Bachelorarbeit, 2013
45 Seiten, Note: 2,95
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Abgrenzung der Thesis
1.2 Aufbau der Thesis
2 Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
2.1 Ziel des Gesetzes
2.2 Anwendungsbereich
3 Bedeutung für das Personalmanagement
3.1 Personalplanung
3.2 Personalbeschaffung
3.3 Stellenausschreibung
3.4 Personalauswahl
4 Bewerbung
4.1 Bewerbungsunterlagen
4.2 Anonyme Bewerbung
5 Antidiskriminierungsstelle des Bundes
5.1 Pilotprojekt in Deutschland zur Unterstützung der anonymisierten Bewerbungsverfahren der Antidiskriminierungsstelle des Bundes
5.2 Pilotprojekt Abschlussbericht
6 Volkswirtschaftliche Betrachtung der Diskriminierung
7 Auszüge aus der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussion
8 Zusammenfassung
Diese Bachelor Thesis untersucht die Wirksamkeit und Akzeptanz des anonymisierten Bewerbungsverfahrens im Rahmen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) in Deutschland, mit dem Ziel, bestehende Diskriminierungsmechanismen bei der Personalauswahl kritisch zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Chancengleichheit zu bewerten.
4.2 Anonyme Bewerbung
Die Anonymisierung von Bewerbungen kann unterschiedlich praktiziert werden. Eine Anonymisierung kann von den Bewerbenden oder aber den Unternehmen vorgenommen werden. Im Pilotprojekt wurden vier Methoden erprobt:
• Standardisierte Bewerbungsformulare
• Blindschalten der persönliche Daten der Bewerbenden im Online-Bewerbungssystem
• Übertragen der Bewerbenden-Daten in eine standardisierte Tabelle
• Schwärzen sensibler Angaben.
In standardisierten Bewerbungsformularen wird auf sensible Daten, die einen Rückschluss auf Benachteiligungsmerkmale zulassen, verzichtet. Die Anonymisierung erfolgt von Beginn an durch die Bewerbenden. Ein entsprechendes Formular wird zum Download oder einer speziell angepassten Online-Maske vom Unternehmen bereitgestellt.
Das Blindschalten persönlicher Daten erfolgt im Online-Bewerbungssystem, welches das Unternehmen bereits nutzt. Je nach Bedarf werden die Daten freigeschaltet oder ausgeblendet. Die Anonymisierung erfolgt nach dem Bewerbungseingang durch die Unternehmen. Bei dieser Methode ist darauf zu achten, dass das bisherige System auf die Anonymisierung umgestellt wird. Wenn das Uploaden von Anhängen im Online-Bewerbungssystem ermöglicht wird, sollten diese Dateien, z. B. Lebenslauf oder Arbeitszeugnisse, für die Einsicht im Rahmen der ersten Phase, die Selektion nach den Kriterien / Anforderungen, gesperrt werden.
1 Einleitung: Einführung in die rechtlichen Rahmenbedingungen des AGG und Zielsetzung der Studie bezüglich anonymisierter Bewerbungsverfahren.
2 Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG): Erläuterung der Gesetzesziele, Anwendungsbereiche und Benachteiligungsmerkmale gemäß § 1 AGG.
3 Bedeutung für das Personalmanagement: Analyse des Einflusses des AGG auf Kernprozesse wie Planung, Beschaffung und Personalauswahl.
4 Bewerbung: Gegenüberstellung traditioneller Bewerbungsunterlagen und der methodischen Umsetzung anonymisierter Bewerbungen.
5 Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Untersuchung des Pilotprojekts der ADS, inklusive der Vorgehensweise und des Abschlussberichts.
6 Volkswirtschaftliche Betrachtung der Diskriminierung: Diskussion der ökonomischen Konsequenzen von Diskriminierung und des Wohlfahrtsverlusts.
7 Auszüge aus der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskussion: Darstellung der verschiedenen Positionen von Interessenverbänden und politischen Akteuren.
8 Zusammenfassung: Resümee über die Ergebnisse des Pilotprojekts und die Wirksamkeit der Anonymisierung für mehr Chancengleichheit.
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, AGG, anonymisierte Bewerbung, Diskriminierung, Personalauswahl, Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Chancengleichheit, Personalmanagement, Bewerbungsverfahren, Arbeitsmarkt, Diversität, Fachkräftemangel, Bewerbungsunterlagen, Lohndifferenz, Pilotprojekt.
Die Arbeit untersucht, ob das von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes initiierte Pilotprojekt für anonymisierte Bewerbungsverfahren erfolgreich Diskriminierung reduziert und in Deutschland etabliert werden kann.
Zentral sind die gesetzlichen Grundlagen des AGG, die Anforderungen an ein diskriminierungsfreies Personalmanagement, die verschiedenen Methoden der Anonymisierung und die ökonomische Relevanz von Diskriminierung.
Das Ziel ist eine kritische Betrachtung der Maßnahme „anonymisiertes Bewerbungsverfahren“ hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zur Erhöhung der Chancengleichheit.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich zwischen traditionellen und anonymisierten Verfahren sowie einer kritischen Analyse des Abschlussberichts des ADS-Pilotprojekts.
Neben der theoretischen Einbettung in das Personalmanagement bildet das Pilotprojekt der ADS sowie dessen Evaluation und die kritische Diskussion der Ergebnisse den Kern der Arbeit.
AGG, anonymisierte Bewerbung, Diskriminierung, Chancengleichheit und Personalmanagement sind die zentralen Begriffe.
Der Abschlussbericht zeigt, dass standardisierte Formulare praktikabel sind, während das nachträgliche Schwärzen von Unterlagen als zeitintensiv und bei vielen Bewerbern als impraktikabel eingestuft wird.
Das Pilotprojekt konnte keinen belastbaren Nachweis erbringen, dass Bewerbende mit Migrationshintergrund deutlich stärker von der Anonymisierung profitieren; dies ist stark von der Unternehmensstruktur und bestehenden Diversity-Ansätzen abhängig.
Als besonders vorteilhaft stellte sich das Verfahren für Frauen heraus, die ihren beruflichen Werdegang aufgrund von Kinderwunsch unterbrochen hatten, da die Kumulierung der Berufsjahre Rückschlüsse auf Erwerbsunterbrechungen erschwert.
Nach Abschluss des Pilotprojekts setzen einige Teilnehmer, wie die Stadt Celle, das Verfahren fort, während andere Unternehmen bei bereits existierenden Diversity-Strategien keinen zusätzlichen Mehrwert durch die Anonymisierung sahen.
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