Bachelorarbeit, 2008
34 Seiten, Note: Sehr gut
1 Einleitung
1.1 Gang der Arbeit
1.2 Persönliche Würdigung
2 Zuordnung der Finanzierungsformen
2.1 Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung
3 Darlehen
3.1 Tilgungsformen
3.1.1 Endfälliges Darlehen
3.1.2 Annuitätendarlehen
3.1.3 Tilgungsdarlehen
3.2 Verzinsung
3.3 Förderungen in der Gründungsphase
3.4 Kreditkosten
3.5 Kreditwürdigkeit und Sicherheiten
4 Schuldscheindarlehen
4.1 Voraussetzungen und Begrifflichkeiten
4.2 Direktes Schuldscheindarlehen
4.3 Indirektes Schuldscheindarlehen
4.4 Fristigkeiten
4.5 Sicherheiten
4.6 Kosten
5 Obligationen
5.1 Voraussetzungen zur Emission
5.2 Das Rating
5.3 Tilgungsformen
5.3.1 Endfällige Kuponanleihe
5.3.2 Serienanleihe
5.3.3 Freihändiger Rückkauf
5.4 Verzinsung
5.4.1 Fixzinsanleihe
5.4.2 Variabel verzinste Anleihen
5.4.3 Nullkuponanleihe
5.5 Kursfindung
5.6 Besicherung
5.7 Stückelung
5.8 Kosten
5.9 Sonderformen
6 Gegenüberstellung
7 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht verschiedene langfristige Fremdfinanzierungsinstrumente vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Veränderungen und volatiler Kapitalmärkte. Ziel ist es, Darlehen, Schuldscheindarlehen und Obligationen in ihrer Struktur zu analysieren, ihre spezifischen Anwendungsbereiche zu erläutern und sie hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Unternehmensgrößen und Finanzierungsbedarfe vergleichend gegenüberzustellen.
3.5 Kreditwürdigkeit und Sicherheiten
Durch die Bestimmungen von Basel II wurden Kreditinstitute verpflichtet, vor der Kreditvergabe den Kreditnehmer objektiv zu bewerten, um Risiken einschätzen und erkennen zu können. Dazu ist es notwendig, den Darlehensantragsteller einer Kreditwürdigkeitsprüfung zu unterziehen. Zu diesem Zweck wird er zunächst aus quantitativer, messbarer Sicht beurteilt, was bedeutet, dass versucht wird, das Unternehmen mit Hilfe betriebswirtschaftlicher Kennzahlen zu bewerten und Daten des Rechnungswesen zu sammeln und auszuwerten.
Weiters spielt es aber auch eine große Rolle, wie das Unternehmen mit dem Kreditgeber kommuniziert und auch, wie es innerhalb seiner Branche mit den Mitbewerbern in Konkurrenz steht. Diese Daten fließen in eine qualitative Beurteilung des Unternehmens ein und stellen so die zweite Säule der Kreditwürdigkeitsprüfung dar. Mögliche Informationsquellen können der Jahresabschluss, Planrechnungen, private oder öffentliche Register wie Kreditorenschutzverbände oder Grundbuch, aber auch bankinterne Beobachtungen und Aufzeichnungen sein. Die gesammelten Daten sind Basis, um das kreditansuchende Unternehmen in eine Risikoklasse einzuordnen.
Um den Kredit in Folge auch vergeben zu können, werden von den Kreditinstituten in der Regel auch verschiedenste Sicherheiten verlangt, um einen eventuellen Ausfall abzusichern. Es besteht die Möglichkeit, eine sogenannte dingliche Sicherheit, also eine Sicherstellung durch eine Sache zur Verfügung zu stellen. In den meisten Fällen geschieht das durch Grundstücke (Hypothek) oder durch wertvolle Gegenstände oder Wertpapiere (Pfandrecht). Es ist auch üblich, eine Forderung als Sicherstellung an den Kreditgeber abzutreten (Zession). Neben Sachsicherheiten können auch Personalsicherheiten gestellt werden. Eine bekannte Form ist die Bürgschaft, bei der ein Dritter zur Zahlung verpflichtet werden kann. Bei Unternehmensverbänden kommt es auch oft vor, dass Muttergesellschaften eine Patronatserklärung abgeben, um die Kreditwürdigkeit einer Tochtergesellschaft zu verbessern. Jede Besicherung, egal in welcher Form, ist für das Unternehmen positiv, weil dadurch Risikozuschläge in der Verzinsung reduziert werden können.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Auswirkungen der Finanzkrise und die daraus resultierende Notwendigkeit für Unternehmen, sich über alternative langfristige Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren.
