Bachelorarbeit, 2012
89 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 Zukunftsvision Facebook? – Das wachsende (politische) Potential eines sozialen Netzwerks
2 Krise der Volksparteien in Deutschland? – Wählerbindungen, Repräsentation und Partizipation im 21. Jahrhundert
3 Neue Medien als Chance zur Förderung der Partizipation? Die Politik im Spiegel des Wandels der Medien
3.1 Deutschland als Mediendemokratie? Die Aufgaben und Machtpotentiale der Medien
3.2 Die Medien als Vierte Gewalt im politischen System? - Zwei theoretische Ansätze
3.3 Stetige Entwicklungslinien des Wechselspiels zwischen Medien und Politik? Von der Radiopropaganda bis zur digitalen Demokratie
4 Gute Kommunikation als Teil der Partizipation in einer deliberativen Politik?
4.1 Computervermittelte Kommunikation als Bestandteil unseres sozialen Alltags
4.2 Kommunikatives Handeln und der Wert einer guten Diskussion
4.3 Ein Theorieansatz nach Jürgen Habermas – Voraussetzungen und Inhalte einer deliberativen Politik
4.3.1 Diskurstheorie und ideale Sprechsituation
4.3.2 Die Rolle der Öffentlichkeit in einer deliberativen Politik
4.3.3 Zwei Formen der Öffentlichkeit:
4.4 Fazit:
5 Das Internet und seine Entwicklung – Vom Lese-Netz zum Mitmach-Netz
5.1 Wie das Internet die Politik verändert – Zwei Stellungnahmen
6 CDU und SPD auf dem Prüfstand – Eine Analyse der Facebook-Seiten der Volksparteien
6.1 Die CDU Facebook-Seite
6.2 Die SPD Facebook-Seite
7 Illusion oder Chance einer Partizipation? – Auswertung der Analyse anhand Habermas Theorie
8 Welche Zukunft bietet Facebook? – Ein Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht das Potential des sozialen Netzwerks Facebook für die politische Partizipation von Bürgern. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob Facebook einen Raum bietet, in dem politische Meinungen ausreichend artikuliert und von den politisch Verantwortlichen registriert werden können, wobei die Facebook-Seiten der Volksparteien CDU und SPD analysiert werden.
1 Zukunftsvision Facebook? – Das wachsende (politische) Potential eines sozialen Netzwerks
Mit der Geburtsstunde von Facebook 2004 entstand auch für die Politik eine weitere Alternative, den Raum ihrer Handlungsmöglichkeiten zu vergrößern. Mit der Präsenz verschiedener Parteien innerhalb von Facebook werden neue, zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, die den Blick des Bürgers auch im Netz auf die Politik richten. Die politische Aktivität verschiedener Nutzer kann die Aufmerksamkeit anderer Nutzer auf sich ziehen und diese ebenfalls zur politischen Aktivität animieren. Durch „Gefällt mir“-Klicks, geteilte oder kommentierte Beiträge u. ä. können solche Aktivitäten für andere ersichtlich werden. Vor allem bietet Facebook die Möglichkeit, eigene Statements und Kommentare auf politischen Seiten von Parteien innerhalb dieses Sozialen Netzwerkes abzugeben, was dieses in Bezug auf die Politik durchaus interessanter wirken lassen könnte als die reine Informationsflut an politischen Themen durch Zeitung und andere Medien, die der Bürger rezipiert und diese erst einmal hinnehmen muss, ohne augenblicklich einen Einfluss darauf nehmen zu können.
Das abendliche Phänomen so manchen Bürgers beim Verfolgen der Tagesthemen könnte sich vermutlich so vollziehen - und hierbei kann aus Erfahrung gesprochen werden - , dass er sich im Stillen, wohlmöglich auch im weniger Stillen, über die nationale und internationale Politik beschwert, ja sogar wütend wird und dabei an die nächsten Wahlen denkt, die es endlich ermöglichen, die eigene Meinung zur Geltung zu bringen und auf das politische Geschehen aktiv einzuwirken. Würde sich ein Bürger in solch einer Situation nicht wünschen, er könnte sich mit seiner Beschwerde, oder in einigen Fällen auch Lob, direkt an die Politiker dieser Welt richten, um ihnen all das zu sagen, was ihnen über die aktuelle Politik und deren Ereignisse auf dem Herzen liegt?
