Diplomarbeit, 2004
100 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Ziel und Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Neoklassisches Marktmodell
2.1.1. Annahmen
2.1.2. Aussagekraft
2.2. Erklärungsansätze der Neuen Institutionenökonomie (NIÖ)
2.2.1. Teiltheorien der NIÖ
2.2.2. Transaktionskostentheorie
2.2.3. Grundformen der Koordination
2.2.3.1. Markt
2.2.3.2. Hierarchie
2.2.3.3. Kooperation
2.2.3.4. Vergleich der Koordinationsformen
2.2.3.5. Einfluss von IuK-Technik auf die Koordinationsformen
2.3. Wettbewerbstheorie
2.3.1. Begriffsdefinition
2.3.2. Ziele der Wettbewerbspolitik und Funktionen des Wettbewerbs
2.3.3. Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
2.3.4. Wettbewerbspolitische Eingriffsmöglichkeiten
3. Besonderheiten des Mediums Internet in der Beschaffung
3.1. Die Infrastruktur des Internet
3.2. Ziele von E-Procurement
3.3. Transaktionsphasen des elektronischen Beschaffungsprozesses
3.4. Eignung der E-Procurement-Tools klassifiziert nach Gütergruppen
3.5. Besondere Effekte der Internet-Ökonomie
3.5.1. Kommunikationseffekt
3.5.2. Integrationseffekt
3.5.3. Dis-Intermediation, Re-Intermediation und neue Intermediäre
3.5.4. Positive Feedback-Effekte
4. Elektronische B2B-Marktplätze
4.1. Begriffsdefinition
4.2. Klassifikationskriterien elektronischer B2B-Marktplätze
4.2.1. Klassifikation nach der Branchenausrichtung
4.2.1.1. horizontale Marktplätze
4.2.1.2. vertikale Marktplätze
4.2.2. Klassifikation nach dem Betreibermodell
4.2.2.1. Buy-Side-Marktplätze
4.2.2.2. Sell-Side-Marktplätze
4.2.2.3. neutrale Marktplätze
4.2.3. Klassifikation nach der Art des Zugangs
4.2.3.1. Geschlossene Marktplätze
4.2.3.2. Offene Marktplätze
4.2.4. Klassifikation nach Preisfindungsmechanismen
4.2.4.1. Schwarze Bretter
4.2.4.2. Kataloge
4.2.4.3. Auktionen
4.2.4.4. Börsen
4.3. Entwicklungsphasen und aktueller Stand elektronischer B2B-Marktplätze
5. Auswirkungen der elektronischen Beschaffung auf den Wettbewerb
5.1. Treibende Entwicklungen der elektronischen Beschaffung
5.2. Indikatoren für die wettbewerbliche Positionierung von Unternehmen
5.2.1. Branchenstrukturanalyse nach Porter
5.2.2. Einfluss der elektronischen B2B-Marktplätze auf die Wettbewerbskräfte
5.3. Optimierungspotentiale der Wettbewerbsposition von Unternehmen
5.3.1. Operative Ebene
5.3.2. Strategische Ebene
5.4. Wettbewerbsbeschränkende Faktoren
5.4.1. Marktstruktur
5.4.2. Standardisierungsgrad gehandelter Produkte
5.4.3. Technologische Reife der elektronischen Marktplätze
5.5. Kritische Analyse der Bedingungen des vollkommenen Marktes
5.5.1. Atomistische Angebots- und Nachfragestruktur
5.5.2. Fehlende Präferenzen
5.5.3. Vollständige Markttransparenz
5.5.4. Offene Märkte
5.5.5. Unendliche Anpassungsgeschwindigkeit
5.5.6. Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Schlussbetrachtung
Anhang
Anhang 1: ABC-Analyse
Anhang 2: Dis-Intermediation – Etablierte und neue Intermediäre
Anhang 3: Übersicht über verschiedene Auktionsformen
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen elektronischer B2B-Marktplätze auf den Unternehmenswettbewerb. Im Zentrum steht die Untersuchung, ob elektronische Beschaffungsprozesse Märkte tendenziell an die Bedingungen des theoretischen Idealmodells eines "vollkommenen Marktes" annähern.
