Bachelorarbeit, 2013
38 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Das Bild der Frau im Islam
2.1 Die Stellung der Frau in der vorislamischen Zeit
2.2 Die Stellung der Frau im Koran
2.3 Die Stellung der Frau in der Gesellschaft
2.3.1 Die Verschleierung der Frauen im Islam
2.3.2 Ausbildung und Ausübung eines Berufes
2.4 Die Stellung der Frau in der Familie
2.4.1 Die Eheschließung und die Pflichten
2.4.2 Polygamie
2.4.3 Ehescheidung
3. Kurze Zusammenfassung
4. Islam in Russland
4.1 Die Muslime zur Zeit der Sowjetunion
4.1.1 „Offizieller“ und „Schattenislam“
4.1.2 Islam in der sowjetischen Stadt Jaroslawl
4.2 „Islamische Renaissance“
4.2.1 Islam im postsowjetischen Tatarstan
4.3 Probleme der Gegenwart
5. Muslimische Frauen in Russland
5.1 Muslimische Frauen in Usbekistan
5.1.1 Gleichstellung der usbekischen Frau
5.2 Muslimische Frauen in Kasanj
5.3 Die Kopftuchdiskussion in Russland
5.3.1 Mit Hijab in einer Metropole
5.3.2 Konvertierte Frauen Moskaus
6. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Bild der muslimischen Frau im Koran sowie die sozio-religiöse Situation muslimischer Frauen in Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion, wobei ein besonderer Fokus auf den Unterschieden zwischen den Regionen Usbekistan und Tatarstan liegt.
2.3.1 Die Verschleierung der Frauen im Islam
Die Verschleierung und Abschirmung von Frauen hat sich zum festen Bestandteil islamischer Kultur entwickelt, obgleich der Koran dies an keiner Stelle ausdrücklich vorschreibt:
O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Tücher tief über sich ziehen. Das ist besser, damit sie erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist allverzeihend, barmherzig (Sure 33: 60).23
Die Tatsache, dass "der Schleier" im Koran nicht exakt definiert wurde, führte schon zu Debatten darüber, wie sich die Frau islamisch korrekt zu verhüllen hat. Tatsächlich existiert bis zum heutigen Tag kein einheitliches Bekleidungsgebot, was dazu führte, dass sich vielfältige, historisch und regional variierende Verschleierungsformen herausbildeten. Grundsätzlich wird zwischen Gesichts-, Kopf- und Körperschleier unterschieden, jedoch ergeben sich weitere Differenzierungen hinsichtlich Form, Material und Farbe des Schleiers. "Diskutiert wird in erster Linie, welche Teile des weiblichen Körpers zu bedecken sind, um den Vorschriften an eine islamische Lebensweise gerecht zu werden. Dies kann neben Gesicht, Hals, Haaren und Füßen auch die Augen beinhalten"24.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet Vorurteile gegenüber muslimischen Frauen und umreißt die Struktur der Arbeit, die von der theoretischen Betrachtung im Islam bis zur modernen Situation in Russland reicht.
2. Das Bild der Frau im Islam: Dieses Kapitel analysiert die Rolle der Frau im Koran, Hadithen und der Tradition, wobei Themen wie Ehe, Verschleierung und berufliche Bildung behandelt werden.
3. Kurze Zusammenfassung: Eine knappe Zwischenbilanz des ersten Teils, die betont, dass die Diskriminierung von Frauen oft auf Fehlinterpretationen der Religion basiert.
4. Islam in Russland: Untersuchung der Situation von Muslimen in Russland von der Sowjetzeit bis zur "islamischen Renaissance" nach dem Zerfall der UdSSR.
5. Muslimische Frauen in Russland: Detaillierte Analyse der Lebensrealitäten von Frauen in Usbekistan und Tatarstan sowie der Kopftuch- und Konvertierungsproblematik.
6. Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung, die die Erkenntnisse zu regionalen Unterschieden und den Herausforderungen moderner muslimischer Frauen in Russland zusammenführt.
Islam, Muslimische Frau, Russland, Koran, Hijab, Kopftuch, Usbekistan, Tatarstan, Sowjetunion, Schattenislam, Islamische Renaissance, Frauenrechte, Konvertierte Frauen, Gesellschaft, Religion.
Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche und religiöse Stellung der muslimischen Frau, ausgehend von islamischen Quellen bis hin zur konkreten Situation in Russland.
Zu den Kernpunkten gehören das Frauenbild im Koran, die historische Entwicklung des Islams in Russland sowie der aktuelle Umgang mit religiösen Identitäten wie dem Tragen des Kopftuchs.
Das Ziel ist es, ein differenziertes Bild muslimischer Frauen in Russland zu zeichnen und zu verstehen, wie religiöse und soziale Ansichten deren Stellung in verschiedenen Gesellschaften prägen.
Es handelt sich um eine qualitative Arbeit, die auf der Analyse von Korantexten, Hadithen, historischen Dokumenten und zeitgenössischer Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil behandelt die historische Auslebung des Islams unter sowjetischer Herrschaft, das Wiederaufleben der Religion nach 1991 und die spezifischen Lebensbedingungen von Frauen in den Regionen Usbekistan und Tatarstan.
Zentrale Begriffe sind Islam, Frauenrechte, Kopftuch, Russland, Usbekistan, Tatarstan, Konversion und Säkularisierung.
Usbekistan dient als Fallbeispiel für eine strengere staatliche Reglementierung der religiösen Auslebung, was einen spannenden Kontrast zum tatarischen Modell in Russland darstellt.
Die Organisation wird als Beispiel für das wachsende zivilgesellschaftliche Engagement muslimischer Frauen in Russland und deren Beitrag zur Stärkung der Rolle der Frau hervorgehoben.
Die Arbeit zeigt, dass konvertierte Frauen oft zwischen gesellschaftlichem Druck und dem Wunsch nach einer gelebten religiösen Identität navigieren, wobei sie häufig eigene Wege der beruflichen und privaten Entfaltung suchen.
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