Examensarbeit, 2013
43 Seiten, Note: 1,0
1 Darstellung der Problemsituation und Begründung der Themenwahl
1.1 Heterogene Leistungsvoraussetzungen beim Übergang von der Mittelstufe in die gymnasiale Oberstufe
1.2 Die Bedeutung von Vorwissen für den Lernerfolg
2 Situation der Lerngruppe und Ermittlung der Lernausgangslage
3 Didaktische Überlegungen
4 Didaktisches Zentrum und zu fördernde Kompetenzbereiche
5 Methodische Überlegungen
5.1 Mögliche Vorgehensweisen zur Erreichung der Zielsetzung
5.2 Einsatz einer Lerntheke zur Kompensation relevanter klimageographischer Grundlagen
6 Durchführung der Lerntheke
7 Evaluation und Handlungsempfehlungen für einen zukünftigen Einsatz der Lerntheke
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, durch die Entwicklung und Erprobung eines Lernthekenkonzepts heterogene Leistungsvoraussetzungen und Wissenslücken von Schülerinnen und Schülern zu Beginn der Einführungsphase im Fach Erdkunde zu kompensieren, um eine solide Basis für die nachfolgenden gymnasialen Unterrichtsinhalte zu schaffen.
Thema 3: Wind als Druckausgleichströmung
Die Entstehung von Wind hängt eng mit dem Luftdruck zusammen. Luft hat eine Masse, wie z. B. Wasser, obwohl man sie nicht sieht! Beim Tauchen im Schwimmbad steigt der Druck auf den Ohren, je tiefer man taucht. Das liegt an der größer werdenden Wassersäule, die sich über einem befindet und durch die Erdanziehung zum Erdmittelpunkt gezogen wird. Dasselbe, jedoch weniger stark ausgeprägt, passiert in der Atmosphäre durch den Luftdruck. Hier üben keine Wasser-, sondern Luftteilchen den Druck aus. Das merkt man z. B. wenn man mit dem Auto oder einer Gondel in ein Tal fährt. Auch dann bekommt man ein Druckgefühl auf den Ohren.
Mit zunehmender Höhe nimmt die Anzahl der Luftteilchen pro Volumen ab, weil die Luft, durch die kleiner werdende Luftsäule darüber, nicht mehr so stark zusammengedrückt wird. Man sagt daher auch: „Die Luft oben auf dem Berg ist dünner.“
Der Luftdruck wird in Hektopascal (hPa) angegeben und mit einem Barometer gemessen. Der Normaldruck (in der gemäßigten Zone auf Meeresspiegelniveau) liegt bei 1013 hPa.
Luftdruckunterschiede: Wenn man nun mit einem ortsfesten Barometer den Luftdruck misst, stellt man fest, dass der Wert keinesfalls identisch bleibt (z. B. Unterschiede bei Tag- und Nachtmessungen). Also muss neben der Höhe auch ein weiterer Faktor für Druckunterschiede sorgen: Die Temperatur. Warme Luft dehnt sich aus, weil die Luftteilchen in Schwingungen geraten und öfter gegeneinanderstoßen. Sie ist dann leichter als ihre Umgebung (geringere Dichte pro Volumen als kalte Luft). Aus diesem Grund steigen durch die Sonne erwärmte Luftmassen, wie in Abb. 2 zu erkennen, nach oben (z. B. erkennbar am Flimmereffekt über heißem Asphalt).
1 Darstellung der Problemsituation und Begründung der Themenwahl: Das Kapitel erläutert die Herausforderungen heterogener Lernvoraussetzungen beim Übergang in die gymnasiale Oberstufe und unterstreicht die fundamentale Bedeutung von Vorwissen für den Lernerfolg.
2 Situation der Lerngruppe und Ermittlung der Lernausgangslage: Hier wird die Lerngruppe charakterisiert und der Einsatz eines Selbsteinschätzungsbogens beschrieben, um markante Defizite im Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zu identifizieren.
3 Didaktische Überlegungen: Dieses Kapitel verknüpft die diagnostizierte Ausgangslage mit den Anforderungen des Lehrplans und begründet die inhaltliche Fokussierung auf die Klimageographie.
4 Didaktisches Zentrum und zu fördernde Kompetenzbereiche: Hier werden die Lernziele der Lerntheke präzisiert und in fachliche, methodische sowie kommunikative Kompetenzbereiche unterteilt.
5 Methodische Überlegungen: Es werden verschiedene methodische Ansätze abgewogen und die Entscheidung für die offene Form des Stationenlernens (Lerntheke) begründet.
6 Durchführung der Lerntheke: Dieser Abschnitt beschreibt den tatsächlichen Unterrichtsverlauf, die Lernumgebung und die Beobachtungen zum Arbeitsverhalten der Lernenden.
7 Evaluation und Handlungsempfehlungen für einen zukünftigen Einsatz der Lerntheke: Das Fazit wertet den Kompensationseffekt anhand eines Evaluationsbogens aus und formuliert Empfehlungen für eine zukünftige Anwendung und Optimierung des Konzepts.
Erdkundeunterricht, gymnasiale Oberstufe, Vorwissen, Heterogenität, Lerntheke, Klimageographie, Stationenlernen, Kompensation, Lernausgangslage, konstruktivistisches Lernen, selbstständiges Arbeiten, Binnendifferenzierung, Kompetenzentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung eines Lerntheken-Konzepts im Fach Erdkunde, um Wissensdefizite bei Schülern am Übergang in die gymnasiale Oberstufe auszugleichen.
Zentrale Themen sind die Klimageographie, insbesondere der Zusammenhang von Klima und Vegetation sowie globale Luftdruck- und Windsysteme.
Das Ziel ist die Kompensation individueller Vorwissensdefizite, um allen Schülern eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht der Einführungsphase zu ermöglichen.
Der Autor nutzt einen konstruktivistischen Ansatz sowie Methoden des offenen Unterrichts, speziell das Stationenlernen in Form einer Lerntheke, evaluiert durch Selbsteinschätzungsbögen.
Im Hauptteil stehen die Diagnose der Lernausgangslage, die didaktische und methodische Planung der Unterrichtsreihe sowie deren Durchführung und Reflexion im Fokus.
Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Vorwissen, Heterogenität, Lerntheke, Klimageographie und selbstständiges Lernen geprägt.
Die Lerntheke ermöglicht eine Individualisierung des Lerntempos und der Lernintensität, was den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler besonders gerecht wird.
Der Lernerfolg wurde durch den Vergleich eines initialen Selbsteinschätzungsbogens mit einem abschließenden Evaluationsbogen auf Basis identischer Themenbereiche ermittelt.
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