Magisterarbeit, 2013
90 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
Gegenstand und Ziel der Untersuchung
Aufbau der Untersuchung
1. Theoretische Begründung der Direktinvestitionen
1.1 Definition und Klassifizierung
1.2 Grundlegende theoretische Ansätze der Direktinvestitionen
1.2.1 Die Monopol-Theorie von Hymer und Kindleberger
1.2.2 Die Theorie des oligopolistischen Parallelverhaltens von Knickenbocker
1.2.3 Die Behavioristische Theorie von Aharoni
1.2.4 Perlitz‘ Erklärungsansatz der Direktinvestitionen im Ausland infolge von Handelsschranken
1.2.5 Teschs Erklärungsansatz der Direktinvestitionen im Ausland mit Hilfe der Standorttheorie
1.2.6 Die eklektische Theorie von Dunning
1.3 Motive für Direktinvestitionen
1.4 Internationalisierungsstufen, Rechtsform und brandspezifischer Art des Markteintritts
1.4.1 Stufenkonzept der Internationalisierung
1.4.2 Rechtsform der Direktinvestition
1.4.3 Branchenspezifische Arten der Direktinvestition
2. Die Entwicklung der russischen Automobilindustrie
2.1 Die Automobilindustrie beim Übergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft
2.2 Der Zustand der Automobilindustrie 2005, Probleme und Besonderheiten
2.2.1 Struktur des Neuwagenmarktes und der Pkw-Produktion
2.2.2 Problembereiche der Automobilindustrie
2.2.3 Unterschiede zwischen den deutschen und russischen Automobilmärkten
3. Die deutsche Automobilindustrie: Überblick und Investment in Russland
3.1 Aktuelle Situation
3.2 Deutsche Investitionstätigkeit in Russland
3.2.1 Entwicklung und Struktur der deutschen Exporte
3.2.2 Entwicklung und Struktur der deutschen Direktinvestitionen
4. Engagement deutscher Automobilhersteller in Russland
4.1 DI deutscher Automobilhersteller auf dem russischen Automobilmarkt während der Übergangsphase von der Plan- zur Marktwirtschaft und deren weitere Entwicklung bis zum Jahr 2005
4.1.1 Mercedes Benz: Das erste ausländische Tochterunternehmen auf dem russischen Automobilmarkt von Daimler
4.1.2 Die Führungsrolle von BMW im Premium-Segment
4.1.3 VW in der Verhandlungsphase
4.2 DI deutscher Automobilhersteller unter aktuellen Rahmenbedingungen
4.2.1 Dynamik der wichtigsten makroökonomischen Determinanten in Russland
4.2.2 Die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen vor der Weltwirtschaftskrise 2008
4.2.3 Die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen nach der Weltwirtschaftskrise 2008
4.3 DI deutscher Automobilhersteller unter Berücksichtigung des WTO-Beitritts Russlands
4.3.1 Russlands Zusagen und Verpflichtungen für die Automobilindustrie während des WTO-Beitritts
4.3.2 Russlands offizielle Regierungspolitik nach dem WTO-Beitritt
4.3.3 Perspektiven für die deutschen Direktinvestitionen in der russischen Automobilindustrie nach dem WTO-Beitritt
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der deutschen Direktinvestitionen (DI) in der russischen Automobilindustrie. Ziel ist es, die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen des Produktionsstandorts Russland darzustellen sowie die Risiken und Chancen des russischen Marktes für deutsche Direktinvestoren zu analysieren, insbesondere unter Berücksichtigung des WTO-Beitritts Russlands.
