Bachelorarbeit, 2008
34 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Außerschulische Lernorte
2.1 Außerschulische Lernorte – Definitionsversuch
2.2 Klassische außerschulische Lernorte
2.3 Notwendigkeit von Lernorten außerhalb der Schule
2.4 „Neue“ außerschulische Lernorte für den Sachunterricht
2.5 Legitimation neuer Lernorte
3. Themenvielfalt im Sachunterricht
3.1 Traditionelle Themen
3.2 Holocaust und Nationalsozialismus als „neue Themen“ ?
3.3 Legitimation der Thematisierung des Holocaust
3.4 Didaktische Herausforderung und Voraussetzung für „neue Themen“
4. Zusammentreffen der räumlichen und inhaltlichen Dimension
4.1 Vorteile einer Vernetzung
4.2 Unentbehrlichkeit des Zusammenwirkens der zwei Dimensionen
4.3 Vorschläge und Wünsche für den (zukünftigen) Sachunterricht
5. Fazit / Schlussbetrachtungen
Die Arbeit untersucht das Potenzial des Sachunterrichts durch die gezielte Vernetzung räumlicher (außerschulischer Lernorte) und inhaltlicher Dimensionen. Dabei wird hinterfragt, wie komplexe, kontroverse Themen wie der Holocaust kindgerecht und pädagogisch sinnvoll in den Grundschulunterricht integriert werden können.
3.2 Holocaust und Nationalsozialismus als „neue Themen“ ?
Mit Sicherheit nicht zu den traditionellen Themen bzw. Inhalten an Grundschulen zählt der Holocaust im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus.
In der Sekundarstufe gilt etwas anderes. Im Allgemeinen wird man in Deutschland erst in der 7. Klasse mit dem Holocaust konfrontiert. Das provokante Fragezeichen über diesem Abschnitt möchte andeuten, dass der Holocaust und der Nationalsozialismus in der Grundschule als „neue“ Themen behandelt werden sollten. An sich ist das Thema nicht „neu“: der Beginn der Herrschaft des Nationalsozialismus liegt 75 Jahre zurück; die Integration in den Grundschulunterricht hingegen wäre aber schon „neu“.
Zunächst einmal soll an dieser Stelle veranschaulicht werden, was genau mit dem Holocaust im Rahmen des Nationalsozialismus in Deutschland gemeint ist.
Es existieren zahlreiche Berichte, Aufsätze und die verschiedensten Dokumente, die dieses Thema beleuchten (sollen): Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Radio – jedes Medium hat den Holocaust thematisiert, es erscheinen immer wieder Informationen (manchmal auch neue) über die Zeit des Nationalsozialismus. Der Holocaust ist das am meisten dokumentierte und erforschte historische Ereignis.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet das Potenzial des Sachunterrichts und stellt die zentrale Frage nach der Vernetzung von räumlichen Lernorten und inhaltlichen Themen sowie der Eignung komplexer Themen für Grundschüler.
2. Außerschulische Lernorte: Das Kapitel definiert Lernorte außerhalb der Schule, klassifiziert traditionelle Orte wie den Wald oder Bauernhof und begründet die Notwendigkeit, durch „neue“ Lernorte das Spektrum der Bildungserfahrungen zu erweitern.
3. Themenvielfalt im Sachunterricht: Hier wird die Vielfalt der Perspektiven diskutiert und exemplarisch die didaktische Einbindung des Holocaust als kontroverses, „neues“ Thema untersucht, wobei Herausforderungen und Voraussetzungen für die Lehrkraft im Fokus stehen.
4. Zusammentreffen der räumlichen und inhaltlichen Dimension: Dieses Kapitel begründet die Vorteile einer Vernetzung von Raum und Inhalt und bietet konkrete didaktische Vorschläge für eine praxisorientierte Gestaltung des zukünftigen Sachunterrichts.
5. Fazit / Schlussbetrachtungen: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer, dass Lehrkräfte die Verantwortung tragen und die Pflicht haben, sich an komplexe Themen heranzuwagen, sofern eine angemessene didaktische Vorbereitung erfolgt.
Sachunterricht, außerschulische Lernorte, Holocaust, Nationalsozialismus, Vernetzung, Grundschule, handlungsorientiertes Lernen, didaktische Herausforderung, Bildungsauftrag, Historisches Lernen, Lehrerrolle, Kindgerechtigkeit, Medienkompetenz, Perspektivrahmen, Prävention.
Die Arbeit analysiert die didaktischen Möglichkeiten des Sachunterrichts, indem sie außerschulische Lernorte mit komplexen, oft als schwierig geltenden Inhalten wie dem Holocaust vernetzt.
Zu den Schwerpunkten zählen die Bedeutung von Lernorten außerhalb der Schule, die Erweiterung der Themenvielfalt um zeitgeschichtliche Inhalte und die methodische Verknüpfung von räumlicher Umgebung und inhaltlichem Wissen.
Das Ziel ist es, Argumente für eine Öffnung des Sachunterrichts zu liefern und aufzuzeigen, wie Lehrer durch eine gezielte Vernetzung von Raum und Inhalt auch komplexe Themen professionell und kindgerecht behandeln können.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse bestehender Fachliteratur, Rahmenlehrpläne sowie didaktische Konzepte, ergänzt um aktuelle Diskursbeispiele aus der Schulpraxis.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Legitimation außerschulischer Lernorte, die Diskussion über die Einbindung kontroverser Themen wie den Holocaust sowie die Darlegung der Vorteile durch die Verknüpfung dieser beiden Dimensionen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sachunterricht, Holocaust-Thematisierung, außerschulisches Lernen, handlungsorientierter Unterricht und Lehrerverantwortung geprägt.
Der Begriff „neu“ bezieht sich nicht auf die historische Zeitspanne, sondern auf die didaktische Integration in den Grundschulunterricht, in dem diese Thematik bisher meist tabuisiert oder erst in höheren Klassenstufen behandelt wurde.
Durch eine intensive eigene Vorbereitung, den Verzicht auf „Schockbilder“, die Einbeziehung geeigneter Kinderliteratur und den Fokus auf positive Aspekte wie Zivilcourage und Hilfeleistung.
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