Bachelorarbeit, 2012
37 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2 Gentrifizierung
2.1 Definition Gentrifizierung
2.2 Akteure der Gentrifizierung
2.3 Phasenmodelle der Gentrifizierung
2.3.1 Invasions-Sukzessions-Zyklus
2.3.2 Rent-Gap / Value-Gap
2.3.3 Phasen der Transformation kulturellen Kapitals in Gentrifizierungsprozessen
3 Moderne Wissensgesellschaft und Gentrifizierung
3.1 Die creative class bei Richard Florida
3.2 Manuel Castells Netzwerkgesellschaft
3.3 Nico Stehr – Wissensökonomie
3.4 Die Bedeutung der Wissensklassen für den Gentrifizierungsprozess und Kritik an den Theorien Floridas, Castells und Stehrs
4 Urbane Entwicklungen und Gentrifizierung
4.1 Frauen und Family Gentrification
4.2 Vielfalt und Migration
4.3 Soziale Segregation bei Pierre Bourdieu
5 Fazit und Schluss
Diese Bachelorarbeit untersucht, ob die Gentrifizierung im Kontext der modernen Wissensgesellschaft als ein Erfolgsmodell für die soziale Integration in städtischen Räumen betrachtet werden kann, wobei insbesondere die Rolle neuer Wissensklassen und deren Einfluss auf urbane Verdrängungsprozesse analysiert wird.
3.1 Die creative class bei Richard Florida
Richard Floridas Studien zur creative class stehen in enger Tradition zu den soziologischen und ökonomischen Forschungen zur Wissensgesellschaft bei Daniel Bell und Peter Drucker, die die Begriffe wissensbasierte Wirtschaft und Wissensökonomie prägten. Florida (2002) skandiert in seinem mittlerweile zum Standardwerk für Stadtplaner und Kommunalpolitiker gewordenen The Rise of the Creative Class, dass das kreative Milieu zum Motor der Wirtschaft wird und zugleich soziale Veränderungen mit sich bringt:
„These changes in the economy and in the workplace have in turn helped to propagate and legitimize similar changes in society at large. The creative individual is no longer viewed as an iconoclast. He–or she–is the new mainstream.“ (Florida 2002: 6)
Die creative class definiert Florida als eine ökonomisch determinierte Klasse, die ihren Lebensunterhalt mit dem Output von kreativer Arbeit verdient. Diese Art zu wirtschaften prägt ihre Bedürfnisse und Lebensentwürfe hinsichtlich Lebensstil, Konsum und soziales Umfeld. Nach Florida gibt sich die creative class ihr Selbstbild durch diese ähnlich konnotierten Identitäten und die Art und Weise, wie die 'Creative Worker' miteinander kooperieren. Florida denkt nicht in erster Linie wie Karl Marx in Klassenkategorien, die sich über Begriffe wie Eigentum, Kapital oder Produktion konstituiert. Die Mitglieder der kreativen Klasse haben nicht ausgesprochen viel materiellen Besitz, aber definieren sich über ihr geistiges Handwerk und teilen ähnliche Bedürfnisse und Wünsche, die nach Florida eine fast so starke Kohärenz wie die der Arbeiterklasse erreichen würde, ohne dabei Wert auf distinktives Klassenbewusstsein zu legen (vgl. Florida 2002: 68).
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Gentrifizierung in der Wissensgesellschaft und deren Einfluss auf die soziale Integration.
2 Gentrifizierung: Definition des Begriffs, Vorstellung der Akteure sowie Erläuterung der Phasenmodelle und ökonomischer Erklärungsansätze.
3 Moderne Wissensgesellschaft und Gentrifizierung: Analyse der einflussreichen Theorien von Richard Florida, Manuel Castells und Nico Stehr zur Wissensgesellschaft.
4 Urbane Entwicklungen und Gentrifizierung: Untersuchung spezifischer Prozesse wie Family Gentrification, Auswirkungen von Migration und sozialer Segregation nach Bourdieu.
5 Fazit und Schluss: Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Frage, ob die Wissensgesellschaft soziale Integration fördert oder eher exklusive Enklaven schafft.
Gentrifizierung, Wissensgesellschaft, Creative Class, Stadtsoziologie, Soziale Segregation, Urbanität, Wissensökonomie, Verdrängung, Reurbanisierung, Netzwerkgesellschaft, soziale Integration, postindustrielle Gesellschaft, Stadtplanung.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der modernen Wissensgesellschaft und Gentrifizierungsprozessen in Städten.
Die zentralen Felder sind die Theorie der Wissensgesellschaft, die Rolle der kreativen Klasse und Auswirkungen der Gentrifizierung auf die soziale Struktur.
Das Ziel ist herauszufinden, ob die Gentrifizierung durch die Wissensgesellschaft ein Erfolgsmodell für soziale Integration in der Stadt darstellen kann.
Es werden stadtsoziologische Ansätze von Autoren wie Richard Florida, Manuel Castells, Nico Stehr und Pierre Bourdieu herangezogen.
Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte zur Wissensgesellschaft, die Rolle der Akteure sowie spezifische Entwicklungen wie Family Gentrification und Segregation.
Wichtige Schlagworte sind Gentrifizierung, Wissensgesellschaft, Creative Class, Soziale Segregation und Urbane Transformation.
Nach Florida agiert sie als Motor für wirtschaftliches Wachstum, führt jedoch laut Kritikern zu einer exklusiven Raumgestaltung und der Verdrängung einkommensschwacher Gruppen.
Die Arbeit beleuchtet die Kritik, dass die Konzepte soziale Ungleichheiten und Verdrängungsprozesse oft ausblenden und als vermeintliches Dogma dienen, um wirtschaftliche Aufwertung zu legitimieren.
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