Bachelorarbeit, 2013
64 Seiten, Note: 1,7
1 GRUNDLEGENDES ZUM JAHRESABSCHLUSS
2 E-BILANZ – EIN BAUSTEIN DES E-GOVERNMENT
2.1 GESETZLICHE BASIS
2.2 EINFÜHRUNGS- UND ÜBERGANGSFRISTEN
2.3 HÄRTEFALLREGELUNG
2.4 ÜBERMITTLUNGSVARIANTEN NACH BILANZIERUNGSART
2.4.1 Kontenlösung
2.4.2 Ledgerlösung
2.4.3 Buchungskreislösung
3 TAXONOMIEN
3.1 MODULE
3.1.1 Stammdaten-Modul (GCD-Modul)
3.1.2 Jahresabschluss-Modul (GAAP-Modul)
3.1.3 Steuerrechtliche Notwendigkeit der Übermittlung
3.2 MAPPING
3.2.1 Kardinalität
3.2.2 Mapping-Strategien
4 UMSETZUNG DER E-BILANZ IM SAP-SYSTEM AM BEISPIEL DES MODELLUNTERNEHMENS IDES AG
4.1 STANDARDERWEITERUNG FÜR DIE E-BILANZ
4.2 VORBEREITUNG DES SAP SYSTEMS DURCH SYSTEMWARTUNG
4.2.1 Wartungsinstrumente und Wartungsstrategien
4.2.2 SAP Notes
4.3 SAP-SYSTEMLANDSCHAFT DER HS COBURG
4.4 UMSETZUNGSOPTIONEN IN SAP
4.4.1 SAP BusinessObjects Disclosure Management
4.4.2 SAP ERP Client für E-Bilanz
4.4.3 SAP ERP + Fremdsystem
4.5 MAPPING AM BEISPIEL DER IDES AG
4.5.1 Mapping-„Fahrplan“
4.5.2 Beispiel 1 Bilanz > Aktiva > Umlaufvermögen > Forderungen aus Liefer. & Leistung.
4.5.3 Beispiel 2 GuV > … > Personalaufwand
4.5.4 Beispiel 3 Bilanz > Aktiva > Umlaufvermögen > Vorräte > Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
4.5.5 Beispiel 4 GuV > … > Umsatzerlöse
5 TECHNISCHE UMSETZUNG DER DATENÜBERMITTLUNG
5.1 DATENAUSTAUSCHFORMAT-EXTENSIBLE BUSINESS REPORTING LANGUAGE (XBRL)
5.2 SCHNITTSTELLE ZUR DATENÜBERTRAGUNG
6 FAZIT
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Anforderungen bei der Umsetzung der elektronischen Bilanz (E-Bilanz) innerhalb von SAP-Systemen. Ziel ist es, ein Verständnis für die technischen Verfahren, die notwendige Datenmodellierung mittels Taxonomien sowie die strategischen Optionen für Unternehmen bei der Einführung zu schaffen.
3.2.2 Mapping-Strategien
Die Mapping-Strategien, häufig auch als Compliance-Level bezeichnet, beschreiben den Erfüllungsgrad der eingereichten Bilanz. Der Erfüllungsgrad ist das Verhältnis der von der Finanzbehörde angeforderten und den vom Unternehmen übermittelten Daten. Den Unternehmen steht frei, welche der drei nachfolgend beschriebenen Strategien sie anwenden wollen.
Minimalstrategie: Das GCD-Modul setzt sich aus 544 Positionen zusammen. Da es sich um eine hierarchische Struktur handelt, reduziert sich die Anzahl der ausfüllbaren Positionen um die, die lediglich einem Knoten innerhalb der Baumstruktur entsprechen. Betrachtet man dann wiederum nur die Mussfelder, bleiben 56 Positionen übrig. Sie müssen bei der Datenübermittlung zwingend gefüllt sein und bilden somit den Mindestumfang, die Minimalstrategie. Das GAAP-Modul der Kerntaxonomie 5.1 enthält allein 448 Mussfelder und 104 Summenmussfelder in Bilanz und GuV. Durch Ausnutzung aller Auffangpositionen kann der Aufwand für das Unternehmen erheblich minimiert werden, wie die in Kap. 4.5 folgenden Beispiele verdeutlichen werden. Allerdings steigt dadurch die Wahrscheinlichkeit von Rückfragen oder einer Prüfung durch das Finanzamt deutlich.