Die eklektische Theorie von Dunning
Während alle oben beschriebenen Vorteils-, Außenhandels-, Standort-, und Wettbewerbstheorien nur einen unterschiedlichen Schwerpunkt zur Begründung von DI im Ausland wählen, versucht Dunning in seiner Theorie (den so genannten OLI-Ansatz) im Jahre 1977 diese verschiedenen theoretischen Ansätze zusammenzufassen. Nach seinem Ansatz erfolgen die ausländischen DI, nur wenn alle drei Bedingungen erfüllt sind (vgl. Kuttenkeuler, 2007: 94f., Perlitz, 2004: 109f.):
unternehmensspezifische Eigentums- und/oder Wettbewerbsvorteile (z. B. einzigartige Produktionsprozesse, immateriellen Vermögen in Form von Know-how, Patenten, Handelsmarken usw.), die das Unternehmen auf dem ausländischen Markt gegenüber der Konkurrenz besitzt (Ownership-specific-advantages (O))
standortspezifische Vorteile (mindestens ein), die gegenüber dem heimischen Markt auf dem ausländischen Markt existieren (z. B. besserer Zugang zu natürlichen Ressourcen, niedrigere Faktorpreise, Vermeidung von Handelshemmnissen), sonst werden Exporte und Lizenzvergaben unternommen (Location-specific-advantages (L))
Internationalisierungsvorteile, die für das Unternehmen selbst mehr profitabel und nutzbar sein sollen, als sie extern durch Lizenzverträge an ausländische Unternehmen zu verkaufen (Internalization-incentive-advantages (I))
Einleitung: Vorstellung des Themas, der Relevanz der deutschen Automobilindustrie und des Ziels der Untersuchung hinsichtlich der DI in der russischen Automobilbranche.
1. Theoretische Begründung der Direktinvestitionen: Erläuterung der Definitionen, Klassifizierungen und maßgeblicher Theorien, die das Investitionsverhalten multinationaler Unternehmen erklären.
2. Die Entwicklung der russischen Automobilindustrie: Analyse der Transformation von der Plan- zur Marktwirtschaft sowie der spezifischen Probleme und Besonderheiten des russischen Automobilmarktes bis 2005.
3. Die deutsche Automobilindustrie: Überblick und Investment in Russland: Definition der deutschen Automobilindustrie und Darstellung der Export- sowie Investitionstätigkeit deutscher Unternehmen in Russland.
4. Engagement deutscher Automobilhersteller in Russland: Detaillierte Untersuchung der Markteintrittsstrategien von Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen unter verschiedenen wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie den Auswirkungen des WTO-Beitritts Russlands.
Direktinvestitionen, DI, Russische Automobilindustrie, Volkswagen AG, BMW AG, Daimler AG, Markteintritt, Joint Venture, Greenfield, WTO-Beitritt, Transformationsprozess, Standortfaktoren, Industrielle Montage, Automobilmarkt, Export.
Die Arbeit analysiert das Engagement deutscher Automobilhersteller in der russischen Automobilindustrie unter Berücksichtigung verschiedener wirtschaftlicher und rechtlicher Rahmenbedingungen.
Die Themen umfassen Investitionstheorien, die Entwicklung der russischen Automobilbranche nach der Planwirtschaft, die Marktaktivitäten führender deutscher Automobilkonzerne in Russland und die Folgen regulatorischer Änderungen sowie des WTO-Beitritts.
Das Hauptziel ist die Darstellung der Rahmenbedingungen des Produktionsstandorts Russland sowie die Analyse der Stärken, Schwächen, Risiken und Chancen für deutsche Direktinvestoren.
Es wird ein theoretischer Rahmen für Direktinvestitionen (u.a. OLI-Ansatz) verwendet, um die Investitionstätigkeit deutscher Hersteller in Russland empirisch und deskriptiv zu untersuchen.
Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Entwicklung des russischen Marktes, der aktuellen Situation der deutschen Automobilindustrie und einer detaillierten Fallanalyse des Engagements von Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz.
Schlüsselbegriffe sind Direktinvestitionen, Russische Automobilindustrie, Markttransformation, WTO-Beitritt und Lokalisierungsstrategie.
Die Greenfield-Investition wird bevorzugt, um eine vollbeherrschte Tochtergesellschaft aufzubauen, was die Qualität der Produktion sichert und effizienter ist als die Modernisierung bestehender, veralteter Strukturen.
Der WTO-Beitritt verpflichtete Russland zur Liberalisierung, führte zur Senkung von Importzöllen und erforderte eine Anpassung der bestehenden Regelungen für industrielle Montage (Dekret 166) sowie die Einführung neuer Mechanismen wie der Abwrackgebühr.
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