Diplomarbeit, 2013
82 Seiten, Note: 1,0
1 AUSGANGSSITUATION
1.1 Rahmenbedingungen und Problemstellung
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung der Arbeit
2 FACHKRÄFTEMANGEL IM GESUNDHEITS- UND PFLEGEWESEN
2.1 Demografische Entwicklung
2.1.1 Geburtenniveau
2.1.2 Migration
2.1.3 Lebenserwartung
2.2 Arbeitsmarkt der Zukunft
2.2.1 Entwicklung des Erwerbspersonenpotenzials
2.2.2 Werteänderung bei den Mitarbeitern
2.3 Situation in der Altenpflege
2.3.1 Veränderung der Familien- und Haushaltsstruktur
2.3.2 Multimorbidität im Alter
2.3.3 Berufsbild und Prestige
2.3.4 Auswirkungen der Versorgungslücke in der Altenpflege
3 PERSONALAKQUISITION
4 PERSONALMARKETING
4.1 Personalmarktforschung
4.2 Einflussfaktoren auf das Personalmarketing
4.3 Positionierung als attraktiver Arbeitgeber
4.3.1 Attraktivitätsfaktoren
4.3.2 Die Anreiz-Beitrags Theorie
4.3.3 Engagementmodell nach Hewitt
4.4 Motivation und Arbeitszufriedenheit
4.4.1 Zweifaktorentheorie nach Herzberg
4.4.2 Wirkungen und Folgen psychischer Anforderungen und Belastungen nach Büssing
5 STUDIE: ERMITTELN EINES WUNSCHPROFILS VON ALTENPFLEGESCHÜLER AN EINEN IDEALEN ARBEITGEBER
5.1 Ziele und Methodik der Befragung
5.2 Fragebogenkonstruktion
5.2.1 Hypothesenbildung
5.2.2 Auswahl der Items und Struktur der Subitems
5.2.3 Formale Struktur der Antwortskala
5.2.4 Fragebogenlayout
5.2.5 Gütekriterien
5.3 Durchführung der Befragung
5.4 Datenauswertung und Interpretation der Ergebnisse
5.4.1 Deskriptive Statistik
5.4.2 Bivariate Analysen
5.4.3 Induktive Statistik (Hypothesentests)
6 ANWENDUNGSBEISPIEL: UNTERNEHMENSPRÄSENTATION IN ALTENPFLEGESCHULEN
7 DISKUSSION UND ZUSAMMENFASSUNG
7.1 Schlussfolgerungen
7.2 Kritik an der Studie
7.3 Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die Ursachen des Fachkräftemangels in der stationären Altenpflege und entwickelt auf Basis einer empirischen Studie Strategien für das Personalmarketing, um als attraktiver Arbeitgeber gegenüber potenziellen Mitarbeitern – insbesondere Altenpflegeschülern – aufzutreten.
2 Fachkräftemangel im Gesundheits- und Pflegewesen
Eine exakte Definition für den Begriff „Fachkräftemangel“ existiert nicht (vgl. Biersack et al. 2007: 1). Als Fachkräfte werden allgemein „... Erwerbstätige mit akademischem Hochschulabschluss, abgeschlossener Lehre oder einen Abschluss als Meister, Techniker oder Fachwirt“ (Burkhart et al. 2012: 47) bezeichnet. Andere Erwerbstätige ohne diesen Abschluss werden als „gering Qualifizierte“ (Burkhart et al. 2012: 47) tituliert. Im Gesundheits- und Pflegewesen bilden diese Mitarbeiter einen großen Anteil. Laut Statistischen Bundesamt arbeiteten 2009 in der stationären Altenhilfe 27,9% aller Mitarbeiter als Personen, die nach obigen Kriterien als gering Qualifizierte zu bezeichnen sind (vgl. Pfaff 2011: 21). Deswegen umfasst der Begriff „Fachkräftemangel“ in dieser Branche nicht nur Fachkräfte im eigentlichen Sinne, sondern kann auch als Synonym für den allgemeinen Begriff „Personalmangel“ verwendet werden (vgl. Burkhart et al. 2012: 47).
Laut Definition der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt sich ein Fachkräfteengpass in einem Beruf an der Dauer, bis eine offene Stelle wieder besetzt ist (Vakanzzeit). Weitere Indikatoren für diesen Engpass sind „[n]eben der .. Vakanzzeit .. auch die Anzahl der Arbeitsstellen, die bereits länger als 3 Monate im Bestand gemeldet sind und die Relation der gemeldeten Arbeitslosen zu den gemeldeten Arbeitsstellen...“ (BA 2013: 3).
