Bachelorarbeit, 2013
90 Seiten, Note: 1,0
I. Einleitung
II. Das musikalische Material der Transfiguration
1. Messiaens Modi
2. Messiaens Rhythmik und ihre Quellen
3. Die messiaensche Gregorianik
4. Die Vögel und ihre Bedeutung
5. Die Bedeutung von Klängen und Farben
6. Das chromatische Total
7. Die »accords spéciaux«
8. Die Besetzung des Werkes
9. Zusammenfassung und Bemerkungen zu einer Analysehilfe
III. Das textliche Material der Transfiguration
1. Vorbemerkung
2. Der Bibeltext und der Thomas-Text
3. Der Gedanke des »Abgrunds«
IV. Das Werk
1. Musikalische Gliederung, Aufbau und Proportionen
2. Satz I: Récit Évangélique 1
3. Satz III: Christus Jesus, splendor Patris - Musikalische Analyse
4. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Olivier Messiaens Oratorium "La Transfiguration de Notre-Seigneur Jésus-Christ" auseinander. Ziel ist es, das hochkomplexe musikalische Material sowie die textlichen Grundlagen zu analysieren, um die künstlerische Bedeutung des Werkes zu verdeutlichen und Gründe für seine vergleichsweise seltene Aufführungspraxis zu erörtern, insbesondere durch eine detaillierte Untersuchung des III. Satzes.
3. Satz III: Christus Jesus, splendor Patris - Musikalische Analyse
Der Notentext des III. Satzes findet sich im Anhang A.3. Gegenüber der Originalpartitur von Leduc sind zusätzliche Taktnummerierungen der präziseren Angabe wegen beigefügt worden. Die Partitur ist farblich kommentiert.
Der 3. Satz des Werkes wurde für eine nähere Analyse deswegen ausgewählt, weil an ihm die wesentlichen Charakteristika des Werkes aufgezeigt werden können: Rezitativisches, Choralmäßiges, das Vogelkonzert, die überlegt konstruktive Anlage des Satzes und die Verwendung von Modi und Harmonik.
Er bildet die zweite Meditation des Werkes; etwas umfangreicher als die erste Meditation bei weniger Text. Die Aufführungsdauer des Satzes ist etwa 7:40.
Messiaen kommentiert dazu:
Immer noch die Idee vom Licht, aber ein höheres Licht, Symbol des Donnerschlages: »Ihre Blitze haben den Erdkreis erleuchtet«. Die Hochgebirgsvögel: die Blaurake und Alpenbraunelle (Afrika) vereinigen ihre Stimmen mit denen des Dreifarbenglanzstars und des Baltimore-Pirols.
Die Partien der Marimbas und Xylorimbas bilden einen Gegensatz zu den tiefen Tönen der Kontrabasstuba. Ein Satz mit mächtigen Akkorden verkündet die Majestät Christi »Glanz des Vaters, Abbild seiner Substanz«. Und die Louisiana-Eule (Hörner) drückt ehrfürchtige Furcht aus...«
I. Einleitung: Einführung in das Oratorium, historische Einordnung und Darlegung der zentralen Forschungsfrage zur Komplexität und Aufführungshäufigkeit des Werkes.
II. Das musikalische Material der Transfiguration: Detaillierte Untersuchung von Messiaens Tonsprache, inklusive Modi, Hindurhythmik, Vogelgesängen und der Farbsymbolik von Klängen.
III. Das textliche Material der Transfiguration: Betrachtung der biblischen und theologischen Quellen, insbesondere der Schriften von Thomas von Aquin, sowie des Konzepts des "Abgrunds".
IV. Das Werk: Analyse des formalen Aufbaus, des III. Satzes als Fallbeispiel und abschließende Würdigung des Oratoriums im Gesamtwerk Messiaens.
Olivier Messiaen, La Transfiguration, Oratorium, Modi mit beschränkter Transponierbarkeit, Rhythmik, Gregorianik, Vogelstimmen, Synästhesie, Klangfarbe, Christus, Theologie, Thomas von Aquin, musikalische Analyse, III. Satz, Musiktheorie.
Die Arbeit untersucht das Oratorium "La Transfiguration de Notre-Seigneur Jésus-Christ" von Olivier Messiaen, wobei der Fokus sowohl auf dem musikalischen Material als auch auf den textlichen Hintergründen liegt.
Zu den Kernbereichen gehören Messiaens Modi, seine Rhythmik, die Rolle der Vogelstimmen als Ausdruck der Schöpfung sowie die mystische Verknüpfung von Klang und Farbe.
Das Ziel ist die Darlegung der Gewichtigkeit des Werkes durch eine detaillierte Analyse, insbesondere des III. Satzes, um gleichzeitig zu ergründen, warum das Oratorium in der Aufführungspraxis als besonders herausfordernd gilt.
Der Autor nutzt eine systematische musikalische Analyse unter Einbeziehung von Sekundärliteratur, Partiturstudien und dem Vergleich mit anderen Werken Messiaens.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des musikalischen Regelwerks (Modi, Rhythmen), die Analyse der theologisch fundierten Textquellen und eine spezifische Detailanalyse des III. Satzes.
Messiaen, Transfiguration, musikalische Analyse, Gregorianik, Vogelstimmen, Klänge und Farben.
Der III. Satz wurde gewählt, da er alle wesentlichen stilistischen Merkmale Messiaens vereint, darunter Rezitativ, Choral, Vogelkonzert sowie eine hochkomplexe konstruktive Struktur.
Der Autor nutzt zur Unterstützung der Analyse eine selbst erstellte Datenbank zur Bestimmung von Modi und Rhythmen sowie eine tabellarische Auswertung, um Symmetrien und Parallelstellen visuell nachvollziehbar zu machen.
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