Maximalstrategie: Maximalstrategie bedeutet alle Mussfelder zu füllen, keine Auffangpositionen zu nutzen, die erwünschten Kontennachweise zu erbringen und Positionen ohne fiscalRequirement mit Werten zu füllen, sofern die Daten dafür vorliegen. So wird der vom Finanzamt gewünschte Detaillierungsgrad erfüllt und Rückfragen sind weitgehend auszuschließen. Soll eine nachträgliche Prüfung a priori vermieden werden, ist es ratsam diese Maximalstrategie zu verfolgen. Stehen die Daten ohnehin, aufgrund noch weiterführender Berichterstattungspflichten für andere Zwecke zur Verfügung, kann das Unternehmen den Anforderungen der E-Bilanz umfassend, ohne zusätzlichen Aufwand, nachkommen. Liegen die Daten allerdings bislang nicht in der geforderten Detaillierung vor, müssen im Sinne der Maximalstrategie, der Kontenplan erweitert und neue Konten eingeführt werden.
Neutralstrategie: Die Neutralstrategie ist ein Kompromiss aus beiden Strategien, die unterschiedliche Ausprägung haben kann. Eine denkbare Ausprägung wäre, dass die Finanzbehörde alle zwingend anzugebenden Daten erhält und die gewünschten Kontennachweise mitgeliefert werden. Die Auffangpositionen werden kaum verwendet und in die Positionen ohne spezielle Übermittlungsanforderung wird ebenfalls nichts eingetragen und übermittelt. Bei dieser Strategie stehen insbesondere Kapazitäts und Kostenaspekte im Vordergrund.
1 GRUNDLEGENDES ZUM JAHRESABSCHLUSS: Einführung in die buchhalterischen und rechtlichen Grundlagen des Jahresabschlusses und dessen Funktionen für verschiedene Interessengruppen.
2 E-BILANZ – EIN BAUSTEIN DES E-GOVERNMENT: Erläuterung der gesetzlichen Anforderungen, Fristen und Übermittlungsvarianten der E-Bilanz als Bestandteil der modernen Finanzverwaltung.
3 TAXONOMIEN: Detaillierte Analyse des Aufbaus und der Struktur von Taxonomien, einschließlich der Modularten und der Anforderungen an das Mapping von Konten.
4 UMSETZUNG DER E-BILANZ IM SAP-SYSTEM AM BEISPIEL DES MODELLUNTERNEHMENS IDES AG: Praktische Untersuchung der SAP-Systemvoraussetzungen, Wartungskonzepte und spezifischer Umsetzungsoptionen am Beispiel eines Modellunternehmens.
5 TECHNISCHE UMSETZUNG DER DATENÜBERMITTLUNG: Erläuterung der technischen Anforderungen an das Datenaustauschformat XBRL und die Schnittstelle ERiC für die erfolgreiche Übermittlung.
6 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, insbesondere zur Bedeutung der Mapping-Strategien und der prozessoptimierenden Vorteile durch SAP-Lösungen.
E-Bilanz, SAP, XBRL, Taxonomie, Mapping, Jahresabschluss, Finanzbehörde, HGB, Buchhaltung, GCD-Modul, GAAP-Modul, Compliance, Datenübermittlung, ERiC, IDES AG
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Evaluierung der Umsetzung der elektronischen Bilanz (E-Bilanz) in SAP-ERP-Systemen am Beispiel eines Modellunternehmens.
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Grundlagen, der Aufbau der XBRL-Taxonomien, die verschiedenen Mapping-Strategien sowie die technischen Optionen zur Implementierung in SAP.
Ziel ist es, die technischen Verfahren zur E-Bilanz-Erstellung mittels SAP zu evaluieren und praktische Lösungswege für das Mapping von Konten aufzuzeigen.
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der rechtlichen und technischen Grundlagen, ergänzt durch eine praktische Analyse und exemplarische Mapping-Beispiele am Modellunternehmen IDES AG.
Der Hauptteil analysiert die Systemvoraussetzungen in SAP, die Nutzung von Wartungsinstrumenten wie SAP Notes und die verschiedenen Umsetzungsoptionen wie Disclosure Management oder den SAP ERP Client.
Schlüsselbegriffe sind E-Bilanz, SAP, XBRL, Taxonomie, Mapping und die strategische Ausrichtung der Compliance-Level (Minimal-, Maximal- und Neutralstrategie).
Das Mapping ist der wichtigste Vorbereitungsschritt, da hierbei die betrieblichen Konten in die vorgegebene Taxonomiestruktur der Finanzverwaltung überführt werden müssen.
Die Wahl zwischen Minimal-, Maximal- oder Neutralstrategie entscheidet über den Grad der Detailtiefe, den administrativen Aufwand und die Wahrscheinlichkeit für Rückfragen durch die Finanzbehörde.
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