Examensarbeit, 2013
68 Seiten, Note: 1,66
1 EINLEITUNG
2 WAS SIND EMOTIONEN
3 EMOTIONSSOZIOLOGISCHE ERKLÄRUNGSANSÄTZE
3.1 Das emotionssoziologische Strukturmodell von Kemper
3.2 Die Erweiterung des emotionssoziologischen Strukturmodells durch Gerhards
3.3 Die Vervollständigung des emotionssoziologischen Strukturmodells durch Riedl
4 DAS PUBLIKUM
4.1 Der Faktor „Emotionserleben“
4.2 Der Faktor Sportliche Attraktion und Unterhaltung
4.3 Der Faktor „Identifikation und Gemeinschaft“
4.4 Zusammenfassung der Motive von Sportzuschauern in Cluster
5 KOLLEKTIVE EMOTIONEN
5.1 Die strukturelle Dimension kollektiver Emotionen
5.2 Die operationale Dimension von kollektiven Emotionen
5.3 Zusammenfassung der Dimensionen des emotionssoziologischen Modells kollektiver Emotionen
6 KOLLEKTIVE EKSTASE
7 FAZIT
8 LITERATURVERZEICHNIS
Die wissenschaftliche Hausarbeit untersucht die soziologischen Grundlagen und Entstehungsbedingungen von kollektiven Emotionen bei sportlichen Großveranstaltungen, wobei insbesondere das Erleben von Stadionzuschauern und die Dynamik innerhalb solcher Menschenmengen analysiert werden.
Die strukturelle Dimension kollektiver Emotionen
Als Strukturen sozialer Systeme versteht man im Allgemeinen Erwartungen. Nun gilt es herauszubekommen, welche Erwartungen in sozialen Systemen für Emotionen von Bedeutung sind. Zu nennen sind hier die Emotionsregeln und die Emotionssemantik. Emotionsregeln legen fest wann, welche Emotionen wie gezeigt und gefühlt werden dürfen. Dies ist aber immer nur auf eine Gesellschaft zu übertragen, da, wie oben erwähnt, unterschiedliche Gesellschaften unterschiedliche Ansichten über Emotionsregeln haben können.
Erwartungen sind hier beim Fühlen und beim Ausdruck von Emotionen präsent. Jedes Individuum, das in einer Gesellschaft sozialisiert ist, weiss, wann es welches Gefühl haben kann. Genauso hat es eine genaue Vorstellung, wann und wie man ein Gefühl ausdrückt. Diese Emotionsregeln werden meist erst durch abweichendes Verhalten von der Norm sichtbar. „Erwartungserwartungen“ sind die Konstrukteure sozialer Wirklichkeit. Sie entwickeln die individuelle Realität und die individuellen Emotionen (Riedl, 2008, S. 234f.).
Der Begriff der Emotionsregeln impliziert, dass es sich um festgelegte Strukturen wie Gesetze oder Vorschriften handelt. Hier werden sie aber als Regelmäßigkeit, Muster und Beobachtungs- bzw. Interpretationsschemata gesehen, welche weiteres Operieren organisieren und regulieren. Riedl (2008, S. 235) verweist hier auf Fiehlers (1990) vier Typen von Emotionsregeln: die Emotionsnormen, die Kodifizierungsregeln, die Manifestationsregeln und die Korrespondenzregeln.
1 EINLEITUNG: Einführung in das Phänomen kollektiver Emotionen anhand eines sportlichen Ereignisses und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit.
2 WAS SIND EMOTIONEN: Allgemeine Definition und theoretische Eingrenzung von Emotionen unter Berücksichtigung psychologischer und soziologischer Perspektiven.
3 EMOTIONSSOZIOLOGISCHE ERKLÄRUNGSANSÄTZE: Überblick über die Modelle von Kemper, Gerhards und Riedl zur Erklärung der sozialen Entstehung von Emotionen.
4 DAS PUBLIKUM: Untersuchung der Motive und der Bedeutung der Zuschauer für sportliche Großveranstaltungen anhand zentraler Faktoren wie Emotionserleben und Identifikation.
5 KOLLEKTIVE EMOTIONEN: Detaillierte Analyse der strukturellen und operationalen Dimensionen kollektiver emotionaler Zustände.
6 KOLLEKTIVE EKSTASE: Erläuterung der extremsten Form kollektiver Emotionen und deren spezifische Voraussetzungen.
7 FAZIT: Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse und Transfer der Analyse auf das einleitende Fallbeispiel.
8 LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Kollektive Emotionen, Sportgroßveranstaltung, Emotionssoziologie, Publikum, Stadionatmosphäre, Emotionsregeln, Kollektive Ekstase, Identifikation, Soziale Systeme, Affektlogik, Massenpsychologie, Sportpublikum, Kommunikationsprozesse, Soziologische Erklärungsansätze.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie und unter welchen Bedingungen kollektive Emotionen bei sportlichen Großveranstaltungen entstehen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Soziologie der Emotionen, der Motivation von Stadionzuschauern und der systemtheoretischen Analyse kollektiver Dynamiken.
Ziel ist es, ein Verständnis für das Zustandekommen emotionaler Synchronisation in der Masse zu entwickeln und die zugrunde liegenden soziologischen Strukturen offenzulegen.
Der Autor nutzt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer Modelle (insb. Riedl, Kemper, Gerhards) und wendet diese exemplarisch auf die Analyse eines Fußballspiels an.
Im Hauptteil werden Emotionsmodelle diskutiert, das Publikum als Akteur betrachtet, die Dimensionen kollektiver Emotionen beschrieben und das Phänomen der kollektiven Ekstase erläutert.
Kollektive Emotionen, Sportgroßveranstaltung, Soziologische Erklärungsansätze, Zuschaueridentifikation und Emotionale Ansteckung.
Obwohl dieser Faktor statistisch den geringsten Mittelwert aufweist, ist er für die Bildung kollektiver Identitäten und die Bindung der Zuschauer an den Verein essenziell.
Die Unterscheidung dient der analytischen Trennung: Während die strukturelle Dimension gesellschaftliche Erwartungen und Regeln umfasst, bezieht sich die operationale Dimension auf aktuelle Kommunikationsprozesse und Ansteckungseffekte.
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