Bachelorarbeit, 2013
44 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Theoretischer Teil - Begriffserklärung
2.1. Identität
2.2. Mehrsprachigkeit
2.3. Die monolinguale Gewohnheit
3. Forschungsteil
3.1. Forschungsmethodische Reflexion
3.1.1. Identität in der Sprache
3.1.2. Narrative Erzählung und qualitative Inhaltsanalyse
3.1.3. Über den Interviewpartner und das Interview
3.2. Die Identitätssuche des Interviewpartners
3.2.1. Name und Identität
3.2.2. Sprachenportrait
3.2.3. Die Familien- und Bildungssprache des untersuchten Interviewpartners
3.3. Die Sprachen des untersuchten Interviewpartners
3.3.1. Des Deutschen:
3.3.2. Des Persischen:
3.3.3. Des Französischen:
3.3.4. Des Englischen:
4. Conclusio:
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Mehrsprachigkeit auf die Identitätskonstruktion eines Individuums. Ziel ist es, durch eine qualitative Analyse zu beleuchten, wie unterschiedliche Sprachen und soziale Kontexte die Selbstwahrnehmung und Zugehörigkeitsgefühle einer mehrsprachigen Person beeinflussen.
3.2. Die Identitätssuche des Interviewpartners
Gleich zu Beginn des Interviews, in Zeile 18 bis 20, wird angedeutet, dass die Zugehörigkeit zu einem Staat für ihn mit dem Geburtsort in einer gewissen Relation zusammenhängt:
SP: „MEINE ELTERN SIND BEIDE NICH IN DEUTSCHLAND GEBOREN SONDERN MEINE MUTTER IM IRAN UND MEIN VATER IN FRANKREICH. ABER ICH BIN ÄH. MEINE MAMA WAR ALLEINERZIEHEND -- UND ÄHM –„
Durch das „aber“ wird ein Kontrast zu seinen Eltern hergestellt. Auf diesen Kontrast scheint er nicht eingehen zu wollen, was durch den Satzabbruch signalisiert wird. Es ist ihm bewusst, dass er in Deutschland geboren und aufgewachsen ist. Doch diese Definition von Zugehörigkeit nach Geburtsort reicht ihm persönlich nicht. Identität durch Sprache lässt sich besonders in Zitaten beobachten, in denen er über sein Leben in München, die Stadt in der er aufgewachsen ist, erzählt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Mehrsprachigkeit im Alltag ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach deren Einfluss auf die Identität eines Individuums.
2. Theoretischer Teil - Begriffserklärung: Hier werden die zentralen theoretischen Begriffe Identität und Mehrsprachigkeit definiert und die gesellschaftliche Prägung durch die "monolinguale Gewohnheit" diskutiert.
3. Forschungsteil: Dieser Teil widmet sich der methodischen Reflexion der qualitativen Forschung sowie der detaillierten Analyse der Identitätssuche des Interviewpartners anhand seines Lebensweges, seiner Namen und seiner Sprachen.
4. Conclusio: Die Conclusio fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Mehrsprachigkeit und die damit verbundenen Sprachen unterschiedliche Funktionen für das Selbstbild erfüllen.
Mehrsprachigkeit, Identität, qualitative Inhaltsanalyse, Sprachbiographie, Sprachenportrait, Identitätssuche, Familiensprache, Bildungssprache, monolinguale Gewohnheit, soziale Identität, individuelle Mehrsprachigkeit, Diskursanalyse, kulturelle Zugehörigkeit.
Die Arbeit untersucht, wie sich das Aufwachsen mit mehreren Sprachen auf das Identitätsgefühl und die Zugehörigkeit einer Person auswirkt.
Die Schwerpunkte liegen auf der persönlichen Identität, dem Sprachgebrauch im familiären und schulischen Kontext sowie der psychologischen Bedeutung von Namen und Herkunft.
Es soll beantwortet werden, wie Mehrsprachigkeit die Identität des Individuums formt und welche Rolle dabei soziale Umfelder spielen.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, insbesondere eine narrative Interviewführung, eine qualitative Inhaltsanalyse und die Methode der Sprachenportraits.
Der Hauptteil analysiert ein qualitatives Interview mit einer mehrsprachigen Person, wobei Themen wie der Einfluss der deutschen, persischen, französischen und englischen Sprache detailliert betrachtet werden.
Begriffe wie Identität, Sprachbiographie, Sprachenportrait und die Konstellation aus verschiedenen Muttersprachen bilden den Kern der Analyse.
Sie wird oft als "Herzsprache" oder für private Gefühle genutzt, während das Deutsche als dominante Alltagssprache für rationale Prozesse dient.
Der Name fungiert laut dem Probanden als "Etikett". Schwierigkeiten mit der eigenen Namensherkunft zeigten sich als ein zentraler Identitätskonflikt.
Der Interviewpartner berichtet von einem Gefühl der Fremdheit in München, was auf einen Kontrast zwischen seiner eigenen Sprachbiographie und dem regionalen Dialekt zurückzuführen ist.
Der Autor schlussfolgert, dass die visuelle Methode des Sprachenportraits ein sehr wertvolles Werkzeug ist, um komplexe und oft unbewusste Gefühle zur Mehrsprachigkeit narrativ zu erschließen.
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