3.5.1 Kommunikationseffekt
Der Kommunikationseffekt bezieht sich im wesentlichen auf zwei Aspekte des informations- und kommunikationstechnischen Einflusses: (1) die Möglichkeit zum schnelleren, einfacheren und weiträumigeren Austausch und Verbreitung von größeren Informationsmengen sowie (2) die gleichzeitige Senkung der Kosten für diesen Austausch und Verbreitung von Informationen. Während Anbieter mit Hilfe des Internet ihre Produkte zu sehr geringen Kosten und fast ohne Zeitverlust weltweit präsentieren, anbieten und handeln können, besteht der Vorteil für die Endabnehmer in der Möglichkeit zu relativ geringen Kosten gezielt Informationen suchen, filtern und vergleichen zu können.
Elektronische Märkte können dabei entweder als vorgelagerter Informationsmarkt oder als Ort der Tauschabwicklung fungieren. Die verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten bewirken zudem eine signifikante Erhöhung der Markttransparenz, wodurch sich der Informationsvorsprung der Anbieter verringert. Das bisherige Informationsungleichgewicht zwischen Anbietern und Nachfragern verschiebt sich deutlich zugunsten der Nachfrager, da sie auf elektronischen Märkten zu sehr geringen Transaktionskosten das jeweils günstigste Angebot zu ihrem Produktwunsch finden können. Auf Anbieterseite führt die größere Markttransparenz zudem zu einem verschärften Wettbewerb, was sich wiederum für die Nachfrager positiv auswirkt. Neben der Verbesserung der marktlichen Kommunikation bietet das Internet die Möglichkeit, sowohl unternehmensinterne Lösungen als auch Verbindungen zu externen Partnern kostengünstig zu realisieren und damit die gesamte Supply Chain entlang der Wertschöpfungskette zu optimieren.
1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung bezüglich B2B-Beziehungen und Definition der Zielsetzung der Arbeit zur Analyse wettbewerblicher Auswirkungen.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der ökonomischen Fundamente, insbesondere des neoklassischen Marktmodells, der Transaktionskostentheorie und der Wettbewerbstheorie.
3. Besonderheiten des Mediums Internet in der Beschaffung: Analyse der Internet-Infrastruktur, Ziele von E-Procurement sowie Effekte wie Dis-Intermediation und Skaleneffekte.
4. Elektronische B2B-Marktplätze: Klassifizierung der Marktplätze nach Branchen, Betreibermodellen, Zugangsbeschränkungen und Preisfindungsmechanismen.
5. Auswirkungen der elektronischen Beschaffung auf den Wettbewerb: Untersuchung der Marktveränderungen, Einfluss auf Wettbewerbskräfte nach Porter und Optimierungspotenziale.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse zur Annäherung an das Modell des vollkommenen Marktes und Ausblick auf die strategische Bedeutung.
B2B-Marktplätze, E-Procurement, Transaktionskosten, Markttransparenz, Wettbewerb, Neue Institutionenökonomie, Internet-Ökonomie, elektronische Beschaffung, Porter, Netzwerkeffekte, Supply Chain Management, Preisfindungsmechanismen, Marktmacht, Standardisierung.
Die Diplomarbeit untersucht, wie sich die elektronische Beschaffung über B2B-Marktplätze auf das Wettbewerbsverhalten und die Marktstrukturen auswirkt.
Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen des Marktes, die Charakteristika der Internet-Ökonomie sowie eine detaillierte Systematisierung elektronischer Marktplatztypen.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass durch elektronische Vorteile eine tendenzielle Annäherung des Beschaffungsmarktes an das neoklassische Ideal des "vollkommenen Marktes" stattfindet.
Die Arbeit nutzt transaktionskostentheoretische Ansätze und die Branchenstrukturanalyse nach Porter zur Untersuchung und Bewertung der Marktdynamiken.
Der Hauptteil analysiert die technologischen Besonderheiten des Internets, klassifiziert verschiedene Marktplatzmodelle und untersucht deren Auswirkungen auf Wettbewerbskräfte.
Zentrale Begriffe sind Transaktionskosten, Wettbewerbsintensität, E-Procurement, Markttransparenz, Netzwerkeffekte und die Theorie der neuen Institutionenökonomie.
Standards werden als Grundvoraussetzung für eine effiziente Kompatibilität von Schnittstellen und eine Reduzierung der Transaktions- sowie Prozesskosten hervorgehoben.
Diese Effekte binden Kunden durch Systemintegration und steigende Wechselkosten an einen Marktplatz, was zwar die Kundenbindung erhöht, aber den freien Wettbewerb einschränken kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

