Bachelorarbeit, 2007
84 Seiten, Note: 1,5
1. Kindheit im Wandel
1.1 Kindheit der 1950er Jahre
1.2 Kindheit heute
1.3 Freizeitverhalten und Medienverhalten
2. Wissenschaftliche Fragestellung
3. Darstellung der Untersuchung
3.1 Stichprobe
3.2 Forschungsdesign
3.3 Aufbau des Fragebogens und Auswertung
3.3.1 Aufbau
Allgemein
Speziell
3.3.2 Auswertung
4. Darstellung der Ergebnisse
4.1 Ausstattung mit Geräten
4.2 Freizeitaktivitäten allgemein
4.3 Zur Nutzung spezieller elektronischer Medien
4.3.1 Fernsehen
4.3.2 Computer/Internet
5. Fazit
Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, inwieweit heutige Kinder im Grundschulalter elektronische Medien nutzen und inwieweit ihr Medienverhalten durch das Geschlecht sowie das soziale Umfeld beeinflusst wird.
1.3 Freizeitverhalten und Medienverhalten
Spielverhalten Neben dem oben genannten Wandel der Familiensituation hat sich auch das Spielverhalten der Kinder gegenüber dem (der Kinder) der 50er Jahre geändert. Einher mit diesem Wandel geht auch die Veränderung der räumlichen Lebensbedingungen. Durch die Umgestaltung der Wohnumwelt der Kinder – sei es durch die Entstehung von Eigenheimsiedlungen und Trabantenstädten, verkehrsgerechte Stadtlandschaften, Zunahme des Straßenverkehrs, Einteilung des Wohnumfeldes in Wohnen, Arbeiten, Einkaufen – hat sich auch deren Spielverhalten verändert und die herkömmlichen Aufenthalts- und Erfahrungsräume erfasst (ebenda, S. 131). Den Kindern werden, statt der freien Plätze und Straßen, in denen sie noch in den 50er Jahren spielten, fertige Spielplätze eingerichtet (Fölling-Albers 1994, S. 12) – die „gelebte Straßenkindheit“ löst sich auf. Es gibt kaum noch altersgemischte Kindergruppen, das Spielen findet nun in neuen, insbesondere für Kinder geplanten Räumen statt. Eine „verhäuslichte Kindheit“ löst die traditionelle Kindheit ab. Autoren sprechen dabei von einer „individualisierten Kindheit“ (Peuckert 1996, S. 131).
Was in den 1950er Jahren noch Gang und Gäbe war, nämlich nach den erledigten Hausaufgaben auf den Hof oder die Straße zu gehen, um sich mit verschiedenen Nachbarskindern zu treffen und zu spielen, ist heutzutage kaum noch vorzufinden. Kinder spielen selten noch in der Gruppe, sondern verabreden sich in der Schule oder per Telefon mit einem bestimmten Kind, wobei längere Spiele innerhalb einer Gruppe kaum noch stattfinden. Stattdessen werden immer mehr Förder- und Freizeitangebote gemacht (Fölling-Albers 1994, S. 12). Kinder spielen nun mehrfach in „halböffentlichen institutionalisierten Spezialräumen“ (Peuckert 1996, S. 132), wie Vereinen und Sportplätzen. Meist befinden sich diese Einrichtungen in größerer Entfernung zur elterlichen Wohnung. Autoren sprechen dabei von einer „Verinselung des kindlichen Lebensraums“ (ebenda, S. 132), was bedeutet, dass der Lebensraum der Kinder aus separaten Stücken besteht, die sich wie Inseln verstreut in deren Gesamtumgebung befinden. Diese Verplanung der Aktivitäten – feste Termine und eine gewisse Verbindlichkeit – bieten nur „bedingt Raum für selbstorganisiertes Kinderleben“(ebenda, S. 134). Das spontane Handeln wird zeitlich erschwert, was wiederum Auswirkungen auf die Zeitorganisation der Kinder hat, weiterhin wird die „Unverbindlichkeit sozialer Beziehungen begünstigt“ (ebenda, S. 136).
1. Kindheit im Wandel: Dieses Kapitel definiert Kindheit als Lebensphase und beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel durch den Vergleich der 1950er Jahre mit der heutigen Kindheit.
2. Wissenschaftliche Fragestellung: Hier wird der theoretische Rahmen mit dem empirischen Teil der Arbeit verknüpft und die zentralen Forschungsfragen definiert.
3. Darstellung der Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen, die Stichprobenauswahl an einer Berliner Grundschule sowie den Aufbau und die Auswertung des eingesetzten Fragebogens.
4. Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der empirischen Studie werden hier anhand von Grafiken und Analysen zur Geräteausstattung, Freizeitaktivitäten und Mediennutzung präsentiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und leitet daraus medienpädagogische Implikationen für die Grundschularbeit ab.
Kindheit im Wandel, Medienverhalten, Grundschule, Freizeitverhalten, empirische Untersuchung, Mediennutzung, Fernsehen, Computer, Internet, Sozialisation, Familiensituation, Erziehung, Medienkompetenz, Kindheitsforschung, Medienpädagogik
Die Bachelorarbeit untersucht das Medienverhalten von Kindern im Grundschulalter und analysiert, wie moderne elektronische Medien den Alltag und das Freizeitverhalten prägen.
Zentrale Themen sind der Wandel der Kindheit seit den 1950er Jahren, das Spielverhalten von Kindern sowie die spezifische Nutzung von Fernsehen, Computern und Internet.
Ziel ist es, herauszufinden, wie intensiv Kinder elektronische Medien nutzen und inwieweit Faktoren wie das Geschlecht oder das soziale Umfeld (z.B. Familienstruktur) dieses Verhalten beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einem empirisch-quantitativen Forschungsdesign, bei dem mittels eines standardisierten Fragebogens in einer 4. Grundschulklasse Daten zur Mediennutzung erhoben und ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Kindheitswandels und einen empirischen Teil, der die Ergebnisse der Befragung hinsichtlich Ausstattung und Nutzung verschiedener Medien detailliert darstellt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kindheitswandel, Medienverhalten, Medienpädagogik, Sozialisation und quantitative Sozialforschung charakterisieren.
Die Autorin wählte diese Klasse aufgrund eines bereits absolvierten Unterrichtspraktikums und der Annahme, dass die Klassengröße sowie die Geschlechterverteilung repräsentative Einblicke erlauben.
Die Familiensituation (z.B. Alleinerziehend vs. zwei Elternteile, Anzahl der Geschwister) dient als zentrale Variable, um Unterschiede in der Medienausstattung und dem Nutzungsverhalten von Kindern zu erklären.
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