Diplomarbeit, 2012
165 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Adipositas
2.1 Definitionen
2.1.1 Definition von Gesundheit
2.1.2 Definition von Übergewicht und Adipositas
2.2 Methoden zur Bestimmung von Übergewicht und Adipositas
2.2.1 Body-Mass-Index
2.2.1.1 Allgemeine Anwendungsmethode
2.2.1.2 Besonderheiten im Kindes- und Jugendalter
2.2.2 Messung der Hautfaltendicke
2.2.3 Messung des Taillenumfangs
2.2.4 Bestimmung der Taillen-Hüft-Relation
2.2.5 Bioelektrische Impedanzanalyse
2.2.6 Sonstige Methoden
2.3 Epidemiologie der Adipositas
2.3.1 Weltweite Ausbreitung der Adipositas
2.3.2 Ausbreitung der Adipositas in der Bundesrepublik Deutschland
2.3.2.1 Ausbreitung bei Erwachsenen
2.3.2.2 Ausbreitung bei Kindern und Jugendlichen
2.4 Ätiologie der Adipositas
2.4.1 Genetische Ursachen
2.4.2 Ernährungsbedingte Ursachen
2.4.2.1 Energieverbrauch
2.4.2.2 Energiezufuhr
2.4.3 Bewegungsbedingte Ursachen
2.4.4 Soziokulturelle Ursachen
2.4.4.1 Sozialer Status
2.4.4.2 Familiäre Disposition
2.4.4.3 Freizeitverhalten
2.5 Folgen der Adipositas für die Betroffenen und die Gesellschaft
2.5.1 Physische Folgen
2.5.1.1 Stoffwechselerkrankungen
2.5.1.2 Kardiovaskuläre Erkrankungen
2.5.1.3 Sonstige Erkrankungen
2.5.2 Psychische Folgen
2.5.3 Soziale Folgen
2.5.4 Ökonomische Folgen
3 Didaktisch-methodische Konzeption eines Projektes gegen Adipositas
3.1 Analyse der Bedingungsfelder
3.1.1 Analyse der schulrechtlichen Rahmenbedingungen
3.1.2 Analyse der schulorganisatorischen Rahmenbedingungen
3.1.3 Analyse der Klassen- und Schülersituation
3.1.4 Analyse der Lehrersituation
3.2 Didaktische Konzeption
3.2.1 Thematische Struktur
3.2.1.1 Behandlung von Adipositas
3.2.1.2 Zentrale Behandlungsbausteine
3.2.1.2.1 Bewegung
3.2.1.2.2 Ernährung
3.2.1.2.3 Verhalten
3.2.1.3 Ergänzende Inhalte
3.2.2 Angestrebte Kompetenzen und Lernziele
3.3 Methodische Konzeption
3.3.1 Methodische Folgerungen aus der didaktischen Konzeption
3.3.2 Lernerfolgskontrolle und Leistungsbewertung
3.4 Didaktisch-methodische Gestaltung einer Doppelstunde zum Thema Spinning
3.4.1 Feinziele
3.4.2 Verlaufsplanung
4 Schlussbetrachtung
Die Arbeit konzipiert ein Projekt zur Adipositasprävention und -intervention für junge Erwachsene am Übergang zwischen Schule und Berufsleben, um durch eine Kombination aus theoretischer Fundierung und praktischer Umsetzung im Sportunterricht eine nachhaltige Gesundheitsförderung zu erreichen. Dabei wird untersucht, wie durch gezielte Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Verhalten das Problembewusstsein geschärft und die Gesundheit der Lernenden verbessert werden kann.
2.2.1.1 Allgemeine Anwendungsmethode
In der Literatur und Praxis gibt es verschiedene Methoden, um das Gesamtkörpergewicht im Bereich zwischen Untergewicht und Adipositas zu kategorisieren. Eine ideale Methode sollte eng mit der Fettmasse korrelieren und möglichst unabhängig von der Körpergröße sein. Da jedoch eine genaue Bestimmung des Körperfettanteils sehr aufwendig und kostspielig ist, haben sich in den letzten Jahren (länderübergreifend) Hilfsmethoden, insbesondere der so genannte (sog.) Body-Mass-Index (BMI) durchgesetzt. Hierbei wird bei Erwachsenen eine Schätzung des Körperfettanteils vorgenommen, indem die leicht messbaren Parameter Körpergröße und Körpergewicht zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Der relative Körperfettanteil wird somit nicht (exakt) gemessen, sondern als Indikator BMI dargestellt. Er errechnet sich als Quotient aus Körpergewicht (kg) und der quadrierten Körpergröße (m²).
