Bachelorarbeit, 2012
51 Seiten, Note: 1,3
I THEORIE DER MOTIVATION
1 EINFÜHRUNG IN DIE MOTIVATION
2 DEFINITION UND ASPEKTE DER MOTIVATION
2.1 Was sind Motive und was ist Motivation
2.2 Grundlagen und Entstehung von Motivation
2.3 Arbeitszufriedenheit durch Motivatoren und Vermeidung von Unzufriedenheit durch Hygienefaktoren
2.4 Tätigkeiten motivierend gestalten durch intrinsische Motivation
2.4.1 Vielfalt der Fähigkeiten/Fertigkeiten
2.4.2 Identität der Aufgabe
2.4.3 Aufgabensignifikanz
2.4.4 Autonomie
2.4.5 Feedback
2.5 Menschenbilder
2.5.1 Das Menschenbild der klassischen Führungslehre
2.5.2 X- und Y-Theorie von McGregor
2.5.2.1 Y-Theorie (pro-aktiv)
2.5.2.2 X-Theorie (re-aktiv)
3 VERHALTENSTHEORIEN DER FÜHRUNG
3.1 Einleitung
3.2 Theorie des „Great Man“ – die „perfekten“ Charaktereigenschaften der Führungskraft
3.3 Das Vier-Faktorenmodell von Bowers und Seashore
4 LEISTUNGSMOTIVATION
4.1 Atkinsons Risikowahlmodell der Leistungsmotivation
4.1.1 Die Tendenz, Erfolg aufzusuchen
4.1.2 Die Tendenz, Misserfolg zu vermeiden
5 FAZIT
II THEORIEBASIERTE ANALYSE ERFOLGREICHER CLUB-ANIMATION
VORWORT
6 KERNMERKMALE DER CLUB-ANIMATION
7 TEAM-WORK
7.1 Determinanten der Gruppeneffektivität
7.1.1 Arbeits-/Aufgabengestaltung
7.1.2 Interdependenzen in der Gruppe
7.1.3 Zusammensetzung der Gruppe
7.1.3.1 Die Rollen der Teamführung
7.1.3.2 Die Rollen der Mitarbeiter
8 MOTIVATIONSGEWINNE IM TEAM
8.1 Förderung durch Zuschauer und Koakteure - „mere presence“
8.2 Sich für eine schlechte Gruppe aufopfern - „social compensation“
8.3 Wir sind die Besten - „social labouring“
9 ABGELEITETE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR MEHR MITARBEITERMOTIVATION IN DER HOTELLERIE UND GASTRONOMIE
Diese Arbeit untersucht die psychologischen Aspekte der Arbeitsmotivation mit einem spezifischen Fokus auf die tourismusbezogene Unterhaltungsbranche (Club-Animation). Ziel ist es, theoretische Ansätze der Motivations- und Führungspsychologie durch eine praxisorientierte Analyse effektiver Teamarbeit zu ergänzen und daraus Handlungsempfehlungen für Führungskräfte in der Hotellerie und Gastronomie abzuleiten.
7.1.3.1 Die Rolle der Teamführung
Auf alle Teamrollen, die von Belbin identifiziert wurden (vgl.: van Dick 2005, S. 27 ff) ausführlich einzugehen, würde den Rahmen des Kapitels sprengen. Darum werden nur die passenden Rollen, sowie ihre positiven und negativen Eigenschaften gezeigt, welche meiner Meinung nach, die Gruppeneffektivität meines Animationsteams gesteigert haben. So kann die, speziell für meine Situation, beste Gruppenzusammensetzung abgeleitet werden. Teilweise dürfte diese auch für Teams anderer Unterhaltungsbranchen anwendbar sein.
Wie bereits in der Einleitung des Kapitels 7 erwähnt wurde, setzt erfolgreiche Club-Animation ein perfektes Teamklima voraus. Darum sollte die primäre Rolle der Teamleitung, die des Konfliktmanagers sein. Auch wenn das Teamklima meines Animationsteams bis jetzt als nur positiv dargestellt wurde, gab es und gibt es trotzdem Situationen, in denen das nicht immer der Fall ist. Das ist ganz normal und bei erfolgreichem Konfliktmanagement sogar mit einem Lernprozess verbunden. Der Teamleader sollte darum die Kommunikationsstrukturen beherrschen und Konfliktsituationen schnell analysieren und beseitigen (vgl.: ebenda 2005, S. 27 ff). Allerdings kann ein Teamleader nicht nur die Rolle des Konfliktmanagers einnehmen. Um sein Team effizient anzuleiten, muss er sein Führungsverhalten den unterschiedlichen Situationen anpassen und beispielsweise zusätzlich die Rolle des Koordinators einnehmen. Ein Animationsteam ohne Koordinator wäre nur schwer realisierbar. Es ist wichtig, dass er Ziele klären und vereinbaren, Arbeitsteilung und -prozesse organisieren, auf dem Programmablauf achten und Abstimmung mit den anderen vornehmen kann. Dabei, und das ist meiner Meinung nach besonders wichtig, kann er auf Dominanz verzichten, bleibt allerdings hartnäckig. Mein Teamführer hat selten seine Machtposition ausgenutzt. Dadurch entsteht eine besondere zwischenmenschliche Beziehung zum Vorgesetzten, die wiederum Vertrauen und gegenseitige Anerkennung erzeugt.
