Bachelorarbeit, 2012
54 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Berufsbilder Spielervermittler, Spielerberater und Spielerbeobachter
2.1 Spielervermittler
2.1.1 Der Spielervermittlungsvertrag
2.1.2 Vergütung der Spielervermittler
2.2 Spielerberater
2.2.1 Aufgabenbereiche eines Spielerberaters
2.2.2 Der Spielerberatervertrag
2.3 Spielerbeobachter
2.4 Spieleragenturen
2.5 Zwischenergebnis
3 Rechtliches Umfeld und die Spielervermittler-Regelungen
3.1 Erwerb und Prüfung zur Spielervermittlerlizenz nach DFB-Recht
3.2 Rechtskollisionen und Praxisprobleme
3.2.1 Rechtskonflikte im Zusammenhang mit deutschem Recht
3.2.2 Praxisproblem: Kollisionen mit dem Rechtsberatungsgesetz
4 Systemische Betrachtung der Spielervermittlung und Spielerberatung
4.1 Grundzüge der Principal-Agent-Theorie
4.2 Drei Informationsprobleme der Spieler-Vermittler-Beziehung
4.2.1 Adverse Selection
4.2.2 Moral Hazard
4.2.3 Hold-up
4.3 Besonderheiten der Spieler-Agenten-Beziehung
4.3.1 Interessenskonflikte aufgrund der Zahlungsströme
4.3.2 Interessenskonflikte aufgrund der Netzwerke des Spielervermittlers
5 Charakterisierung der Spielervermittlerbranche in den Bundesligen
5.1 Spielerkonzentration pro Berater in der 1. Bundesliga
5.2 Spielerkonzentration pro Berater nach Verein in der 1. Bundesliga
5.3 Dominante Agenten in der Fußball-Bundesliga
5.4 Spielervermittler und -transfers in den Fußball-Bundesligen der Saison 2011/2012
5.4.1 Transferzugänge der 1. Bundesliga
5.4.2 Transferzugänge der 2. Bundesliga
5.4.3 Transferzugänge der 3. Liga
5.5 Zwischenergebnis
6 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit analysiert die Struktur und Dynamik der Spielervermittlerbranche in den deutschen Fußball-Bundesligen, um Transparenz in diesem Markt zu schaffen. Das zentrale Ziel ist eine Standortbestimmung der Branche sowie die Bewertung zukünftiger Entwicklungstendenzen vor dem Hintergrund der Akteurskonzentration und der wachsenden Professionalisierung.
4.2.1 Adverse Selection
Hierbei besteht das Informationsproblem darin, dass der Principal unveränderliche Eigenschaften, die sich auf den Agent selbst oder auf die von diesem angebotene Leistung beziehen können ex ante, nicht kennt (hidden characteristics). Die wahren Eigenschaften des Agenten erfährt der Principal daher erst nach dem Vertragsschluss (vgl. Picot, Dietl & Franck, 2008, S. 74).
Es existiert die Gefahr, dass Spielervermittler mit unterdurchschnittlichen Eigenschaften diese gezielt verbergen. Dagegen können Spielervermittler mit überdurchschnittlichen Eigenschaften diese nicht offenbaren können und ziehen sich evtl. vom Markt zurück. Dies führt zum Problem der Auswahl unerwünschter Vertragspartner (Adverse Selection).
Das Adverse-Selection Problem lässt sich reduzieren, indem das bestehende Informationsgefälle ex ante, d.h. vor Vertragsabschluss, reduziert wird. Dabei stehen nach Picot, Dietl, Franck (2008, S. 78) mit dem Signalling, Screening und Self Selection drei Wege zur Auswahl.
Mit Hilfe des Signallings (1) kann sich ein Agent mit hoher Leistungsqualität durch die Vorlage von Arbeitszeugnissen, Gütesiegeln, Gutachten, Diplome, Mitgliedschaften o.Ä. von solchen mit unerwünschter Leistungsqualität differenzieren.
Hierbei greift der Spielervermittler auf das Lizenzverfahren für Spielervermittler als Qualitätssiegel zurück, um dem potentiellen Klienten Seriosität und Kompetenz zu signalisieren.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Spielervermittlerwesens ein, definiert das Ziel der Arbeit und erläutert den strukturellen Aufbau der Untersuchung.
2 Berufsbilder Spielervermittler, Spielerberater und Spielerbeobachter: Dieses Kapitel differenziert zwischen den Tätigkeitsfeldern von Spielervermittlern, Beratern und Scouts und beleuchtet die jeweiligen Vertragsformen.
3 Rechtliches Umfeld und die Spielervermittler-Regelungen: Der Abschnitt untersucht die Verbandsregularien von FIFA und DFB sowie deren Kollisionen mit nationalem Recht, insbesondere dem Rechtsberatungsgesetz.
4 Systemische Betrachtung der Spielervermittlung und Spielerberatung: Hier wird die Principal-Agent-Theorie genutzt, um Motivations- und Informationsprobleme wie Adverse Selection, Moral Hazard und Hold-up in der Spieler-Vermittler-Beziehung theoretisch zu fundieren.
5 Charakterisierung der Spielervermittlerbranche in den Bundesligen: Das Hauptkapitel analysiert empirisch die Spielerkonzentration, dominante Agenturen und Transferaktivitäten in den drei höchsten deutschen Ligen.
6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Entwicklung der Branche und diskutiert zukünftige Anforderungen an Transparenz und Regulierung.
Spielervermittler, Spielerberater, Fußball-Bundesliga, Transfermarkt, Principal-Agent-Theorie, FIFA-Reglement, Spielervermittlung, Lizenzierung, Rechtsberatungsgesetz, Spielerkonzentration, Transferprovisionen, Marktstruktur, Spielerscouting, Sportmanagement, Interessenkonflikte
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Markt der Spielervermittler in den deutschen Fußball-Bundesligen, untersucht dessen Strukturen, Akteure und die rechtlichen Rahmenbedingungen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung der Berufsbilder, der Anwendung wirtschaftswissenschaftlicher Theorien auf diese Branche sowie einer deskriptiven Analyse der Marktsituation anhand von Transferdaten.
Ziel ist es, einen Beitrag zur Transparenz des Spielervermittlermarktes zu leisten und eine Standortbestimmung der Branche sowie zukünftige Entwicklungstendenzen aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer deskriptiven Analyse von Daten der FIFA, des DFB und des Portals Transfermarkt.de zur Charakterisierung der Marktstruktur.
Im fünften Kapitel erfolgt eine detaillierte Charakterisierung der Spielervermittlerbranche in den Bundesligen, wobei Konzentrationen, dominante Agenten und Transferaktivitäten analysiert werden.
Zentrale Begriffe sind Spielervermittler, Transfermarkt, Principal-Agent-Theorie, Spielerkonzentration und rechtliche Regularien im Sportmanagement.
Die Theorie hilft dabei, die Informationsasymmetrien und daraus resultierende Interessenkonflikte (wie Adverse Selection oder Moral Hazard) zwischen Spielern, Vermittlern und Vereinen systematisch zu erklären.
Es besteht ein Spannungsfeld, da die Praxis der Provisionen häufig mit dem Rechtsberatungsgesetz kollidiert, was zu Nichtigkeitsrisiken bei Beraterverträgen führen kann.
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