Konzipiert wurde der BMI im Jahre 1870 ursprünglich durch den belgischen Mathematiker QUETELET. Allerdings wurde die Bezeichnung BMI erst nachträglich durch KEYS im Jahre 1972 geprägt. Damals wurde der BMI jedoch nicht für die Kategorisierung von Übergewicht und Adipositas, sondern für den statistischen Vergleich von Populationen verwendet. Später wurde er bei amerikanischen Lebensversicherungsgesellschaften mit dem Ziel eingesetzt, die „ausgelobten“ Zahlungen für Lebensversicherungen mit den durch Übergewicht verursachten Risiken zu verknüpfen. Erst seit Beginn der 1980er-Jahre wird der BMI (unter anderem (u. a.) von der WHO) in seiner heutigen Funktion genutzt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das universelle Streben nach Gesundheit und definiert Adipositas als relevante Krankheit, deren Prävention und Behandlung insbesondere bei jungen Erwachsenen essenziell sind.
2 Adipositas: Dieses Kapitel widmet sich der medizinischen und wissenschaftlichen Einordnung der Adipositas, behandelt Methoden zur Messung, die epidemiologische Verbreitung sowie die vielfältigen ätiologischen Ursachen und gesundheitlichen Folgen.
3 Didaktisch-methodische Konzeption eines Projektes gegen Adipositas: Dieser Teil übersetzt die theoretischen Grundlagen in ein konkretes didaktisches Konzept für den Sportunterricht an Berufsschulen, inklusive der Analyse von Rahmenbedingungen und einer beispielhaften Verlaufsplanung.
4 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Notwendigkeit des entwickelten Projektes und betont, dass Schule eine zentrale Rolle bei der Adipositas-Prävention einnehmen kann und muss.
Adipositas, Übergewicht, Body-Mass-Index, Prävention, Gesundheitsförderung, Ernährung, Bewegung, Verhalten, Berufsschule, Sportunterricht, Energiebilanz, Metabolismus, Insulinresistenz, Intervention, Lebensstil.
Die Arbeit entwickelt ein didaktisches Konzept zur Adipositasprävention für junge Erwachsene, die sich in der beruflichen Ausbildung befinden.
Die zentralen Felder sind die medizinischen Grundlagen (Epidemiologie, Ursachen, Folgen) sowie die pädagogische Umsetzung durch didaktische und methodische Konzepte im Sportunterricht.
Ziel ist es, ein praktikables Projekt zu entwerfen, das Schülerinnen und Schüler für das Thema Adipositas sensibilisiert und sie zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil motiviert.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse bestehender medizinischer und sportwissenschaftlicher Erkenntnisse, um daraus ein didaktisches Modell abzuleiten.
Der Hauptteil analysiert ausführlich die Definitionen, Messmethoden (BMI, Hautfaltendicke, etc.), die epidemiologische Verbreitung, die Ursachen (Genetik, Ernährung, Bewegung) sowie die physischen, psychischen und sozialen Folgen der Adipositas.
Neben Adipositas und Übergewicht sind vor allem Begriffe wie Prävention, Ernährung, Bewegung, Verhalten und Berufsschulsport zentral.
Spinning dient als exemplarische Trainingseinheit im Fitnessstudio, die einen Bezug zum außerschulischen Sport herstellt und durch die individuelle Anpassbarkeit besonders für heterogene Lerngruppen geeignet ist.
Sie dient dazu, das Vorwissen und die persönliche Betroffenheit der Schülerinnen und Schüler zu ermitteln, ohne diese durch Stigmatisierung zu belasten, und liefert wichtige Ansatzpunkte für das weitere Projekt.
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