Magisterarbeit, 2013
86 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Die Dysarthrie
2.1 Definition
2.2 Ursachen
2.3 Erscheinungsbild
2.4 Rigid-hypokinetische Dysarthrie
2.5 Weitere Formen
3 Die Parkinson-Krankheit
3.1 Definition
3.2 Ursachen
3.3 IPS / Morbus Parkinson
3.4 Andere Parkinson-Syndrome
4 Therapeutische Möglichkeiten
4.1 Überblick
4.2 Lee-Silverman-Voice-Treatment (LSVT)
5 Zum Begriff der Tiefenhirnstimulation
5.1 Erläuterung des Begriffs
5.2 Stimulation des Nucleus Subthalamicus
5.3 Weitere Stimulationsorte
6 Bedeutung der Tiefenhirnstimulation für die rigid-hypokinetische Dysarthrie
6.1 Respiration/ Phonation
6.2 Artikulation
6.3 Prosodie
7 Diskussion
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Tiefenhirnstimulation des Nucleus Subthalamicus auf die bei Morbus Parkinson auftretende rigid-hypokinetische Dysarthrie, um zu klären, inwieweit dieses neurochirurgische Verfahren eine wirksame Therapieoption für die sprachlichen Beeinträchtigungen darstellt.
1 Einleitung
Diese Magisterarbeit greift die Beziehung Morbus Parkinson und Dysarthrie auf und verknüpft diese mit der Therapiemöglichkeit der Tiefenhirnstimulation des Nucleus Subthalamicus. Anregungen zu dieser Arbeit gab das Buch von Helmut Dubiel (2008) "Tief im Hirn - Mein Leben mit Parkinson". Dubiel beschreibt sein Leben von der Diagnose an bis einige Jahre nach der Tiefenhirnstimulation, mit all seinen Ängsten, Einschränkungen und auch Hoffnungen. Das Buch zeigt wie sehr die Krankheit das alltägliche Leben beherrscht und gibt einen objektiven Einblick in die Gefühlswelt eines Erkrankten, was für einen Therapeuten hilfreich sein kann, um sich besser in den Patienten hineinversetzen zu können und um sich überhaupt eine Vorstellung machen zu können, was eine solche Diagnose für einen Patienten bedeuten kann.
Die Tiefenhirnstimulation stellt eine Therapieform der Parkinson-Krankheit dar, die mittlerweile seit knapp 30 Jahren Anwendung findet. Heute gehört die Tiefenhirnstimulation zu den favorisierenden angewandten interventionellen Therapieverfahren des idiopathischen Parkinson-Syndroms. Daneben sind noch die subkutane Applikation von Apomorphin und die Gabe von L-Dopa zu erwähnen. Neurochirurgische Verfahren, wie die Tiefenhirnstimulation, sollen die medikamentösen Behandlungen jedoch ablösen bzw. soll die Medikamentendosis dadurch verringert werden können. Folgende Verfahren sind in Deutschland derzeit zulässig: Thalamotomie, Pallidotomie, kontinuierliche Hochfrequenzstimulation des Thalamus, des Globus pallidus internus und des Nucleus subthalamicus. Welche Vor und Nachteile diese Verfahren haben, wird im Laufe dieser Arbeit geklärt. Zu der medikamentösen Behandlung zählt eine Vielzahl an verschiedenen Medikamenten, die jeweils unterschiedliche Wirkungen erzielen. Das bekannteste Medikament ist das Levodopa. Das sogenannte L-Dopa ersetzt die Dopaminzufuhr im Gehirn. Es gehört zu dem Medikament mit dem besten Verhältnis von Wirkung und Nebenwirkung. Allerdings sollte das Medikament nur der kurzfristigen Therapie dienen, denn nach einer Langzeiteinnahme überwiegen häufig die Nebenwirkungen. Daher suchte man nach einer längerfristigen Behandlungsmethode, die womöglich in der Tiefenhirnstimulation gefunden wurde. Hauptsächlich erwartet man sich von dieser
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themen Morbus Parkinson und Dysarthrie ein und stellt die Relevanz der Tiefenhirnstimulation als Therapiemethode dar.
2 Die Dysarthrie: In diesem Kapitel werden Definition, Ursachen, Erscheinungsbilder und verschiedene Formen der Dysarthrie dargelegt, wobei der Fokus auf der rigid-hypokinetischen Form liegt.
3 Die Parkinson-Krankheit: Dieses Kapitel definiert die Parkinson-Krankheit, erklärt ihre neurologischen Ursachen und differenziert zwischen dem idiopathischen Parkinson-Syndrom und anderen Parkinson-Syndromen.
4 Therapeutische Möglichkeiten: Es werden verschiedene Behandlungsansätze bei Parkinson diskutiert, wobei insbesondere das Lee-Silverman-Voice-Treatment ausführlich beschrieben wird.
5 Zum Begriff der Tiefenhirnstimulation: Dieses Kapitel erläutert das Verfahren der Tiefenhirnstimulation, ihre Funktionsweise und verschiedene Stimulationsorte.
6 Bedeutung der Tiefenhirnstimulation für die rigid-hypokinetische Dysarthrie: Hier werden die Effekte der Stimulation auf spezifische Sprechfunktionen wie Atmung, Phonation, Artikulation und Prosodie anhand aktueller Studien analysiert.
7 Diskussion: In der Diskussion werden die Risiken, Vorteile und die Ergebnisse der betrachteten Studien kritisch hinterfragt und in Bezug auf die klinische Anwendung bewertet.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf aktuelle Entwicklungen in der Parkinson-Forschung.
Morbus Parkinson, Dysarthrie, Tiefenhirnstimulation, Nucleus Subthalamicus, Sprechtherapie, Lee-Silverman-Voice-Treatment, LSVT, Phonation, Artikulation, Prosodie, Neurologie, extrapyramidales System, motorische Kontrolle, Lebensqualität.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Morbus Parkinson und der Dysarthrie, insbesondere im Kontext der Tiefenhirnstimulation als therapeutische Maßnahme.
Die zentralen Themen umfassen die neurologischen Grundlagen von Parkinson und Dysarthrie, die Möglichkeiten der logopädischen Behandlung, die technische Funktionsweise der Tiefenhirnstimulation sowie die kritische Analyse ihrer Auswirkungen auf das Sprechvermögen.
Das Hauptziel ist es zu klären, ob die Tiefenhirnstimulation des Nucleus Subthalamicus einen positiven Effekt auf die bei Parkinson-Patienten häufig auftretende rigid-hypokinetische Dysarthrie hat.
Die Autorin führt eine umfassende Literatur- und Studienanalyse durch, in der verschiedene Forschungsergebnisse zu operativen Eingriffen und therapeutischen Verfahren gegenübergestellt und diskutiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Erkrankungsbilder, die Erläuterung der Tiefenhirnstimulation sowie die spezifische Untersuchung ihrer Bedeutung für die Funktionskreise des Sprechens: Atmung, Phonation, Artikulation und Prosodie.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Parkinson, Dysarthrie, Tiefenhirnstimulation, LSVT und logopädische Therapie charakterisieren.
Die präzise Platzierung der Elektroden im Nucleus Subthalamicus ist entscheidend, da benachbarte Nervenbahnen irritiert werden können, was möglicherweise dysarthrische Symptome hervorrufen oder verschlechtern kann.
Die THS verbessert vorrangig die motorischen Symptome des Parkinson-Syndroms, während das LSVT spezifisch auf die Sprechleistung ausgerichtet ist, wodurch sich eine sinnvolle therapeutische Ergänzung ergibt.
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