2 Zuordnung der Finanzierungsformen: Dieses Kapitel identifiziert die Kreditfinanzierung innerhalb der betriebswirtschaftlichen Finanzierungsstruktur und grenzt die Fremdfinanzierung anhand der rechtlichen Stellung der Kapitalgeber von der Eigenfinanzierung ab.
3 Darlehen: Der Fokus liegt auf der Urform der Fremdfinanzierung, wobei verschiedene Tilgungsformen, Zinsmodelle, Fördermöglichkeiten in der Gründungsphase sowie die Kriterien der Bonitätsprüfung und Besicherung behandelt werden.
4 Schuldscheindarlehen: Es wird die Rolle von Versicherungsgesellschaften als alternative Kapitalgeber sowie die Unterscheidung zwischen direkten und indirekten Schuldscheindarlehen inklusive deren Kosten- und Fristenstruktur erläutert.
5 Obligationen: Dieses Kapitel widmet sich der Kapitalbeschaffung durch Anleihen, erläutert die Voraussetzungen für eine Emission, die Bedeutung des Ratings sowie diverse Verzinsungs- und Tilgungsarten.
6 Gegenüberstellung: Eine systematische Vergleichsanalyse der drei behandelten Finanzierungsinstrumente anhand von Parametern wie Laufzeit, Volumen, Publizitätspflichten und Kosten.
7 Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass trotz der Vielfalt an Alternativen das klassische Bankdarlehen weiterhin eine zentrale Rolle einnimmt, während Obligationen für sehr hohe Volumina vorbehalten bleiben.
Langfristige Fremdfinanzierung, Bankdarlehen, Schuldscheindarlehen, Obligationen, Unternehmensanleihen, Tilgungsformen, Kreditwürdigkeit, Rating, Besicherung, Finanzierungsarten, Kapitalmarkt, Basel II, Zinsbelastung, Investition, Bonität.
Die Bakkalaureatsarbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Rahmenbedingungen der langfristigen Fremdfinanzierung für Unternehmen, wobei der Fokus auf den Instrumenten Darlehen, Schuldscheindarlehen und Obligationen liegt.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Fremd- und Eigenkapital, die spezifischen Gestaltungsmöglichkeiten bei der Tilgung und Verzinsung der verschiedenen Instrumente sowie die Anforderungen an die Bonität und Besicherung der Unternehmen.
Das Ziel ist es, Unternehmen eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten, um je nach Größe, Kapitalbedarf und Bonität die am besten geeignete Form der langfristigen Fremdfinanzierung zu wählen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, die durch die systematische Gegenüberstellung der Finanzierungsinstrumente und die Verwendung von Berechnungsbeispielen (Tilgungspläne) ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung und Analyse der drei Finanzierungsformen (Darlehen, Schuldscheindarlehen, Obligationen) inklusive deren Vor- und Nachteilen, Kostenstrukturen und regulatorischen Besonderheiten.
Wichtige Begriffe sind Fremdfinanzierung, Bonität, Rating, Anleihe, Schuldscheindarlehen, Zinsgleitklauseln, Besicherung und Kapitaleffizienz.
Ein Rating durch spezialisierte Agenturen ist bei börsenotierten Obligationen in der Regel Pflicht, da es als objektive Beurteilungsgrundlage für Investoren dient und somit das Vertrauen stärkt, was wiederum Zinszuschläge reduzieren kann.
Die Bonität ist das zentrale Kriterium für den Zugang zu Fremdkapital. Während sie beim Bankdarlehen intern geprüft wird, erfordern Anleihen oft externe Ratings, wobei eine bessere Bonität jeweils zu günstigeren Konditionen führt.
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