Bachelorarbeit, 2013
80 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Aktualität des Themas
1.2 Problemstellung
1.3 Zielstellung und Hypothesen
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Ausgewählte Theorieansätze der Regionalentwicklung
2.1 Überblick über Regionalwirtschaftliche Entwicklungstheorien
2.2 Exportbasistheorie
2.3 Endogene Regionalentwicklung
2.4 Regulationstheoretischer Ansatz
2.5 Zwischenfazit
3. Methodik
3.1 Datenerhebung
3.1.1 Statistiken von Öffentlichen Stellen
3.1.2 Experteninterviews
3.1.3 Auswahl der Interviewpartner
3.2 Datenauswertung
4. Die Kohleregion Ibbenbüren (bis heute)
4.1 Vorstellung des Untersuchungsraums
4.2 Entwicklung von 2000 – 2012
4.2.1 Demographie
4.2.2 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Arbeitslosenquote
4.3 Branchen und Branchenumsätze
4.4 RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH
4.5 SWOT-Analyse zur Lage der Region 2013
5. Entwicklungsszenarien nach 2013
5.1 Demographische und wirtschaftliche Entwicklung
5.1.1 Demographie
5.1.2 RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH
5.1.3 Weitere Branchen in der Region
5.2 Maßnahmen der Förderregion
5.2.1 Stadtentwicklungsprogramm Ibbenbüren
5.2.2 Förderantrag Kohleregion
6. Diskussion
6.1 Überprüfung der Hypothesen
6.2 Bewertung der künftigen Entwicklung der Region mithilfe regionaler Entwicklungstheorien
7. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Strukturwandels in der Kohleregion Ibbenbüren vor dem Hintergrund des Ausstiegs aus der Steinkohleförderung im Jahr 2018. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Auswirkungen für die künftige Entwicklung der Region zu erwarten sind und ob der Wandel als Chance für die regionale Entwicklung genutzt werden kann.
1.2 Problemstellung
Die Änderung des Kohlerefinanzierungsgesetzes gilt seit 2008 als beschlossen und bedeutet den Ausstieg aus der Förderung deutscher Steinkohle. Kein Bergwerk darf nach dem Jahr 2018 durch staatliche Subventionen gestützt werden.
Für die betroffenen Städte, Landkreise und Regionen bundesweit, war dies eine Hiobsbotschaft, da die Steinkohle doch zumeist wichtigster Arbeitgeber in der Region und ein Garant für die lokale Wirtschaft ist. Im Hinblick auf die Schließung von Zechen und dem damit verbundenen Verlust von Arbeitsplätzen, spricht u.a. HENKEL (2004, 346) von einer negativen Wirkungskette, die er als „regionaler Teufelskreis“ bezeichnet. So kann wirtschaftliche Stagnation, z.B. Infolge der Schließung der Zeche Ibbenbüren, weitere Steine ins Rollen bringen. Mit dem Verlust von Arbeitsplätzen sinkt die Kaufkraft; sinkende kommunale Einnahmen führen zu einer schlechteren Infrastrukturausstattung und zu einem Imageverlust der Region. Die Chancen für Unternehmensansiedlungen sinken und weitere qualifizierte Arbeitskräfte wandern ab. Schließlich gerät die Wirtschaft weiter ins Stocken und der Ablauf beginnt von neuem. Abbildung eins veranschaulicht eine solche negative Wirkungskette graphisch.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Strukturwandels ein, formuliert die Forschungsfragen und Hypothesen und erläutert den Aufbau der Bachelorarbeit.
2. Ausgewählte Theorieansätze der Regionalentwicklung: Es werden grundlegende theoretische Konzepte wie die Exportbasistheorie, endogene Regionalentwicklung und der regulationstheoretische Ansatz vorgestellt, um eine wissenschaftliche Basis für die Analyse zu schaffen.
3. Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, das auf einer Kombination aus quantitativen Sekundärdaten und qualitativen Experteninterviews zur Untersuchung der Region basiert.
4. Die Kohleregion Ibbenbüren (bis heute): Dieses Kapitel analysiert die demographische und wirtschaftliche Entwicklung der Region von 2000 bis 2012, unter anderem durch eine detaillierte SWOT-Analyse.
5. Entwicklungsszenarien nach 2013: Es werden zukünftige Perspektiven nach 2013 skizziert und konkrete Maßnahmen der Kommunen, wie das Stadtentwicklungsprogramm, diskutiert.
6. Diskussion: Die anfangs aufgestellten Hypothesen werden anhand der gewonnenen Ergebnisse überprüft und im Kontext der Regionaltheorien bewertet.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und eine kritische Reflexion der Zielerreichung sowie ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Region.
Strukturwandel, Kohleregion Ibbenbüren, Steinkohleförderung, Regionalentwicklung, Exportbasistheorie, endogene Entwicklung, Regulationstheorie, RAG Anthrazit Ibbenbüren, Demographie, Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, SWOT-Analyse, Kohlekonversion, Region Steinfurt.
Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen und sozialen Auswirkungen des durch politische Beschlüsse festgelegten Endes der Steinkohleförderung in der Region Ibbenbüren im Jahr 2018.
Zentrale Felder sind die demographische Entwicklung, die wirtschaftliche Struktur der Region, die Bedeutung des Bergbaus als Arbeitgeber sowie die Strategien der lokalen Politik zur Bewältigung des Strukturwandels.
Die Arbeit untersucht, welche Auswirkungen die Zechenschließung für die Region hat und inwieweit die laufenden Planungen dazu beitragen können, den Wandel als Chance für eine erfolgreiche regionale Entwicklung zu nutzen.
Es wird eine Methodentriangulation angewandt, bestehend aus der statistischen Auswertung von Sekundärdaten sowie leitfragenorientierten Experteninterviews mit Vertretern der RAG, der Stadtverwaltung und der regionalen Wirtschaftsförderung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Regionaltheorien, die empirische Analyse der Ist-Situation der Region (2000-2012) und die Darstellung von Entwicklungsszenarien sowie geplanten Fördermaßnahmen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Strukturwandel, Kohlekonversion, regionale Wirtschaftsförderung, endogene Potenziale und sozialverträglicher Ausstieg.
Ibbenbüren ist der Standort des letzten aktiven Steinkohlebergwerks in Deutschland, das Anthrazitkohle fördert, und das Gebiet ist historisch seit Jahrhunderten stark durch diese Industrie geprägt.
Das MEC unterstützt die Belegschaft bei der Umschulung und Qualifizierung für den Arbeitsmarkt, um eine sozialverträgliche Beendigung der Bergbauaktivitäten zu ermöglichen.
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