Examensarbeit, 2013
68 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Das Projekt JEKI
2.1 Die Entstehung des Projektes
2.2 Ziele des Projektes
2.3 Finanzierung von JEKI
2.4 JEKI in der Praxis
2.4.1 Das Projekt JEKI in Bochum
2.4.2 JEKI in Hamburg
2.4.3 JEKI in Baden Württemberg
3. Ganztagsschulen
3.1 Die Bedeutung von ganztäglicher Bildung für den Entwicklungsprozess von Kindern
3.2 Konzepte von Ganztagsschulen
3.3 Ziele der Ganztagsschulen
3.4 Umsetzung von Ganztagsschulen
3.5 Musikunterricht an Ganztagsschulen
4. Praktisch orientierter Musikunterricht an Schulen
4.1 Bläserklassen
4.1.2 Bläserklassen in der Praxis
4.2 Musikalische Grundschule
4.3 Primacanta
4.4 Jedem Kind seine Stimme
5. Kritik an Ganztagsschulen
6. Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg
6.1 Gemeinschaftsschule in Waldbronn
7. Relevanz des Projektes JEKI für die Ganztagsschulen in Baden Württemberg
7.1 Relevanz von früher musikalischer Bildung für die Entwicklung von Kindern
7.2 JEKI als frühe musikalische Bildung
7.3 Klangerfahrungen im Rahmen des Projektes JEKI
7.4 JEKI an Ganztagsschulen in Baden-Württemberg
8. Kritik an JEKI
9. Fazit
10. Bibliographie
10.1 Quellen
10.2 Zeitschriften
10.3 Internetquellen
10.4 Filme
Die Arbeit untersucht die Relevanz des Musikprojekts „Jedem Kind sein Instrument“ (JEKI) im Kontext des Ausbaus von Ganztagsschulen, insbesondere der Gemeinschaftsschulen, in Baden-Württemberg. Ziel ist es, die didaktischen Ansätze von JEKI kritisch zu beleuchten, die Integration in den Schulalltag zu analysieren und alternative Modelle musikalischer Förderung zu vergleichen, um Perspektiven für eine effektive musikalische Bildung in einem heterogenen Schulsystem aufzuzeigen.
2.4.1 Das Projekt JEKI in Bochum
„Kaum waren die Stadtverwaltung, Musikschulen sowie Schulen Bochums vom Projekt JEKI überzeugt, wurden sie von einer großzügigen Spende überrascht. Frau von Usslar vermachte ihre Stradivari Geige der GLS Treuhand e.G mit der Auflage, dass sie zur musikalischen Förderung eingesetzt wird. So wurde die Stradivari die Grundlage für „Jedem Kind ein Instrument“ in Bochum. Sie wurde verkauft und aus dem Erlös konnten die ersten 500 Instrumente finanziert werden.“43
In Bochum bekommen die Kindern im ersten Jahr die Möglichkeit, unterschiedliche Instrumente kennenzulernen, die ihnen im JEKI-Unterricht von der Lehrkraft vorgestellt werden. Innerhalb dieses Jahres wird neben der Vorstellung der Instrumente Wert auf rhythmische Erziehung, sowie Gesang gelegt.
Im zweiten Jahr entscheiden sich die Kinder schließlich für ein Instrument, welches sie dann in Grundzügen erlernen.44 Nach Ablauf des zweiten Jahres ist das Modell JEKI in Bochum beendet und die Kinder müssen selbst entscheiden, ob sie ihren Instrumentalunterricht fortsetzten wollen. Dies erfolgt dann gegebenenfalls privat. Somit folgt Bochum dem in Nordrhein-Westfalen entstandenen JEKI Grundmodell, welches auf zwei Jahre angesetzt ist und den Kindern danach freie Wahl lässt, ob sie das Instrument weiter lernen oder nicht.
In Bochum legte man im ersten JEKI Jahr nicht ausschließlich Wert darauf, dass die Kinder Instrumente ausprobieren, die heute in Gebrauch sind. So wurden auch historische Instrumente herangezogen, um diese auszuprobieren. Man möchte den SuS dadurch zeigen, dass eine lange Entwicklung notwendig war, bis die Instrumente so aussahen und klangen, wie es heute der Fall ist.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die positive Wirkung aktiven Musizierens auf die Entwicklung von Kindern und führt in die Problematik ein, Musik an Ganztagsschulen als wesentlichen Bestandteil zu etablieren.