I THEORIE DER MOTIVATION: Dieses Kapitel legt die psychologischen Grundlagen dar, definiert den Begriff Motivation und beleuchtet Theorien zur Arbeitszufriedenheit sowie zentrale Motivationsfaktoren.
1 EINFÜHRUNG IN DIE MOTIVATION: Einführung in die Relevanz der Mitarbeitermotivation im modernen Arbeitsumfeld und die Abgrenzung zum Wertewandel der jüngeren Generation.
2 DEFINITION UND ASPEKTE DER MOTIVATION: Detaillierte Erläuterung der Motivationsprozesse, Hygienefaktoren, des Arbeitscharakteristika-Modells sowie der verschiedenen Menschenbilder.
3 VERHALTENSTHEORIEN DER FÜHRUNG: Analyse von Führungsverhalten, der Mythos der „Great Man“-Theorie und das Vier-Faktorenmodell von Bowers und Seashore.
4 LEISTUNGSMOTIVATION: Untersuchung des Leistungshandelns anhand von Atkinsons Risikowahlmodell zur Erklärung von Erfolgsstreben und Misserfolgsvermeidung.
5 FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Komplexität von Leistung und Motivation sowie Ausblick auf den praxisnahen Analyseteil.
II THEORIEBASIERTE ANALYSE ERFOLGREICHER CLUB-ANIMATION: Einleitung in die Praxisanalyse anhand persönlicher Erfahrungen als Praktikant im Bereich der Club-Animation.
6 KERNMERKMALE DER CLUB-ANIMATION: Definition und Spezifikationen der Animation als Serviceleistung zur Steigerung des Urlaubserlebnisses.
7 TEAM-WORK: Untersuchung der Faktoren für Gruppeneffektivität, insbesondere Arbeitsgestaltung, Interdependenzen und Teamzusammensetzung.
8 MOTIVATIONSGEWINNE IM TEAM: Analyse von vier spezifischen Motivationsphänomenen in Gruppen, wie dem „mere presence“- und „social labouring“-Effekt.
9 ABGELEITETE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR MEHR MITARBEITERMOTIVATION IN DER HOTELLERIE UND GASTRONOMIE: Praktische Empfehlungen zur Stärkung der sozialen Beziehung und Motivation in der Gastronomie.
Mitarbeitermotivation, Club-Animation, Teamführung, Arbeitszufriedenheit, Gruppeneffektivität, Leistungsmotivation, Hygienefaktoren, Motivatoren, Arbeitscharakteristika, Teamrollen, soziale Kompetenz, Gruppenkohäsion, Tourismusmanagement, Intrinsische Motivation, Mitarbeiterführung
Die Bachelor-Arbeit analysiert die Aspekte der Arbeitsmotivation in der tourismusbezogenen Unterhaltungsbranche, insbesondere bei erfolgreicher Club-Animation, auf Basis psychologischer Theorien.
Zu den Kernbereichen gehören Motivationsmodelle, Verhaltenstheorien der Führung, die Dynamik der Gruppeneffektivität in Teams sowie die Übertragung dieser Erkenntnisse auf die Hotellerie und Gastronomie.
Das Ziel ist es, auf theoretischer Grundlage zu verstehen, warum Mitarbeiter in der Animation trotz hoher Arbeitsbelastung motiviert bleiben, und diese Erkenntnisse in konkrete Handlungsempfehlungen für Führungskräfte zu übersetzen.
Die Arbeit nutzt eine theoriebasierte Analyse, kombiniert mit eigenen berufspraktischen Erfahrungen als Animateur, um die Anwendbarkeit verschiedener Motivations- und Teammodelle zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden Theoriepart (Motivation, Führung, Leistungsmotivation) und einen praxisnahen Teil, der Kernmerkmale der Animation, Team-Work-Dynamiken und Motivationsgewinne in Gruppen untersucht.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Mitarbeitermotivation, Club-Animation, Gruppeneffektivität, Hygienefaktoren und Führungsstil aus.
Theorie X betrachtet den Menschen als reaktiv und faul, was einen autoritären Führungsstil erfordert, während Theorie Y den Menschen als pro-aktiv und verantwortungssuchend einstuft, was einen kooperativen Führungsstil nahelegt.
Es bietet eine differenzierte Sichtweise, indem es mindestens vier Faktoren (Unterstützung, Interaktionserleichterung, Zielorientierung, Arbeitserleichterung) einbezieht, um den komplexen Führungsprozess und die Situationsabhängigkeit besser zu erfassen.
Effekte wie „mere presence“ oder „social labouring“ führen dazu, dass Animateure durch die Gruppendynamik und den Wettbewerb untereinander eine höhere Arbeitsmotivation entwickeln, als sie dies als isolierte Individuen tun würden.
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