Bachelorarbeit, 2013
66 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2. Berufsbild des Wirtschaftsprüfers
2.1 Rolle des Wirtschaftsprüfers
2.2 Grundlagen der Abschlussprüfung
2.3 Grundlagen der Beratungstätigkeit in der Wirtschaftsprüfung
3. Grundsatz der Unabhängigkeit
3.1 Erklärungsansätze für Anreize zur Unabhängigkeitsaufgabe
3.1.1 Theoretische Modelle
3.1.2 Unabhängigkeitsgefährdende Sachverhalte
3.2 Maßnahmen zur Wahrung der Unabhängigkeit
3.3 Vor- und Nachteile der Verbindung von Beratung und Prüfung
4. Normativer Rahmen zur Wahrung der Unabhängigkeit
4.1 Normen zur Stärkung der Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers
4.1.1 Berufs- und handelsrechtliche Normen
4.1.2 Bestimmungen der EU
4.1.3 Code of Ethics der IFAC
4.1.4 Sarbanes-Oxley Act of 2002
4.2 Kompatibilität von Prüfung und ausgewählten Beratungsleistungen
4.3 Reformbestrebungen der EU infolge der Finanzkrise
5. Vereinbarkeit von Abschlussprüfung und Beratungstätigkeit in der Prüfungspraxis
5.1 Quantitative Studien zur Entwicklung der Beratungstätigkeit in der Wirtschaftsprüfung
5.2 Qualitative Studien zur Vereinbarkeit von Beratung und Prüfung
5.2.1 Surrogate zur Messung der Unabhängigkeitsbeeinträchtigung
5.2.2 Studien zur Auswirkung der parallelen Beratung auf die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Vereinbarkeit von Abschlussprüfung und Beratungstätigkeit durch Wirtschaftsprüfer vor dem Hintergrund des Unabhängigkeitsgrundsatzes. Dabei wird analysiert, inwieweit regulatorische Maßnahmen und die parallele Ausübung beider Tätigkeiten die Unabhängigkeit des Prüfers beeinflussen und ob ein Verbot von Nichtprüfungsleistungen gerechtfertigt ist.
3.1.2 Unabhängigkeitsgefährdende Sachverhalte
Nachdem im vorangegangen Kapitel die Ursachen für die Aufgabe der Unabhängigkeit modelltheoretisch erläutert wurden, sollen im Folgenden unabhängigkeitsgefährdende Sachverhalte aus der Prüfungspraxis dargestellt werden. Eine Möglichkeit der Kategorisierung dieser Tatbestände ist die Einteilung in personelle Verflechtungen, finanzielle Interessen, persönliche Beziehungen und die Verbindung von Beratung und Prüfung.
Personelle Verflechtungen liegen vor, wenn der Abschlussprüfer als Funktionsträger bei dem zu prüfenden Unternehmen agiert. Dabei kann er als gesetzlicher Vertreter (in der Geschäftsführung oder im Vorstand), Mitglied des Aufsichtsrats oder Angestellter des Unternehmens tätig sein. Eine Gefährdung der Unabhängigkeit liegt in diesem Kontext insbesondere vor, wenn der Abschlussprüfer direkt (Tätigkeit im Rechnungswesen) oder indirekt (Führungsposition mit Weisungsbefugnis gegenüber dem Rechnungswesen) an der Erstellung des Jahresabschlusses beteiligt ist.
Finanzielle Interessen könnte der Abschlussprüfer bei einer Kapitalbeteiligung an dem zu prüfenden Unternehmen verfolgen. Bei finanziellen Schwierigkeiten des zu prüfenden Unternehmens könnte er z.B. als gleichzeitiger Eigenkapitalgeber versuchen, die im Jahresabschluss dargestellte Geschäftslage zu seinen Gunsten zu fingieren und damit den Gläubigern Schaden zufügen. Ferner können finanzielle Interessen auch auf der Prüfungstätigkeit beruhen, wenn der Abschlussprüfer bei hoher Umsatzabhängigkeit darauf angewiesen ist, die bestehende Geschäftsbeziehung auch in Zukunft fortzuführen. In beiden Fällen, Kapitalbeteiligung und Umsatzabhängigkeit, könnte folglich die Unabhängigkeit des Prüfers beeinträchtigt sein.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problematik der Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers im Kontext von Bilanzskandalen dar und definiert das Ziel, die Vereinbarkeit von Abschlussprüfung und Beratung zu untersuchen.
