Diplomarbeit, 2013
81 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Politökonomische Ansätze
2.1. Institutionelle Glaubwürdigkeitsprobleme
2.1.1. Regelgebundene und diskretionäre Wirtschaftspolitik
2.1.2. Das Zeitinkonsistenzproblem
2.1.3. Unabhängigkeit der europäischen Geldpolitik
2.2. Beständigkeit von Schuldenregeln
2.2.1. Grundsätzlicher Anspruch an Schuldenregeln
2.2.2. Moralisches Risiko und Trittbrettfahrerverhalten
2.3. Politische Verhaltensstrukturen
2.3.1. Politiker- und Wählerverhalten
2.3.2. Strategische Verschuldung und intergenerativer Lastenausgleich
3. Der Schuldentilgungspakt
3.1. Konstitutives Anforderungsprofil des Paktes
3.2. Der Aufbau des Schuldentilgungspaktes
3.3. Sanktionen als Sicherungsinstrumente
4. Kritik, Realisierbarkeit und mögliche Alternativen
4.1. Kritik und Umsetzungsschwierigkeiten
4.1.1. Das grundsätzliche Problem der gesamtschuldnerischen Haftung
4.1.2. Bedeutung und Umsetzung der Regeleinhaltung
4.1.3. Realisierbarkeit und Wirksamkeit der Sanktionsmechanismen
4.1.4. Relevanz der begleitenden Wachstumsstrategie zum Schuldenabbau
4.1.5. Der Einfluss der Bundestagswahl 2013
4.1.6. Generationengerechtigkeit
4.2. Alternativen zur Krisenbewältigung
4.2.1. Eurobonds
4.2.2. Die EZB als Retter der letzten Instanz
4.2.3. Aus EFSF wird ESM
4.2.4. Austritte aus der EWWU und die möglichen Folgen
5. Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit widmet sich der kritischen Analyse des vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vorgeschlagenen Schuldentilgungspaktes. Ziel der Arbeit ist es, die Durchführbarkeit dieser Rettungsmaßnahme, welche gemeinschaftliche Haftung mit strikten fiskalischen Disziplinierungsmechanismen verbindet, vor dem Hintergrund polit-ökonomischer Theorie und realwirtschaftlicher Umsetzungshürden zu bewerten.
3.1. Konstitutives Anforderungsprofil des Paktes
In den Medien und im Volksmund kursiert in den meisten Diskussionen der pauschalisierte Begriff der Schuldenkrise im Euroraum. Diese Krise umfasst jedoch drei verschiedene Krisen, die miteinander verflochten sind. Es wird in diesem Zusammenhang auch von einer „Vielfachkrise“ in der Eurozone gesprochen, die die Staatschuldenkrise, die makroökonomische Krise sowie die Bankenkrise umfasst. Erstere ist geprägt von einer stark anwachsenden Verschuldungsquote, also dem prozentualen Verhältnis zwischen absoluten Schuldenstand und nominalem Bruttoinlandsprodukt eines Staates. Die makroökonomische Krise ist gekennzeichnet von schwierigen konjunkturellen Entwicklungen und einer beträchtlich wachsenden Arbeitslosigkeit, vor allem in den Defizitstaaten. Die Bankenkrise wird immer stärker durch das fehlende Vertrauen seitens der Anleger und Investoren verschärft.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die akute Staatsschulden- und Bankenkrise in Europa und führt in die Thematik der notwendigen, aber ökonomisch und politisch herausfordernden Rettungsstrategien ein.
2. Politökonomische Ansätze: Dieses Kapitel erörtert theoretische Grundlagen zu Glaubwürdigkeitsproblemen, Schuldenregeln sowie das Verhalten von Politikern und Wählern im Kontext der Verschuldung.
3. Der Schuldentilgungspakt: Hier wird der konkrete Vorschlag des Schuldentilgungspaktes hinsichtlich seines Aufbaus, der geforderten Voraussetzungen und der vorgesehenen Sicherungsinstrumente detailliert vorgestellt.
4. Kritik, Realisierbarkeit und mögliche Alternativen: Der Hauptteil analysiert kritisch die Umsetzungsprobleme der gesamtschuldnerischen Haftung, die Bedeutung der Regeleinhaltung, die Wirksamkeit von Sanktionen sowie alternative Lösungsansätze.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Schuldentilgungspakt als notwendiges, aber mit erheblichen politischen Lasten verbundenes Instrument zur Bewältigung der europäischen Krise.
Schuldentilgungspakt, Staatsschuldenkrise, Europäische Währungsunion, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Regelbindung, Zeitinkonsistenzproblem, moralisches Risiko, Trittbrettfahrerverhalten, Politische Ökonomie, Haftung, Haushaltskonsolidierung, Stabilitätsunion, Sanktionsmechanismen, Reformen.
Die Arbeit analysiert kritisch den vom Sachverständigenrat vorgeschlagenen Schuldentilgungspakt zur Bewältigung der europäischen Schuldenkrise.
Zentrale Themen sind die polit-ökonomischen Hintergründe von Staatsverschuldung, die Architektur des Schuldentilgungspaktes sowie dessen praktische Umsetzbarkeit und politische Konsequenzen.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob der Schuldentilgungspakt als Rettungsmaßnahme durchführbar ist und welche Risiken sowie Umsetzungsschwierigkeiten dabei bestehen.
Die Arbeit nutzt eine polit-ökonomische Analyse, um theoretische Konzepte (wie das Zeitinkonsistenzproblem) auf reale krisenpolitische Maßnahmen anzuwenden und deren Effizienz zu hinterfragen.
Der Hauptteil analysiert den Aufbau des Paktes, die Rolle von Sanktionen, die Problematik der gesamtschuldnerischen Haftung sowie den Einfluss von Wahlen und Wachstumsstrategien.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Schuldentilgungspakt, Staatsschuldenkrise, Regelbindung, Fiskalpolitik und Institutionelle Glaubwürdigkeit.
Die zeitliche Begrenzung ist essenziell, damit der Pakt nicht zu einem permanenten Rettungsschirm wird, was wiederum Anreize für ineffiziente Haushaltspolitik reduzieren würde.
Die Wahl stellt ein zentrales Hindernis dar, da Politiker vor Wahlen aus strategischen Gründen ungern Sparmaßnahmen oder die Vergemeinschaftung von Schulden befürworten, um keine Wählerstimmen zu verlieren.
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