Diplomarbeit, 2004
149 Seiten, Note: 2,0
Diese Diplomarbeit untersucht die Entwicklung des Risikostrukturausgleichs im deutschen Gesundheitssystem, insbesondere im Kontext der gesetzlichen Krankenversicherung. Das Hauptziel ist eine kritische Analyse des Finanzausgleichs und seiner Auswirkungen auf den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen.
Die Arbeit beginnt mit der Darstellung der Problemstellung und der methodischen Vorgehensweise. Kapitel 2 analysiert die Ausgangslage des deutschen Gesundheitssystems vor der Einführung des Gesundheitsstrukturgesetzes (GSG) 1992. Kapitel 3 erläutert die Eckpunkte des GSG, insbesondere die Einführung der Kassenwahlfreiheit und des Risikostrukturausgleichs. Die Funktionen des Risikostrukturausgleichs, sowohl im Hinblick auf den Wettbewerb als auch die Solidarität, werden in Kapitel 4 behandelt. Kapitel 5 beleuchtet die detaillierte Ausgestaltung des Risikostrukturausgleichs, einschließlich der auszugleichenden Risikomerkmale, der Kassenartenübergreifenden Ausgleichsmechanismen und der Technik des Ausgleichs. Kapitel 6 untersucht die Wirkungsweise des GSG und des Risikostrukturausgleichs, indem es die positiven Folgen, das Transfervolumen, die Entwicklung der Beitragssätze, die Auswirkungen auf die Versichertenbestände und die Korrelation zwischen Beitragssatzhöhe und Wechselverhalten analysiert. Kapitel 7 widmet sich einer kritischen Betrachtung des Risikostrukturausgleichs im Kontext des Kassenwettbewerbs, wobei insbesondere die Analyse der Gutachtergruppe IGES/Cassel/Wasem eine wichtige Rolle spielt.
Die Diplomarbeit konzentriert sich auf die Analyse des Risikostrukturausgleichs in der gesetzlichen Krankenversicherung. Schlüsselwörter sind daher: Risikostrukturausgleich, Gesundheitsstrukturgesetz, Kassenwettbewerb, Krankenkassen, Beitragssätze, Versichertenstruktur, Solidarität, Wettbewerb, Gesundheitsreform, Disease-Management-Programme, Risikopool, Morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich.
Der RSA ist ein Finanzinstrument in der gesetzlichen Krankenversicherung, das dazu dient, Wettbewerbsverzerrungen durch unterschiedliche Versichertenstrukturen (Alter, Geschlecht, Krankheit) zwischen den Krankenkassen auszugleichen.
Mit der Einführung der Kassenwahlfreiheit war ein Ausgleich nötig, um zu verhindern, dass Kassen nur „gute Risiken“ (junge, gesunde Mitglieder) anwerben und Solidarität sowie Wettbewerb gefährdet werden (Adverse Selektion).
Dies ist eine Weiterentwicklung des RSA, bei der die Zuweisungen an die Krankenkassen nicht nur nach Alter und Geschlecht, sondern direkt nach der Schwere der Erkrankungen (Morbidität) der Versicherten erfolgen.
Kritisiert werden oft mangelnde Anreize zur Wirtschaftlichkeit, Defizite im Kassenwettbewerb sowie die Komplexität der Ausgleichsmechanismen.
Die Arbeit analysiert Gutachten von Experten wie Cassel, Wasem, Lauterbach und Wille, die unter anderem die Einführung von Disease-Management-Programmen und Risikopools vorschlagen.
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