Masterarbeit, 2013
138 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Biographie Körners
2.1. Kindheit und Jugend Theodor Körners
2.2. Studentenzeit und Erfolg als Dichter
2.3. Der Soldat Körner und sein früher Tod
3. Wandel des Körnerbildes bis zum 1. Weltkrieg
3.1. Rezeptionsgeschichte der Lyrik Körners
3.1.1. Feiern zum Jubiläumsjahr 1913
3.1.2. Körner als soldatisches Vorbild und Trostgeber
3.2. Einordnung der Lyrik Körners
3.2.1. Zum Wesen der „Befreiungskriege“ 1813-1815
3.2.2. Die Rolle Körners Lyrik innerhalb der Befreiungskriegslyrik
4. Die Bedeutung von Bildpostkarten im Ersten Weltkrieg
4.1. Entwicklung und Verbreitung der Bildpostkarte bis 1914
4.2. Bedeutung der Feldpost im Ersten Weltkrieg
4.3. Die Bildpostkarte als Propagandamedium
4.4. Beeinflussung des Postkartenmarktes durch Zensur und Nachfrage
4.5. Die Bedeutung der Liedpostkarte für Agitations- und Schutzvereine
4.5.1. Der „Deutsche Schulverein“ und der „Allgemeine Deutsche Schulverein“
4.5.2. Bedeutende Schutzvereine
4.5.4. Liedpostkarten als Einnahmequelle und Propagandamittel
5. Körners Kriegslieder auf Bildpostkarten im Ersten Weltkrieg
5.1. Auswahl der Postkarten
5.2. Methodisches Vorgehen bei der Analyse und Interpretation der Karten
5.3. Typisierung und Analyse von ausgewählten Postkarten
5.3.1. Postkarten aus der Vorkriegszeit: Das „Schwertlied“
5.3.2. Postkarten aus der Vorkriegszeit: Die Postkartenserie des Vereins „Südmark“
5.3.2.1. Gedenken an den gefallenen Helden Theodor Körner
5.3.2.2. Kampf und Soldatentum
5.3.2.3. Opferbereitschaft und religiöser Patriotismus
5.3.3. Postkarten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges: „Gebet während der Schlacht“
5.3.3.1. Körner als Kämpfer der „heiligen“ Befreiungskriege
5.3.3.2. Körner und Kaiser Wilhelm II.
5.3.3.3. Verharmlosung des Krieges
5.3.3.4. Propagierung des Opfertodes
6. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle und Bedeutung von Theodor Körners patriotischer Lyrik, insbesondere deren Darstellung auf Bildpostkarten im Ersten Weltkrieg, als Propagandamedium. Dabei wird analysiert, wie die nationalsozialistische und kriegsbejahende Ideologie auf dieses historische Medium zurückgriff, um die Bevölkerung zum Durchhalten zu motivieren und Kriegssymbole zu etablieren.
Die Bedeutung von Bildpostkarten im Ersten Weltkrieg
In der (musik-)historischen Forschung wurden Bildpostkarten bisher nur in vereinzelten Untersuchungen als Quelle herangezogen. Dies gilt auch für die Zeit des Ersten Weltkrieges. Allgemein werden Bildquellen im Vergleich zu literarischen Quellen in der historischen Forschung noch vergleichsweise wenig genutzt. Brocks weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Bedeutung von Bildern als Quelle [...] in den letzten Jahren in einigen Studien mehr als hinreichend gezeigt worden ist, und gerade die Benutzung von Bildquellen [sich] zur Bestimmung von Mentalitäten, kollektiven Wahrnehmungen und Deutungen des so bildträchtigen Ersten Weltkriegs [eigne]. Wird auf visuelle Quellen zurückgegriffen, so handelt es sich meist um Filme, Fotografien oder auch Flugblätter und Plakate. Die Bildpostkarte hingegen spielt bislang für die Forschung eine untergeordnete Rolle. Brocks kritisiert die Vernachlässigung dieses relevanten Mediums, welches sowohl in Herstellung und Rezeption eine Massenbasis hatte [!] und nützliche Hinweise auf die kollektiven Deutungen und Sinngebungen des Krieges geben kann. Denn schon um die Jahrhundertwende war die Postkarte zum Massenkommunikationsmedium geworden.
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage im Kontext der Instrumentalisierung von Literatur für propagandistische Zwecke.
2. Biographie Körners: Analyse der Lebensgeschichte des Dichters und deren Idealisierung durch den Vater als Basis für spätere Vereinnahmungen.
3. Wandel des Körnerbildes bis zum 1. Weltkrieg: Untersuchung der verschiedenen politischen Phasen der Rezeption von Körner, vom Freiheitskämpfer bis zum Kriegsheros.
4. Die Bedeutung von Bildpostkarten im Ersten Weltkrieg: Historische Einordnung der Bildpostkarte als Massenkommunikationsmedium und ihrer Rolle in der Propaganda.
5. Körners Kriegslieder auf Bildpostkarten im Ersten Weltkrieg: Hauptteil mit Analyse und Typisierung der ausgewählten Postkarten im Hinblick auf deren Aussagekraft und Propagandagehalt.
6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Einordnung der Bedeutung des Körner-Mythos in der historischen Forschung.
Theodor Körner, Bildpostkarten, Erster Weltkrieg, Kriegspropaganda, Befreiungskriege, Rezeptionsgeschichte, Schutzvereine, Liedpostkarten, Patriotismus, Nationalismus, Soldatentum, Kriegsidylle, Heldenmythos, Feldpost, Kulturnation
Die Arbeit untersucht, wie Theodor Körners patriotische Lyrik in Form von Liedpostkarten im Ersten Weltkrieg als Propagandamedium eingesetzt wurde, um den Krieg ideologisch zu untermauern.
Die Arbeit verknüpft historische Forschung mit Literaturwissenschaft und Bildanalyse, wobei die Schwerpunkte auf der Rezeptionsgeschichte, der Rolle der Schutzvereine und der bildlichen Darstellung des Krieges liegen.
Es wird untersucht, welche Motive auf Postkarten verwendet wurden und inwieweit diese gezielt dazu dienten, ein heroisches und „sauberes“ Bild vom Krieg zu vermitteln, um die Kampfbereitschaft zu fördern.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Bildpostkarten unter Einbeziehung kunsthistorischer und bildsemiotischer Ansätze (in Anlehnung an Panofsky und Brocks) zur Deutung visueller und textueller Elemente.
Im Hauptteil werden Liedpostkarten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges kategorisiert und analysiert, insbesondere hinsichtlich ihrer Verwendung von Zitaten aus Körners Werken und deren propagandistischer Aussage.
Wichtige Begriffe sind unter anderem: Bildpostkarten, Erster Weltkrieg, Kriegspropaganda, Befreiungskriege, Patriotismus und der Heldenmythos um Theodor Körner.
Die Arbeit verdeutlicht, dass solche Vereine Bildpostkarten als strategisches Mittel nutzten, um einerseits Einnahmen zu generieren und andererseits ihre deutschnationalen und völkischen Ideale in die Bevölkerung zu tragen.
Dieses Gedicht wurde während des Ersten Weltkrieges zum dominierenden Motiv, da es die religiöse Überhöhung des Krieges und die absolute Unterordnung des Individuums unter ein „höheres Schicksal“ perfekt widerspiegelte.
Während der Krieg real durch Stellungskampf, Leid und Zerstörung geprägt war, zeichneten die Postkarten ein verharmlosendes, romantisierendes und ritterliches Bild, das den realen Horror bewusst ausblendete.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