Ein neumodisches Phänomen solcher Kritikäußerungen bildet der sogenannte „Shitstorm“. Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein auf politische Personen gerichteter elektronischer Angriff (meist) anonymer politisch unzufriedener Bürger, welche digitale Medien als Sammelstelle ihrer sachlich undurchdrungenen Meinungen nutzen. Aus Frust gespeiste Äußerungen gegen politische Akteure lassen sich in Internetforen, dem Kleinnachrichtenformat Twitter oder dem sozialen Netzwerk Facebook finden. Im Sinne einer demokratisch freien Meinungsäußerung erweist es sich als schwer, das Medium des Internets mit Zensuren zu zügeln. Politiker werden somit Opfer ordinärer, beleidigender Worte, welche dem Tastendruck wütender Bürger entspringen.
1 Zukunftsvision Facebook? – Das wachsende (politische) Potential eines sozialen Netzwerks: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung von Facebook als neuen, zusätzlichen Handlungsraum für die Politik ein und beleuchtet das Phänomen des "Shitstorms" als Ausdruck politischer Unzufriedenheit.
2 Krise der Volksparteien in Deutschland? – Wählerbindungen, Repräsentation und Partizipation im 21. Jahrhundert: Hier wird der moderne Krisenbegriff der Volksparteien im Kontext des gesellschaftlichen Wertewandels und der zunehmenden Individualisierung der Wählerschaft erörtert.
3 Neue Medien als Chance zur Förderung der Partizipation? Die Politik im Spiegel des Wandels der Medien: Das Kapitel untersucht die Rolle der Medien als Vierte Gewalt und analysiert theoretische Ansätze der Mediendemokratie sowie deren Bedeutung für das politische System.
4 Gute Kommunikation als Teil der Partizipation in einer deliberativen Politik?: Hier werden die Voraussetzungen einer deliberativen Politik nach Jürgen Habermas dargestellt und auf die Qualität der Online-Kommunikation übertragen.
5 Das Internet und seine Entwicklung – Vom Lese-Netz zum Mitmach-Netz: Es wird der Wandel des Internets von einer reinen Informationsquelle zu einer interaktiven Plattform ("Mitmach-Netz") beschrieben, die neue Formen der politischen Teilhabe ermöglicht.
6 CDU und SPD auf dem Prüfstand – Eine Analyse der Facebook-Seiten der Volksparteien: Dieses zentrale Kapitel analysiert anhand verschiedener empirischer Fälle die Gestaltung, Aktivität und Diskussionskultur auf den offiziellen Facebook-Seiten von CDU und SPD.
7 Illusion oder Chance einer Partizipation? – Auswertung der Analyse anhand Habermas Theorie: Die Ergebnisse der empirischen Analyse werden hier kritisch unter Anwendung der Kriterien von Habermas' Diskurstheorie ausgewertet und bewertet.
8 Welche Zukunft bietet Facebook? – Ein Ausblick: Der abschließende Teil blickt auf die künftige Rolle sozialer Netzwerke im politischen Kontext und zieht Parallelen zu internationalen Bewegungen.
Facebook, Politische Partizipation, Volksparteien, Mediendemokratie, deliberative Politik, Jürgen Habermas, Online-Kommunikation, Diskurs, Shitstorm, digitale Demokratie, CDU, SPD, Wählerbindung, Netzgemeinschaft, Partizipation
Die Arbeit untersucht, inwieweit das soziale Netzwerk Facebook als Instrument für politische Partizipation dienen kann und ob es den Anforderungen einer deliberativen Politik gerecht wird.
Zentral sind der Wandel der Medienlandschaft, die Krise der traditionellen Volksparteien sowie die Bedingungen für einen qualitativen politischen Diskurs im Internet.
Das Ziel ist es, zu analysieren, ob Facebook-Seiten von politischen Parteien tatsächliche Räume für den Austausch zwischen Bürgern und Entscheidungsträgern bieten.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Einführung in die Mediendemokratie mit einer empirischen Analyse von Facebook-Inhalten und der Anwendung der Diskurstheorie von Jürgen Habermas.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte (deliberative Politik, Öffentlichkeit) als auch konkrete Fallbeispiele der Facebook-Seiten von CDU und SPD detailliert analysiert.
Begriffe wie Deliberation, Mediendemokratie, politische Partizipation, digitale Demokratie und der Diskursbegriff nach Habermas stehen im Fokus.
Die Analyse zeigt Unterschiede in der redaktionellen Präsenz und dem Umgang mit Nutzerkommentaren, wobei die SPD aktiver auf den Dialog mit Nutzern eingeht als die CDU.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Facebook zwar gute Rahmenbedingungen für Information und Austausch schafft, das partizipative Potenzial aber bisher nicht völlig ausgeschöpft ist und der tatsächliche Einfluss auf politische Prozesse marginal bleibt.
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