Bachelorarbeit, 2013
56 Seiten, Note: 1,3
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
1. Einleitung
2. Philosophische Entwürfe einer Lebenskunst
2.1. Seneca und das vernunftgemäße Leben als Basis der Seelenruhe
2.2. Montaignes philosophischer Individualismus in der Lebenskunst
2.3. Schmids Philosophie der Lebenskunst als Gestaltung des Lebens
3. Achenbachs Lebenskönnerschaft: Das Leben meistern
4. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht verschiedene philosophische Konzepte der Lebenskunst von der Antike bis zur Gegenwart und stellt ihnen Gerd B. Achenbachs Ansatz der Lebenskönnerschaft gegenüber. Das primäre Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen diesen Modellen herauszuarbeiten, um zu klären, inwiefern eine philosophische Anleitung zur Lebensgestaltung heute noch relevant und möglich ist.
2.1. Seneca und das vernunftgemäße Leben als Basis der Seelenruhe
Für die Stoiker ist die Eudämonie, die Glückseligkeit, das höchste Gut. Dieses Ziel, das um seiner selbst willen erstrebt wird, führe über die Vernunft. Sie ist es, die den Menschen vom Tier abgrenzt. Um sein eigentümliches Wesen zum Ausdruck zu bringen, gilt es demnach vernunftgemäß zu leben. Seneca stellt dabei die Maxime auf, dass der Mensch gemäß der Natur leben solle. Denn konform mit der Vernunft zu leben hieße ein naturgemäßes Leben zu führen. Die Rationalität des menschlichen Handelns gründe in der kosmischen Vernunft.
Seneca postuliert, dass das Universum logisch und rational ist, weil es der einzig mögliche und zugleich notwendige Kosmos ist, den die Allvernunft hervorbringen konnte. Und weil die Allvernunft vollkommen rational ist, könne sie auch nicht anders handeln, als sie handelt. Dementsprechend könne im Kosmos, übersetzt Ordnung, keine Unordnung bestehen. Dies soll verdeutlichen, dass die stoische Physik für die Ethik Senecas unumgänglich ist, da sie den Menschen zeigt, dass es Dinge gibt, die nicht in seiner Macht stehen, sondern auf äußere Ursachen beruhen, die auf rationale Weise gemäß dem Kausalitätsprinzip notwendig miteinander verkettet sind.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Lebenskunst ein und hinterfragt die Relevanz philosophischer Weisheitsvorstellungen für die moderne Lebensbewältigung.
2. Philosophische Entwürfe einer Lebenskunst: Hier werden die Ansätze von Seneca, Montaigne und Schmid als Modelle vorgestellt, die durch Vernunft, Individualität und ästhetische Gestaltung das Leben als Kunstwerk verstehen.
2.1. Seneca und das vernunftgemäße Leben als Basis der Seelenruhe: Dieses Unterkapitel analysiert Senecas stoische Ethik, die Glück durch ein vernunftgemäßes Leben im Einklang mit der kosmischen Ordnung anstrebt.
2.2. Montaignes philosophischer Individualismus in der Lebenskunst: Hier wird Montaignes Ansatz der radikalen Selbstbeobachtung und des persönlichen Umgangs mit den Unwägbarkeiten des Lebens untersucht.
2.3. Schmids Philosophie der Lebenskunst als Gestaltung des Lebens: Dieses Kapitel beleuchtet Schmids moderne philosophische Grundlegung, die das Leben als ein durch das Individuum zu gestaltendes Werk begreift.
3. Achenbachs Lebenskönnerschaft: Das Leben meistern: Dieses Kapitel arbeitet Achenbachs Konzept heraus, das sich von der ästhetischen Lebenskunst abgrenzt und darauf abzielt, das Leben durch das eigene Denken zu meistern.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass bei allen Unterschieden eine grundlegende Gemeinsamkeit in der Bedeutung der Selbsterkenntnis und der Autonomie besteht.
Lebenskunst, Lebenskönnerschaft, Seneca, Montaigne, Wilhelm Schmid, Gerd B. Achenbach, Philosophie, Selbsterkenntnis, Vernunft, Tugend, Seelenruhe, Individualität, Existenz, Schicksal, Leid
Die Arbeit untersucht philosophische Konzepte zur Lebensgestaltung und vergleicht drei historische und zeitgenössische Ansätze der Lebenskunst mit Gerd B. Achenbachs Konzept der Lebenskönnerschaft.
Die zentralen Themen sind der Umgang mit Schicksal und Leid, die Rolle der Vernunft bei der Lebensführung, die Bedeutung von Freundschaft und die Frage, wie ein Individuum Autonomie erlangen kann.
Das Ziel ist es, zu klären, wie sich philosophische Entwürfe einer Lebenskunst von der Lebenskönnerschaft unterscheiden und welchen Beitrag diese Konzepte für ein gelingendes oder bejahenswertes Leben leisten können.
Die Arbeit basiert auf einer philologisch-philosophischen Textanalyse zentraler Quellen von Seneca, Montaigne, Schmid und Achenbach, um deren theoretische Grundlagen systematisch herauszuarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der drei Lebenskunstmodelle sowie die separate Untersuchung der Philosophischen Praxis und der Lebenskönnerschaft nach Achenbach.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lebenskunst, Lebenskönnerschaft, Selbstgestaltung, Selbsterkenntnis und Autonomie charakterisiert.
Achenbach grenzt sich ab, indem er die Lebenskunst als eher ästhetisch und auf Genuss orientiert kritisiert, während die Lebenskönnerschaft als ein "Meistern" des Lebens im Sinne einer wahrhaftigen Auseinandersetzung mit der Realität verstanden werden soll.
Alle betrachteten Autoren sehen in der Anerkennung der eigenen Sterblichkeit eine essenzielle Bedingung, um der Lebenszeit Wert beizumessen und eine bewusste Haltung zur eigenen Existenz zu entwickeln.
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