Examensarbeit, 2013
131 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Vorwort
1 Einleitung
2 Was ist Lesen?
2.1 Modelle des Leseerwerbs
2.2 Kompetenzbegriff nach IGLU
2.3 Lesekompetenz in den Bildungsstandards 2004
Baden-Württemberg Grundschule
3 Feststellung des Förderbedarfs beim Leseerwerb und
individuelle Leseförderung - aber wie?
3.1 Lesediagnose mittels Leseleistungsmessung
3.2 Vorstellung des Diagnoseinstruments ELFE 1-6
3.3 Wie macht sich Leseschwäche bemerkbar?
3.4 Möglichkeiten der Leseförderung
4 Beschreibung der Durchführung der Leseförderung
4.1 Vorstellung der Lernumgebung und der Fördergruppe
4.2 Ergebnisse der Lernstanderhebung vor der Leseförderung
4.3 Warum der Einsatz spielerischer Materialien?
4.4 Beschreibung der Lesespiele und deren didaktisches Potential
4.5 Zentrale Protokolleinblicke
5 Überprüfung der Effektivität der spielerischen Leseförderung
5.1 Ergebnisse der Lernstanderhebung nach der Leseförderung
5.2 Vergleich der Ergebnisse der Fördergruppe - vorher und nachher
5.3 Diskussion der Ergebnisse
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und die Wirksamkeit einer spielerischen Leseförderung bei Grundschulkindern. Ziel ist es, Kinder für das Lesen zu begeistern, ihre Lesemotivation nachhaltig zu sichern und durch den gezielten Einsatz spielerischer Materialien die allgemeine Lesekompetenz effektiv zu erweitern, ohne dabei den Leistungsdruck in den Vordergrund zu stellen.
Zwei-Wege-Modell
Die folgende Abbildung stellt das erweiterte „Zwei-Wege-Modell“ nach Scheerer-Neumann dar, welches bereits 1978 von Coltheart als „Dual-Route-Model“ des Lesens bekannt und von Scheerer-Neumann auf den deutschsprachigen Leseerwerb übertragen wurde.
Das Zwei-Wege-Modell basiert auf grundlegenden, basalen Lesefähigkeiten, dem Dekodieren und Rekodieren, die während des Leseprozesses unbewusst ablaufen. Beim Dekodieren geht es um die Entschlüsselung der Bedeutung eines Wortes. Unter dem Rekodieren versteht man das anschließende Lesen in gesprochener Sprache.
Das Modell zeigt zwei verschiedene Zugänge der Worterkennung, zum einen den „direkten Weg“ und zum anderen den „indirekten Weg“.
Der direkte Weg basiert auf lexikalischer Ebene. Jeder Leser besitzt in seinem Gedächtnis ein mentales Lexikon, in welchem bestimmte visuelle Merkmale auf graphematischer und orthografischer Ebene durch vermehrtes Lesen abgespeichert werden.
Ein Wort wird als „gedrucktes Wort“ vom Leser erfasst und anschließend in seine visuellen Eigenschaften zerlegt.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Struktur der Arbeit, die Verbindung von Theorie und Praxis sowie die zentrale Zielsetzung der spielerischen Leseförderung zur Steigerung der Lesemotivation.
2 Was ist Lesen?: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen des Leseerwerbs sowie verschiedene Lesekompetenzmodelle (Zwei-Wege-Modell, Drei-Wege-Modell, Mehrebenenmodell) und der IGLU-Kompetenzbegriff erläutert.
3 Feststellung des Förderbedarfs beim Leseerwerb und individuelle Leseförderung - aber wie?: Das Kapitel beschreibt Methoden zur Leistungsmessung, insbesondere das Diagnoseinstrument ELFE 1-6, thematisiert Anzeichen von Leseschwäche und vergleicht traditionelle mit spielerischen Förderansätzen.
4 Beschreibung der Durchführung der Leseförderung: Dieser empirische Teil stellt die untersuchte Fördergruppe und Lernumgebung vor, analysiert das didaktische Potenzial der eingesetzten Lesespiele und dokumentiert die praktische Durchführung.
5 Überprüfung der Effektivität der spielerischen Leseförderung: Es werden die Ergebnisse der Lernstanderhebungen vor und nach der Förderung gegenübergestellt sowie die Wirksamkeit der spielerischen Maßnahmen diskutiert.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Bedeutung der spielerischen Leseförderung für die Praxis zusammen und reflektiert die Rolle der Lehrkraft bei der individuellen Unterstützung von Leseprozessen.
Leseförderung, Lesekompetenz, Leseerwerb, Spielpädagogik, Diagnose, ELFE 1-6, Lesemotivation, Grundschule, Leseschwäche, Wortebene, Satzebene, Textebene, Leseflüssigkeit, Empirische Untersuchung, Lesespiele.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erprobung und Analyse einer spielerischen Leseförderung für Grundschulkinder, um deren Lesemotivation und Kompetenzen zu stärken.
Die Arbeit verknüpft theoretische Modelle zum Leseerwerb mit praktischen Ansätzen zur Lesediagnostik und evaluiert den Einsatz verschiedener spielerischer Materialien im Leseunterricht.
Das Ziel ist es, Kinder für das Lesen zu begeistern, die Lesemotivation zu sichern und eine spielerische, motivierende Erweiterung zum traditionellen Unterricht zu schaffen.
Zur Messung des Leistungsstandes vor und nach der Förderung wird das standardisierte Testverfahren ELFE 1-6 angewandt, ergänzt durch qualitative Beobachtungsprotokolle der Lesestunden.
Der Hauptteil beschreibt die gezielte Durchführung einer zehntägigen Leseförderung mit sechs Kindern, inklusive der Vorstellung konkreter Spiele (z.B. Silbenspiele, Bild-Wort-Memory) und deren didaktischem Potenzial.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Leseförderung, Lesekompetenz, Spielpädagogik, Diagnoseverfahren (ELFE 1-6), Lesemotivation und die Förderung der Leseflüssigkeit.
Es dient der zuverlässigen Ermittlung des individuellen Leistungsstands auf Wort-, Satz- und Textebene, was eine passgenaue Förderung ermöglicht und den Fortschritt der Kinder objektiv messbar macht.
Während die traditionelle Förderung oft arbeitsintensiver und formaler geprägt ist, setzt die spielerische Förderung auf den Motivationsaspekt, Spaß und eine angstfreie Lernumgebung, um den Leseprozess zu erleichtern.
Alle teilnehmenden Kinder zeigten in den Testergebnissen nach der zehntägigen Intervention eine positive Entwicklung ihrer Leseverständnisleistungen, was die Effektivität des spielerischen Ansatzes unterstreicht.
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