "Ethical Fashion" als nachhaltige Bewegung oder lediglich als PR-Konstrukt zu verstehen ist.
Es handelt sich um eine empirische Forschungsarbeit, die schriftliche Interviews mit ExpertInnen aus dem Feld "Ethical Fashion" (z.B. Sandy Black, Barbara Irma Denk, Brigitte Medlin) als primäre Datenquelle nutzt.
Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze zum Konsumwandel, die Historie ethischer Mode, Zertifizierungsmodelle sowie die Rolle von PR-Strategien bei großen Modemarken.
Ethical Fashion, Nachhaltigkeit, Neoliberaler Kapitalismus, Greenwashing, Konsumismus, Ethischer Konsum und Postmoderne.
Das Dokument widmet diesem Phänomen einen großen Teil der Analyse, indem es Strategien von Unternehmen wie H&M, Levi’s und Nike aufdeckt, die ökologische Aspekte nutzen, um ihr Image aufzubessern.
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