2. Das Projekt JEKI: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption, Ziele und Finanzierung des JEKI-Projekts sowie dessen praktische Umsetzung und Kooperationsformen an verschiedenen Standorten.
3. Ganztagsschulen: Hier werden die Konzepte, Ziele und die aktuelle Umsetzung von Ganztagsschulen in Deutschland diskutiert, mit besonderem Augenmerk auf die Verzahnung von Unterricht und außerschulischen Angeboten.
4. Praktisch orientierter Musikunterricht an Schulen: Das Kapitel stellt ergänzend zu JEKI weitere Modelle wie Bläserklassen, Musikalische Grundschulen und Gesangsprojekte als Ansätze für musikalische Förderung vor.
5. Kritik an Ganztagsschulen: Die kritische Analyse befasst sich mit der selektiven Wirkung des Schulsystems und den Herausforderungen bei der individuellen Förderung innerhalb heterogener Klassen.
6. Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg: Es wird die Struktur von Gemeinschaftsschulen als Sonderform der Ganztagsschule in Baden-Württemberg und deren pädagogische Zielsetzung analysiert.
7. Relevanz des Projektes JEKI für die Ganztagsschulen in Baden Württemberg: Dieses Kapitel verknüpft die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Bedeutung früher musikalischer Bildung mit den spezifischen Anforderungen der Ganztagsschulentwicklung in Baden-Württemberg.
8. Kritik an JEKI: Hier werden kritische Aspekte beleuchtet, wie etwa die Qualifikation des Lehrpersonals, Schwierigkeiten im Gruppenunterricht und organisatorische sowie finanzielle Herausforderungen.
9. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Chance, durch die Integration von JEKI in den Schulalltag eine nachhaltige musikalische Förderung für alle Kinder zu sichern.
JEKI, Ganztagsschule, Gemeinschaftsschule, Musikpädagogik, Instrumentalunterricht, Baden-Württemberg, musikalische Bildung, Kooperation, Inklusion, Begabungsförderung, soziale Integration, Musikschule, Gruppenunterricht, Schulentwicklung, musikalische Grundausbildung.
Die Arbeit untersucht, wie das Musikprojekt „Jedem Kind sein Instrument“ (JEKI) in den Schulalltag integriert werden kann, um Kindern eine frühzeitige musikalische Förderung im Kontext des ausgebauten Ganztagsschulbetriebs zu ermöglichen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen musikalischer Bildung, die Organisationsformen von Ganztags- und Gemeinschaftsschulen, verschiedene musikpädagogische Praxismodelle sowie die kritische Reflexion von Kooperationsmodellen und Finanzierungsaspekten.
Das Ziel ist es, die Relevanz und Umsetzbarkeit von JEKI für die neu eingeführten Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg zu prüfen, um eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung der Kinder zu unterstützen.
Es handelt sich um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die auf der Analyse bestehender fachwissenschaftlicher Literatur, Evaluationsstudien (z.B. der Bochumer Begleitstudie) und der kritischen Auswertung von Konzepten zur Ganztagsschulentwicklung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des JEKI-Projekts, die Analyse von Ganztagsschulkonzepten, die Darstellung alternativer Musikprojekte, eine kritische Auseinandersetzung mit der Ganztagsschule und die spezifische Betrachtung der Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie JEKI, Ganztagsschule, Musikpädagogik, Inklusion, Kooperation, Gemeinschaftsschule und musikalische Grundbildung charakterisieren.
Im Gegensatz zum Bochumer Modell, das als Grundschulprojekt mit Wahlmöglichkeiten angelegt ist, beginnt das Projekt in Heidenheim erst in der zweiten Klasse mit verpflichtendem Blockflötenunterricht und bietet eine deutlich geringere Instrumentenauswahl, um Kosten zu senken.
Die Kooperation ist essenziell, da sie Fachkompetenz und pädagogische Betreuung im Schulalltag zusammenbringt. Ohne eine enge institutionelle und didaktische Abstimmung ist eine qualitative musikalische Förderung innerhalb der Ganztagsstruktur organisatorisch kaum umsetzbar.
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