Masterarbeit, 2012
95 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund und Konzeptspezifikation
2.1 Abgrenzung von Sachbildern zu anderen Anschauungsmitteln
2.2 Vorstellungen - oder das Bild im Kopf
2.2.1 Mentale Vorstellungen
2.2.2 Mathematische Grundvorstellungen zur Multiplikation
3 Bisherige Befunde und deren Bedeutung für die eigene Untersuchung
4 Darstellung des Untersuchungsdesigns
4.1 Hypothesen und deren Operationalisierung
4.2 Erhebungsmethoden und Ablauf der Datenerhebung
4.3 Auswahl der Sachbilder
4.4 Beschreibung der Stichprobe
4.5 Datenerfassung und -auswertung
5 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
5.1 Die Wirkung verschiedener Eigenschaften der Sachbilder
5.1.1 Die Bedeutung der räumlich-simultanen Darstellung
5.1.2 Die gestalterische Komplexität der Sachbilder
5.1.3 Die Deutlichkeit von Handlungsabläufen
5.1.4 Der Unterschied zwischen Multiplikator und Multiplikand
5.2 Das Übersetzen der bildlichen Darstellung in andere Repräsentationsebenen
5.2.1 Verbale Beschreibungen und Rechengeschichten
5.2.2 Handelnde Umsetzung mit unstrukturiertem Material
5.2.3 Nennung passender Terme - Zur Ein- und Mehrdeutigkeit der Sachbilder
5.2.4 Der flexible Wechsel zwischen den Repräsentationsebenen
5.3 Zusammenfassende Interpretation der Untersuchungsergebnisse im Hinblick auf die Forschungshypothesen
6 Resümee und Ausblick
6.1 Methodische Schwächen der Untersuchung
6.2 Offene Fragen für die weitere Forschung
6.3 Fazit und Kommentar zur Stellung von Sachbildern im Mathematikunterricht
Die Masterarbeit untersucht exemplarisch, wie Sachbilder mit multiplikativen Strukturen in Mathematikschulbüchern der Grundschule die Entwicklung von Vorstellungen zur Multiplikation bei Schülern unterstützen und welche Rolle dabei statische gegenüber dynamischen Darstellungen spielen.
5.1.1 Die Bedeutung der räumlich-simultanen Darstellung
Sowohl die direkte Beurteilung der Sachbilder durch die Schüler im zweiten Interviewteil als auch das Antwortverhalten während der ersten Gesprächshälfte haben gezeigt, dass die Kinder mehrheitlich statische Darstellungen der Multiplikation bevorzugen. Auch scheint diese Art von Sachbildern für sie etwas eindeutiger zu sein (zur Ein- und Mehrdeutigkeit der Sachbilder im Detail siehe Kap. 5.3, S.50ff). Dabei spielt bei der Gestaltung der Bilder die räumliche Anordnung der Elemente eine maßgebliche Rolle, damit die Kinder eine nachvollziehbare Multiplikationsaufgabe erkennen können.
Mussten die Schüler selbst entscheiden, welches Bild für die Veranschaulichung der Multiplikation geeignet ist, bezogen sich viele bei allen drei statischen Operationsdarstellungen auf die strukturierte Gestaltung und das Erfassen der Dinge auf einen Blick.
Elisa: [bezieht sich auf Bild C] Na, weil, also hier sieht man es auch viel besser. Hier stehen die drei Becher jetzt. Und das sind ja drei Stapel. Also mit jeweils drei Bechern. Und da ist mir halt die Malaufgabe am schnellsten eingefallen.
Josefine: [bezieht sich auf Bild D] Weil in einer Reihe sind ja die vier Zitronen drin. Da kann man ja gleich vier mal zwei rechnen. Weil es vier Zitronen in einer Reihe sind und es zwei Stück davon gibt.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema der Anschauungsmittel im Mathematikunterricht und Definition der Forschungsfrage.
2 Theoretischer Hintergrund und Konzeptspezifikation: Abgrenzung von Sachbildern und Erläuterung mathematischer Grundvorstellungen zur Multiplikation.
3 Bisherige Befunde und deren Bedeutung für die eigene Untersuchung: Überblick über existierende Studien zu Bildern in Schulbüchern und Ableitung der eigenen Forschungsinteressen.
4 Darstellung des Untersuchungsdesigns: Detaillierte Beschreibung der Hypothesenbildung, Erhebungsmethodik mittels Interviews und Auswahl der Bildmaterialien.
5 Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse: Analyse der Schüleräußerungen hinsichtlich Bildwirkung, Handlungsdeutlichkeit und Repräsentationsebenen.
6 Resümee und Ausblick: Kritische Reflexion der methodischen Schwächen, Diskussion offener Forschungsfragen und ein Fazit zum Einsatz von Sachbildern.
Sachbilder, Mathematikunterricht, Multiplikation, Grundschule, Anschauungsmittel, Repräsentationsebenen, Grundvorstellungen, Statische Darstellung, Dynamische Darstellung, Leitfadeninterview, Vorstellungsbilder, Mathematische Struktur, Operieren, Schulbuchanalyse, Bildinterpretation.
Die Arbeit untersucht, wie Sachbilder in Mathematikschulbüchern für die Grundschule genutzt werden, um Schülern zu helfen, mathematische Operationen – speziell die Multiplikation – zu verstehen.
Im Fokus stehen die Rolle von Sachbildern als Veranschaulichungsmittel, der Vergleich zwischen statischen und dynamischen Darstellungen und die Entwicklung mathematischer Vorstellungen bei Kindern.
Ziel ist es zu klären, wie Sachbilder mit multiplikativen Strukturen Grundschüler bei der Entwicklung tragfähiger Vorstellungen zur Multiplikation unterstützen können.
Die Arbeit nutzt als Kern ein materialgestütztes Leitfadeninterview mit 32 Grundschülern, kombiniert mit einer Inhaltsanalyse der Aussagen und einer ergänzenden Lehrerbefragung.
Der Hauptteil gliedert sich in das Untersuchungsdesign, die detaillierte Darstellung und Interpretation der Ergebnisse zu Bildereigenschaften, Repräsentationsebenen und die abschließende Hypothesenprüfung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sachbilder, Multiplikation, Grundvorstellungen, Repräsentationsebenen und mathematisches Verständnis im Grundschulalter charakterisieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass statische Bilder oft eine klarere räumlich-simultane Struktur bieten, die es den Kindern erleichtert, Mengen auf einen Blick zu erfassen, wohingegen dynamische Bilder oft komplexer wirken.
Obwohl statische Bilder von Kindern bevorzugt werden, betont die Autorin, dass Mathematiklehrer dennoch den Handlungsaspekt fördern sollten, um von der rein ikonischen Ebene zur tieferen mathematischen Abstraktion zu gelangen.
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