Nach einem Bericht der BA von Anfang 2013 besteht in der Altenpflege in allen Bundesländern ein Mangel an Arbeitskräften, der sich vor allem auf Fachkräfte konzentriert. Die Vakanzzeit beträgt bei Fachkräften in der Altenpflege 126 Tage. Dies sind 56 Prozent oder 45 Tage mehr als der Mittelwert in allen Berufen. Ferner beträgt die Besetzung für jede zweite vakante Arbeitsstelle länger als drei Monate (vgl. BA 2013: 15ff.). Der Fachkräftemangel zeigt sich auch daran, dass
1 AUSGANGSSITUATION: Der Autor erläutert die Beweggründe für die Arbeit, ausgehend von seiner beruflichen Tätigkeit in einer Altenpflegeeinrichtung und der wachsenden Schwierigkeit, Fachpersonal zu gewinnen.
2 FACHKRÄFTEMANGEL IM GESUNDHEITS- UND PFLEGEWESEN: Dieses Kapitel analysiert die demografischen Hintergründe, die Arbeitsmarktsituation und die spezifischen Herausforderungen der Altenpflege, wie etwa Multimorbidität und das Ansehen des Berufsbildes.
3 PERSONALAKQUISITION: Es werden die Grundlagen der internen und externen Personalbeschaffung dargelegt, um dem Mangel an qualifizierten Kräften entgegenzuwirken.
4 PERSONALMARKETING: Das Kapitel definiert Personalmarketing als strategisches Instrument zur Positionierung als attraktiver Arbeitgeber und beleuchtet verschiedene Motivations- und Anreiztheorien.
5 STUDIE: ERMITTELN EINES WUNSCHPROFILS VON ALTENPFLEGESCHÜLER AN EINEN IDEALEN ARBEITGEBER: Hier wird die Methodik, Durchführung und Auswertung einer quantitativen Befragung von Altenpflegeschülern zur Identifikation ihrer Anforderungen an einen Wunscharbeitgeber detailliert beschrieben.
6 ANWENDUNGSBEISPIEL: UNTERNEHMENSPRÄSENTATION IN ALTENPFLEGESCHULEN: Auf Basis der theoretischen Erkenntnisse und der Studie wird ein Projekt zur gezielten Ansprache von Schülern in Fachschulen geplant und skizziert.
7 DISKUSSION UND ZUSAMMENFASSUNG: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, die Hypothesen bewertet und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Pflegemanagement gegeben.
Fachkräftemangel, Altenpflege, Personalmarketing, Personalakquisition, Arbeitszufriedenheit, Arbeitgeberattraktivität, Altenpflegeschüler, Demografischer Wandel, Personalbeschaffung, Mitarbeiterbindung, Anreiz-Beitrags-Theorie, Zweifaktorentheorie, Fragebogenstudie, Unternehmenspräsentation, Stationäre Altenhilfe.
Die Arbeit behandelt die Problematik des Fachkräftemangels in der stationären Altenpflege und untersucht, wie Einrichtungen durch gezieltes Personalmarketing als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen werden können.
Die Arbeit deckt die demografischen Ursachen des Fachkräftemangels, die Bedeutung der Personalakquisition, Strategien des Personalmarketings und die empirische Ermittlung von Arbeitnehmerwünschen bei Altenpflegeschülern ab.
Das Hauptziel ist es, die Erwartungen von angehenden Altenpflegern an einen idealen Arbeitgeber zu ermitteln, um daraus konkrete Handlungsfelder für Personalmarketing-Maßnahmen in Einrichtungen abzuleiten.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen Forschungsansatz, namentlich eine beschreibende Querschnittsstudie mit einem standardisierten Fragebogen, die durch eine Literaturanalyse untermauert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse des Fachkräftemangels, die Darstellung von Personalmarketing-Instrumenten sowie die Durchführung und Auswertung einer empirischen Befragung von Altenpflegeschülern.
Die zentralen Schlagworte sind Fachkräftemangel, Altenpflege, Personalmarketing, Arbeitgeberattraktivität und Personalakquisition.
Einrichtungen erhalten durch die Studie ein klares Bild davon, welche Kriterien (z.B. Arbeitsklima, Gehalt, Arbeitszeitmodelle) für Nachwuchskräfte ausschlaggebend sind, um diese gezielt bei der Personalwerbung anzusprechen.
Die Arbeit beleuchtet die veränderten Wertevorstellungen dieser Generation, die weniger loyal gegenüber Arbeitgebern ist und hohe Ansprüche an die Arbeitsplatzgestaltung stellt.
Sie dient als theoretisches Fundament, um zu erklären, dass Mitarbeiter nur dann Leistung erbringen und bei einem Arbeitgeber verbleiben, wenn das Verhältnis zwischen den gebotenen Anreizen und ihrem individuellen Beitrag ausgewogen ist.
Es wurden Altenpflegeschüler im dritten Ausbildungsjahr in einem Umkreis von 50 Kilometern um die Einrichtung des Autors befragt, da diese unmittelbar vor dem Eintritt in den Arbeitsmarkt stehen.
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