Masterarbeit, 2011
100 Seiten
1 Introduction
2. Linguistic Methods and Theories
2.1 Pragmatics
2.1.1 Cooperative Principle
2.1.2 Grice’s Conversational Implicature
2.1.3 Politeness
2.1.3.1 The Notion of Face
2.1.3.1.1 Positive Face
2.1.3.1.2 Negative Face
2.1.3.1.3 Face Threatening Acts
2.1.3.2 Positive Politeness and Negative Politeness
2.1.3.3 Politeness in Germany and Denmark
2.1.3.3.1 Address Forms
2.1.3.3.2 Getting in a Conversation
2.1.3.3.3 Politeness Markers
2.2 Conversation Analysis
2.2.1 Turn-Taking
2.3 Communication Accommodation Theory
3 Second Language Use
3.1 Willingness to Communicate
3.2 Communication Strategies
3.2.1 Avoidance Strategies
3.2.2 Compensatory Strategies
3.2.2.1 Interference
3.3 Lingua Franca Communication
4 Data Collection
4.1 Recording Environment
4.2 Participants
4.3 Procedure of Recording
5 Analysis and Results
5.1 Method of Analysis
5.2 Results
5.2.1 Language Choice
5.2.2 Structure and Content of Check-In Conversation
5.2.3 Politeness Markers
5.2.3.1 Personal Pronouns in Address
5.2.3.2 Use of Subjunctive or Past Tense
5.2.3.3 Indirect Speech Acts
5.2.3.4 Hedges
5.2.3.5 Jokes and Phatic Language
5.2.3.6 Apologies
5.2.3.7 Summary of Politeness Markers
5.2.4 Turn Taking
5.2.5 Misunderstandings and Conflicts
5.2.6 Face Threatening Acts
5.2.7 Linguistic Accommodation
5.3 Does Linguistic Politeness Change?
6 Conclusion
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie sich die sprachliche Höflichkeit in Hotel-Check-in-Gesprächen verändert, wenn diese in einer Fremdsprache stattfinden oder zwischen Partnern mit unterschiedlichen Erstsprachen geführt werden. Hierbei wird der Fokus insbesondere auf Interaktionen zwischen deutschen Rezeptionisten und dänischen Gästen gelegt, um zu klären, ob durch Sprachwahl und kulturspezifische Höflichkeitskonzepte kommunikative Konflikte entstehen.
2.1.3.1.3 Face Threatening Acts
Face Threatening Acts (henceforth FTAs) are communicative acts that threat the interlocutor’s negative or positive face. In communication interlocutors will face the situation that they have to commit a FTA by e.g. refusing an offer, asking for a favour or making requests.
Brown and Levinson (1987/ 1990: 65ff) discuss four possible distinctions of FTAs
1. Threat of negative face of the hearer by the speaker (e.g. by making orders, requests, suggestions, advices)
2. Threat of positive face of the hearer by the speaker (e.g. by expressing disapproval, criticism, disagreements)
3. Threat of negative face of the speaker by the hearer (e.g. by expressing thanks and accepting thanks of the hearer, accepting offers, making excuses)
4. Threat of positive face of the speaker by the hearer (e.g. by apologizing, accepting a compliment, admitting guilt, emotion leakage)
1 Introduction: Einführung in die Thematik der Höflichkeit in der Hotellerie sowie Darlegung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Veränderung von Höflichkeit bei Fremdsprachennutzung.
2. Linguistic Methods and Theories: Erarbeitung des theoretischen Rahmens unter Einbeziehung von Pragmatik, der Politeness Theory von Brown und Levinson, Konversationsanalyse und der Communication Accommodation Theory.
3 Second Language Use: Diskussion von Determinanten für die Nutzung einer Zweitsprache, insbesondere die Bereitschaft zur Kommunikation (Willingness to Communicate) und verschiedene Kommunikationsstrategien.
4 Data Collection: Beschreibung des Erhebungsverfahrens von 26 Check-in-Gesprächen in einem Hotel im deutsch-dänischen Grenzgebiet sowie der methodischen Vorgehensweise bei der Aufzeichnung.
5 Analysis and Results: Detaillierte Auswertung und Diskussion der erhobenen Daten hinsichtlich Sprachwahl, Höflichkeitsmarkern, Turn-Taking, Konflikten und Face Threatening Acts.
6 Conclusion: Zusammenfassung der Ergebnisse und Bestätigung der Hypothese, dass die Verwendung einer Zweitsprache einen messbaren Einfluss auf das Höflichkeitsverhalten der Gesprächspartner hat.
Linguistische Höflichkeit, Politeness Theory, Konversationsanalyse, Check-in-Gespräche, Fremdsprachennutzung, Sprachwahl, Face Threatening Acts, Kommunikationsstrategien, Zweitspracherwerb, Pragmatik, Hedges, Interkulturelle Kommunikation, Turn-Taking, Höflichkeitsmarkierung, Lingua Franca
Die Arbeit untersucht die sprachliche Höflichkeit in professionellen Check-in-Situationen in Hotels und analysiert, wie sich diese verändert, wenn die Kommunikation in einer Fremdsprache oder zwischen Muttersprachlern und Nicht-Muttersprachlern stattfindet.
Die zentralen Themen sind linguistische Höflichkeitstheorien, die Konversationsanalyse, Strategien zur Verwendung von Zweitsprachen sowie die Untersuchung von interkulturellen Unterschieden im Kommunikationsverhalten zwischen Deutschland und Dänemark.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob und wie sich die sprachliche Höflichkeit in L1-L2- und L2-L2-Interaktionen im Vergleich zu L1-L1-Gesprächen unterscheidet und welche Faktoren (z.B. Sprachbarrieren) diesen Prozess beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Untersuchung von 26 aufgezeichneten Hotel-Check-in-Gesprächen, die anhand der Methoden der Konversationsanalyse, der Analyse von Höflichkeitsindikatoren sowie der Politeness Theory nach Brown und Levinson ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der linguistischen Theorien, die Diskussion der Kommunikation in Zweitsprachen, die Beschreibung der Datenerhebung sowie die detaillierte Analyse der Ergebnisse (Sprachwahl, Höflichkeitsmarker, Turn-Taking, Konfliktbewältigung).
Die Arbeit wird durch Begriffe wie linguistische Höflichkeit, Politeness Theory, Konversationsanalyse, Check-in-Gespräche, interkulturelle Kommunikation und Face Threatening Acts charakterisiert.
Während im Deutschen eine klare Unterscheidung zwischen "Sie" und "Du" zur Markierung sozialer Distanz und Solidarität besteht, verwenden Dänen im Alltag weitgehend das informelle "Du", was bei deutschen Rezeptionisten, die an formellere Anredeformen gewöhnt sind, zu unterschiedlichen Einschätzungen der Höflichkeit führen kann.
Ja, die Studie zeigt, dass dänische Gespräche tendenziell direkt mit dem Thema einsteigen, während deutsche Gespräche häufiger phatische Sprache (Small Talk) zur Einleitung nutzen, bevor das eigentliche Anliegen des Check-ins adressiert wird.
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