Bachelorarbeit, 2013
95 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Bestandsaufnahme
2.1 Familie
2. 2 Erwerbstätigkeit
2. 3 Politik
3. Regimeforschung
3. 1 Esping-Andersens Welten des Wohlfahrtskapitalismus
3. 2 Clusterbildung
4. Ein europäischer Vergleich
4. 1 Schweden
4. 2 Deutschland
4. 3 Vergleich: Politikempfehlungen für die BRD
5. Chancen und Grenzen – eine Schlussbetrachtung
Die Bachelorarbeit untersucht, wie der Sozialstaat durch politische Maßnahmen die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie verbessern kann, um geschlechtergerechtere Rahmenbedingungen zu schaffen und den demografischen Wandel sowie ökonomische Anforderungen zu adressieren.
2. 1 Familie
Wenn im Folgenden davon gesprochen wird, Erwerbstätigkeit mit der Familie zu vereinbaren, geht es um den Unterschied zwischen bezahlter Lohnarbeit und unbezahlter Fürsorge-, Pflege-, Betreuungs- und Hausarbeit. Die Trennung von Erwerbs- und Hausarbeit ist eine Folge der Industrialisierung, in welcher sich Arbeits- und Wohnort, welche in vorherigen Epochen im „ganze[n] Haus“ zusammentrafen, trennten. Im Englischen wird die Fürsorgearbeit mit dem Wort „care“ ((Für-)Sorge, Betreuung, Kümmern) wiedergegeben, welches weiter greift als der deutsche Terminus, da mit ihm auch die entgeltliche Fürsorgetätigkeit gemeint ist. Im Folgenden meint Fürsorgetätigkeit allerdings die Betreuung von v. a. Kindern, aber mitunter auch älteren und anderen der Pflege bedürftigen Personen innerhalb der Familie, welche zwar unbezahlt, aber elementar ist - „und zwar in dem Sinne, daß Erwerbsarbeit Hausarbeit voraussetzt“.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Zielkonflikt zwischen steigender Erwerbsbeteiligung von Frauen und traditionellen geschlechtsspezifischen Rollenbildern.
2. Bestandsaufnahme: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Familie, Erwerbstätigkeit und Politik und analysiert deren wechselseitige Abhängigkeiten im Kontext moderner Gesellschaften.
3. Regimeforschung: Hier werden Wohlfahrtsmodelle nach Esping-Andersen und Ansätze der feministischen Regimeforschung zur Klassifizierung nationaler Politikstrategien vorgestellt.
4. Ein europäischer Vergleich: Das Kapitel vergleicht die Ansätze Schwedens und Deutschlands hinsichtlich ihrer Familienpolitik und deren Auswirkungen auf die Erwerbsbeteiligung.
5. Chancen und Grenzen – eine Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung zieht Bilanz über die Wirksamkeit politischer Steuerungsinstrumente und formuliert Empfehlungen für eine zukunftsorientierte Familienpolitik.
Sozialstaat, Erwerbstätigkeit, Familie, Vereinbarkeit, Wohlfahrtsregime, Geschlechtergerechtigkeit, Geburtenrate, Kinderbetreuung, Familienpolitik, Erwerbsbiografie, Fürsorgearbeit, Gender, Steuerungsinstrumente.
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen Erwerbstätigkeit und Familienarbeit im Kontext des Sozialstaats und sucht nach Wegen, die Vereinbarkeit für beide Geschlechter zu optimieren.
Die zentralen Felder umfassen die soziologische Familienforschung, die Arbeitsmarktpolitik und die Analyse staatlicher wohlfahrtsstaatlicher Institutionen.
Die Kernfrage lautet, wie Politik durch gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie beitragen kann.
Es handelt sich um eine vergleichende Literatur- und Regimanalyse, die durch länderspezifische Daten (u.a. Erwerbsquoten, Geburtenraten) untermauert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Bestandsaufnahme, die Untersuchung verschiedener Wohlfahrtsregime und einen praktischen Ländervergleich zwischen Schweden und Deutschland.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Vereinbarkeit, Wohlfahrtsregime, Geschlechtergerechtigkeit und familienpolitische Instrumente definieren.
Das Erwerbsmodell (z. B. Ernährermodell vs. Doppelverdiener) dient als Indikator für die geschlechterpolitische Ausrichtung und die Wirksamkeit familienpolitischer Anreize in den untersuchten Ländern.
Die Autorin folgert, dass eine Kombination aus finanzieller Förderung, Infrastrukturausbau und einem gesellschaftlichen Mentalitätswandel notwendig ist, um reale Wahlfreiheit und Gleichstellung zu ermöglichen.
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