Masterarbeit, 2013
59 Seiten
1. Einleitung
2. Konzeption und Prinzipien des Islamic Banking
2.1 Der Islam
2.1.1 Grundlagen des Islams
2.1.2 Das islamische Wirtschaftssystem
2.1.3 Das Rechtssystem im Islam
2.2 Das Islamic Banking
2.2.1 Prinzipien des Islamic Banking
2.2.2 Scharia-Boards und wichtige Institutionen im Überblick
3. Ansätze des Risikomanagements im Islamic Banking
3.1 Darstellung der Risiken islamischer Banken
3.1.1 Generische Risiken
3.1.2 Spezifische Risiken
3.2 Herausforderungen für das Risikomanagement
3.2.1 Risikomanagement-Standards
3.2.2 Liquiditätsmanagement
4. Sukuk als Instrument zur Minimierung des Liquiditätsrisikos
4.1 Theoretische Grundlagen von Sukuk
4.1.1 Definition und wichtige Merkmale
4.1.2 Allgemeine Struktur und Arten von Sukuk
4.1.3 Der Sukuk-Markt
4.2 Herausforderungen bei Sukuk-Instrumenten
4.2.1 Risiken von Sukuk
4.2.2 Pricing
4.3 Einsatz von Sukuk am Sekundärmarkt
4.3.1 Bedeutung des Sukuk-Handels für das Liquiditätsmanagement
4.3.2 Handelbarkeit der Sukuk-Arten
4.3.3 Bedingungen für einen liquiden Sekundärmarkt
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die Eignung von Sukuk als Finanzinstrument zur Reduzierung des Liquiditätsrisikos islamischer Banken. Dabei wird untersucht, wie diese Instrumente helfen können, das Fehlen liquider Sekundärmärkte im Islamic Banking zu kompensieren und ein effizienteres Liquiditätsmanagement zu ermöglichen.
4.1.1 Definition und wichtige Merkmale
Der Begriff „Sukuk“ ist die Pluralform des arabischen Wortes „Sakk“, das wörtlich übersetzt „Zertifikat“ bedeutet. Die Sukuk werden auch als „islamische Bonds“ bezeichnet. Sie zertifiziert den Inhabern Eigentumsrechte an einem zugrunde liegenden Vermögensgegenstand, die einen ungeteilten Anspruch auf den Anteil an einem Basiswert repräsentieren (Iqbal und Mirakhor 2011, S. 184). Dabei erwirbt ein Emittent einen Vermögensgegenstand und erhält die Treuhänderschaft für diesen. Anschließend emittiert er Sukuk-Zertifikate an Investoren.
Die Mittel aus der Sukuk-Emission werden zur Refinanzierung der Zahlungsverpflichtungen für den Vermögensgegenstand verwendet. Die Zertifikateinhaber erlangen damit das Miteigentum an dem zugrunde liegenden Vermögensgegenstand und erhalten als Gegenzug eine anteilige Beteiligung aus den Erträgen. Die Erträge ergeben sich aus dem zugrunde liegenden Vermögensgegenstand. Die Sukuk können nur auf Grundlage eines anderen islamischen Vertragsmodells, das die Erträge für die Couponzahlungen an die Investoren generiert, strukturiert werden (Momen 2010, S. 36).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das starke Wachstum des Islamic Banking und identifiziert das Liquiditätsrisiko sowie das Fehlen eines liquiden Sekundärmarktes als zentrale Herausforderungen für islamische Banken.
2. Konzeption und Prinzipien des Islamic Banking: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Islams sowie das daraus resultierende Wirtschafts- und Rechtssystem und stellt die zentralen Prinzipien des Islamic Banking vor, einschließlich des Zinsverbots und des Profit-and-loss-sharing.
3. Ansätze des Risikomanagements im Islamic Banking: Hier werden das Risikoprofil islamischer Banken analysiert, generische von spezifischen Risiken abgegrenzt und die Herausforderungen bei der Implementierung einheitlicher Risikomanagement-Standards diskutiert.
4. Sukuk als Instrument zur Minimierung des Liquiditätsrisikos: Das Kapitel analysiert Sukuk als Instrument zur Liquiditätssteuerung, beleuchtet deren theoretische Grundlagen, Marktentwicklung, spezifische Risiken und die Bedingungen für einen funktionierenden Sekundärmarkt.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die Hauptergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur Etablierung eines liquiden Sekundärmarktes im islamischen Finanzwesen.
Islamic Banking, Risikomanagement, Sukuk, Liquiditätsrisiko, Scharia, Zinsverbot, Sekundärmarkt, Profit-and-loss-sharing, Finanzinstrumente, Islamisches Wirtschaftssystem, Risikoprofil, Liquiditätsmanagement, Standardisierung, Scharia-Konformität, Anleihen.
Die Arbeit untersucht, wie islamische Banken ihr Liquiditätsrisiko minimieren können, insbesondere durch den Einsatz von Sukuk-Instrumenten auf einem zu etablierenden liquiden Sekundärmarkt.
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen des Islamic Banking, die spezifischen Risiken islamischer Banken sowie die Struktur, Risiken und Handelbarkeit von Sukuk-Finanzinstrumenten ab.
Das Hauptziel besteht darin zu analysieren, inwieweit Sukuk als Instrument geeignet sind, das Liquiditätsrisiko islamischer Banken effektiv zu reduzieren.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung der Fachliteratur und einschlägiger Standards basiert.
Im Hauptteil werden das Risikoprofil islamischer Banken, die verschiedenen Arten und Strukturen von Sukuk sowie die Hindernisse und Voraussetzungen für einen liquiden Sekundärmarkt detailliert erörtert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Islamic Banking, Sukuk, Risikomanagement, Scharia, Liquiditätsrisiko und Sekundärmarkt charakterisieren.
Aufgrund des Zinsverbots und der Scharia-Anforderungen können sie keine konventionellen, zinsbasierten Instrumente oder Derivate zur kurzfristigen Liquiditätsbeschaffung nutzen, was zu einem hohen Bargeldbestand führt.
Während eine konventionelle Anleihe eine reine Schuldverschreibung darstellt, basieren Sukuk auf einem realen Vermögensgegenstand, an dem der Investor Miteigentum erwirbt, wodurch sie eher einem Eigenkapitalinstrument gleichen.
Jedes Sukuk muss schariakonform strukturiert sein; das Fehlen globaler Standards und unterschiedliche Rechtsauslegungen führen jedoch zu einem Scharia-Nichtkonformitätsrisiko.
Dies liegt an der Buy-and-Hold-Kultur der Investoren, mangelnder Standardisierung, einer geringen Anzahl verschiedener Laufzeiten und regulatorischen Herausforderungen in den jeweiligen Märkten.
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