Diplomarbeit, 2007
79 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitende Betrachtung
1.1 Das Lean Management-Konzept der Robert Bosch GmbH
1.2 Einführung in die Thematik Schnellrüsten
1.3 Problemstellung und Ziele der Arbeit
1.4 Strukturierung der Arbeit
2 Grundlagen des Bausteins Schnellrüsten
2.1 Definitionen und Begriffe
2.2 Ziele und Auswirkungen von Schnellrüsten
2.3 Schnellrüsten in Verbindung mit den Bausteinen 5S und TPM
2.4 Schnellrüsten als Voraussetzung für einen kontinuierlichen Materialfluss und Nivellierung
3 Analyse der Ist-Situation
3.1 Allgemeine Informationen zur Dr. Karl Bausch GmbH
3.2 Wertstromanalyse vom Fertigungsprozess der Lamellenpakete
3.3 Auswahl und Analyse des Rüstprozesses
3.3.1 Allgemeine Hinweise zur Auswahl des Rüstprozesses
3.3.2 Auswahl des Rüstprozesses Werkzeugwechsel
3.3.3 Vorbereitungen für die Durchführung der Rüstprozessanalyse
3.3.4 Durchführung und Ergebnisse der Rüstprozessanalyse
4 Erarbeitung eines Soll-Konzeptes für die Rüsttätigkeit
4.1 Allgemeine Schritte bei der Erarbeitung eines Soll-Konzeptes
4.2 Erarbeitung des Soll-Konzeptes für den Werkzeugwechsel
4.3 Darstellung des Soll-Konzeptes für den Werkzeugwechsel
5 Standardisierung der Rüsttätigkeit
5.1 Grundlagen der Standardisierung
5.2 Standardisierung des Rüstprozesses Werkzeugwechsel
5.3 Visualisierung des Rüststandards
5.4 Vorgehensweise bei der Abweichung vom Rüststandard
6 Kritische Aspekte und Grenzen des Bausteins QCO
7 Leitfaden zur Implementierung des Bausteins QCO
8 Schlussbetrachtung
Diese Diplomarbeit befasst sich mit der Implementierung des Bausteins "Schnellrüsten" (Quick Change Over, QCO) innerhalb des Supplier Development Programms der Robert Bosch GmbH bei der Dr. Karl Bausch GmbH & Co. Ziel ist es, durch die Analyse des Rüstprozesses beim Werkzeugwechsel und die anschließende Entwicklung sowie Standardisierung eines Soll-Konzepts die Rüstzeiten signifikant zu reduzieren und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen sowie enorme Einsparpotentiale zu erschließen.
1.2 Einführung in die Thematik Schnellrüsten
Im Rahmen des LM-Ansatzes streben Unternehmen an, ihre Ressourcen und Kapazitäten im gesamten Unternehmen, d.h. in allen Bereichen der Wertschöpfungskette und der betrieblichen Leistungserstellung, optimal zu nutzen. LM bedeutet insbesondere für die Fertigung, dass auf der untersten Ebene Verantwortung für das Produktionsergebnis übernommen werden muss, keine Fehler oder Nacharbeit im Produktionsprozess auftreten, kurze Rüstzeiten bei kleinen Losgrößen und häufigen Produktwechseln realisiert werden und ein ständiger Verbesserungsprozess die Steigerung der Prozessqualität erreicht. Lange Rüstzeiten in der Fertigung hingegen verringern die Produktivität, verlängern die Durchlaufzeiten, verschwenden Kapazitäten und führen dazu, dass die Herstellung von kleinen Losgrößen unwirtschaftlich wird. Die Fähigkeit, Anlagen und Maschinen schnell umzurüsten, stellt daher einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar.
Der Baustein Schnellrüsten - Quick Change Over (QCO) - wurde ursprünglich von Shigeo Shingo entwickelt und nimmt innerhalb des LM-Konzeptes im Bereich der Fertigung eine wichtige Rolle ein. QCO zielt auf die Reduzierung der Rüstzeit und damit in Kongruenz mit der LM-Philosophie auf die Eliminierung von Verschwendung im Rüstprozess. Ziel ist es, die Maschine auf einen neuen Fertigungsprozess umzurüsten, ohne den Fertigungsfluss zu stören. Unternehmen, welche systematisch und erfolgreich Rüstzeiten mit Hilfe des Bausteins QCO reduzieren, sind in der Lage enorme Einsparpotentiale zu erreichen.