2. Berufsbild des Wirtschaftsprüfers: Dieses Kapitel skizziert die Rolle des Wirtschaftsprüfers als Intermediär und beschreibt die Grundlagen der Abschlussprüfung sowie der zunehmend an Bedeutung gewinnenden Beratungstätigkeit.
3. Grundsatz der Unabhängigkeit: Hier werden theoretische Erklärungsansätze für Anreize zur Unabhängigkeitsaufgabe vorgestellt, Maßnahmen zu ihrer Wahrung diskutiert sowie die Vor- und Nachteile der Verbindung von Beratung und Prüfung analysiert.
4. Normativer Rahmen zur Wahrung der Unabhängigkeit: Das Kapitel bietet einen Überblick über nationale und internationale Regelungen (HGB, WPO, EU-Richtlinien, SOX, IFAC-Code) und analysiert deren Kompatibilität mit der Beratungsleistung.
5. Vereinbarkeit von Abschlussprüfung und Beratungstätigkeit in der Prüfungspraxis: Dieser Hauptteil analysiert durch quantitative Daten und qualitative Studien, ob eine parallele Beratung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers signifikant beeinträchtigt.
6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert die Reformpläne der EU, da empirisch keine zwingende Beeinträchtigung der Unabhängigkeit durch Beratung nachgewiesen werden konnte.
Wirtschaftsprüfer, Abschlussprüfung, Unabhängigkeit, Beratungstätigkeit, Interessenskonflikt, Unabhängigkeitsgrundsatz, Bilanzskandal, Prüfungshonorare, Bilanzpolitik, Sarbanes-Oxley Act, EU-Regulierung, Wissensspillover, Transparenzbericht, Prüfungspraxis, Prüfungsqualität.
Die Arbeit analysiert, ob Wirtschaftsprüfer aufgrund ihrer Beratungstätigkeit für ihre Prüfungsmandanten in einen Interessenskonflikt geraten und ob dadurch die Unabhängigkeit der Abschlussprüfung gefährdet ist.
Zentrale Felder sind die Rolle des Wirtschaftsprüfers, die theoretischen Ursachen für eine Unabhängigkeitsgefährdung, der bestehende rechtliche Rahmen in Deutschland und international sowie eine empirische Untersuchung der Vereinbarkeit von Beratung und Prüfung.
Ziel ist es, anhand theoretischer Grundlagen und empirischer Studien zu ermitteln, ob eine strikte Trennung von Beratungs- und Prüfungsleistungen notwendig ist, oder ob die aktuelle Gesetzgebung bereits ausreicht.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Modelle und rechtlicher Normen sowie eine quantitative Auswertung von Transparenzberichten führender Prüfungsgesellschaften zur Analyse der Honorarstrukturen.
Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Unabhängigkeitssurrogate (wie diskretionäre Accruals) und der Auswertung von Studien, die untersuchen, ob Beratungsumsätze tatsächlich zu einer messbaren Beeinträchtigung der Prüfungsqualität führen.
Wirtschaftsprüfer, Unabhängigkeit, Abschlussprüfung, Beratungstätigkeit, Interessenskonflikt, Bilanzpolitik und EU-Regulierung.
Der Autor steht den weitreichenden Reformplänen, insbesondere einem generellen Beratungsverbot, kritisch gegenüber, da empirische Studien die Beeinträchtigung der Unabhängigkeit durch Beratung nicht eindeutig nachweisen können.
Das Urteil stellt fest, dass die Verbindung von Beratung und Prüfung zulässig bleibt, solange die Beratung nur Empfehlungen gibt und die Entscheidungskompetenz beim Mandanten verbleibt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