1 Einleitende Betrachtung: Einführung in das Lean Management Konzept der Robert Bosch GmbH sowie Vorstellung der Zielsetzung und Struktur der Diplomarbeit.
2 Grundlagen des Bausteins Schnellrüsten: Definition der theoretischen Grundlagen von QCO, dessen Bedeutung für die Fertigung sowie die Verknüpfung mit 5S, TPM und dem kontinuierlichen Materialfluss.
3 Analyse der Ist-Situation: Detaillierte Untersuchung der Ausgangslage bei der Dr. Karl Bausch GmbH, inkl. Wertstromanalyse und Durchführung einer Rüstprozessanalyse am Beispiel des Werkzeugwechsels.
4 Erarbeitung eines Soll-Konzeptes für die Rüsttätigkeit: Entwicklung von Optimierungsschritten für den Rüstprozess, inklusive der Identifizierung konkreter Verbesserungspotentiale für den Werkzeugwechsel.
5 Standardisierung der Rüsttätigkeit: Beschreibung des Prozesses zur Etablierung, Visualisierung und dauerhaften Kontrolle von Rüststandards sowie der Umgang bei Abweichungen.
6 Kritische Aspekte und Grenzen des Bausteins QCO: Betrachtung der Herausforderungen bei der Implementierung, wie etwa der Mitarbeiterakzeptanz und des organisatorischen Aufwands.
7 Leitfaden zur Implementierung des Bausteins QCO: Bereitstellung einer strukturierten Checkliste für zukünftige Lieferanten zur Implementierung von QCO-Maßnahmen.
8 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und des erzielten Nutzens der Implementierung von QCO für den betrachteten Produktionsbetrieb.
Schnellrüsten, Quick Change Over, Lean Management, Rüstzeitreduzierung, Rüststandard, Werkzeugwechsel, Wertstromanalyse, 5S, Total Productive Maintenance, Lieferantenentwicklung, Prozessoptimierung, Durchlaufzeit, Fertigungseffizienz, Standardisierung, Kaizen.
Die Arbeit behandelt die systematische Implementierung des Lean-Bausteins "Schnellrüsten" (QCO) bei der Dr. Karl Bausch GmbH & Co., um Prozesse zu effizienter zu gestalten und Verschwendung zu reduzieren.
Zentrale Themen sind die Rüstzeitoptimierung, die Implementierung von Lean-Prinzipien bei Zulieferern, die Standardisierung von Arbeitsabläufen und die Verbesserung der Anlageneffektivität.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung und Implementierung eines Soll-Konzepts für den Rüstprozess "Werkzeugwechsel", das als neuer Standard zur dauerhaften Rüstzeitverkürzung dient.
Es kommen Methoden wie Wertstromanalyse, Rüstprozessanalyse, das Spaghetti-Diagramm, die EKUV-Analyse sowie das PDCA-Konzept zur kontinuierlichen Verbesserung zum Einsatz.
Der Hauptteil gliedert sich in die Ist-Analyse, die Erarbeitung eines Soll-Konzepts mittels technischer und organisatorischer Maßnahmen, die Standardisierung sowie die kritische Betrachtung der Grenzen von QCO.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Schnellrüsten, Lean Management, Rüstzeitoptimierung, QCO, Werkzeugwechsel und Standardisierung.
Durch den Einsatz von zwei Einrichtern, die gleichzeitig arbeiten, kann die interne Rüstzeit signifikant gesenkt werden, was die Stillstandzeit der Stanzmaschine direkt minimiert.
Die Visualisierung dient dazu, Transparenz zu schaffen, Standards für alle Beteiligten nachvollziehbar zu machen und die Selbstkontrolle sowie die Einarbeitung bei Personalwechseln zu erleichtern.
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