Bachelorarbeit, 2013
60 Seiten, Note: 1,7
Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht
Einleitung
2. Definition CSR
2.1 Historische Entwicklung bis zum Begriff CSR
2.2 Heutiges Anwendungsgebiet des CSR
2.3 Stakeholder
2.4 Untergeordnete Konzepte des CSR
3. Das Grünbuch der Europäischen Kommission
3.1 Entwicklung des Grünbuches
3.2 Bestehende internationale Vereinbarungen
3.2.1 Global Compact
3.2.2 Trilaterale Erklärung der IAO
3.2.3 EN ISO 9000
3.2.4 OECD Leitlinien
3.3 Praktische Ansatzpunkte der KOM
3.3.1 Direkte Einflussgrößen
3.3.1.1 Personalmanagement
3.3.1.2 Arbeitsschutz
3.3.1.3 Sozialverträgliche Umstrukturierung
3.3.1.4 Schonende Nutzung natürlicher Ressourcen
3.3.2 Indirekt Einflussgrößen
3.3.2.1 Lokale Gemeinschaften
3.3.2.2 Stakeholder der Wertschöpfungskette
3.3.2.3 Menschenrechte
3.3.2.4 Transparenzberichte
3.3.2.5 Gütesiegel
3.4 Mitteilung der KOM
4. CSR in Deutschland
4.1 Rückblick auf die bisherige Entwicklung
4.2 Multi-Stakeholder Forum
4.3 Deutsche Strategie
4.4 Deutscher CSR-Kodex
4.5 Betriebsvereinbarungen
5. CSR in der Wirtschaft
5.1 Studie aus Österreich
5.2 Praxisbeispiel BMW
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den gesetzgeberischen Handlungsbedarf im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR). Die zentrale Forschungsfrage beschäftigt sich damit, wie ein regulatorischer Rahmen gestaltet sein muss, um nachhaltiges Wirtschaften in Europa zu fördern, ohne dabei die unternehmerische Freiheit übermäßig einzuschränken oder den Wettbewerb zu verzerren.
2.1 Historische Entwicklung bis zum Begriff CSR
Der Begriff Corporate Social Responsibility hat seinen Ursprung im angloamerikanischen Sprachraum und ist seit jeher dem Bereich der Unternehmensethik zu zuordnen. Umgesetzt wird die Unternehmensethik in der Unternehmensmoral. Eine klare Abgrenzung zwischen den Begriffen Ethik und Moral ist einem Fundament und dem zu bauendem Haus gleichzusetzen. Etwas Ethisches ist als grundlegende Theorie für den Bau der Moral zu verstehen. Die Moral ist demnach die Verhaltensweise, die sich aus der Ethik ergibt.
Bereits frühzeitig haben sich große Visionäre und Industrielle der Moral verschrieben, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Die ersten Unternehmer die Maßnahmen ergriffen haben, waren Henry Ford (Gründer des Automobilherstellers), Andrew Carnegie (amerikanischer Stahl-Tycoon und Friedensnobelpreisträger) und George Cadbury (britischer Süßwarenfabrikant). Sie zählten Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den einflussreichsten Unternehmern der Welt und nutzen ihren Einfluss für die Förderung sozialer Gerechtigkeit. So implementierten sie z.B. Gesundheitsprogramme für Mitarbeiter und deren Familien oder stellten ausreichend Wohnraum für eben diese zur Verfügung.
Hierbei nahm auch Deutschland eine Vorreiterrolle ein. Nicht nur Industrielle sondern auch Politiker setzten durch ihr Empfinden für soziale Gerechtigkeit bis heute geltende Maßstäbe. Otto von Bismarck führte während seiner Amtszeit von 1880 – 1890 als Handelsminister in der Weimarer Republik, im Rahmen seiner Sozialpolitik, die noch heute bestehende Unfall-, Kranken-, Invaliden-, und Rentenversicherung ein. Auch Berufsgenossenschaften sind auf das Handeln Bismarcks zurückzuführen. Eine politische Grundlage für die gesellschaftliche Verantwortung der Arbeitgeber war somit geboren.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von CSR angesichts globaler wirtschaftlicher Herausforderungen und skizziert die Notwendigkeit, einen gesetzlichen Rahmen zu finden, der ökonomische, ökologische und soziale Aspekte in Einklang bringt.
2. Definition CSR: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Herleitung des CSR-Begriffs sowie dessen historische Entwicklung und definiert die Rolle von Stakeholdern sowie verwandter Konzepte.
3. Das Grünbuch der Europäischen Kommission: Der Fokus liegt auf der Rolle der EU bei der Definition von CSR, der Analyse internationaler Vereinbarungen und der Untersuchung direkter sowie indirekter Einflussgrößen für Unternehmen.
4. CSR in Deutschland: Hier wird die nationale CSR-Politik analysiert, einschließlich der Bedeutung des Multi-Stakeholder Forums, der deutschen Strategie, des CSR-Kodex und der Rolle von Betriebsvereinbarungen.
5. CSR in der Wirtschaft: Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Umsetzung von CSR anhand einer österreichischen Studie und eines konkreten Fallbeispiels der BMW Gruppe.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bewertet den gesetzgeberischen Handlungsbedarf im Kontext der Freiwilligkeit versus verbindlicher Regulierung.
Corporate Social Responsibility, CSR, Nachhaltigkeit, Europäische Kommission, Grünbuch, Stakeholder, Unternehmensethik, Global Compact, Gesetzgebung, Freiwilligkeit, Wirtschaftsraum, Unternehmenskodex, Sozialverträglichkeit, Globalisierung, Unternehmensverantwortung
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik Corporate Social Responsibility (CSR) und der Fragestellung, in welchem Umfang ein gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht, um nachhaltiges unternehmerisches Handeln in Europa zu harmonisieren und zu unterstützen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und historische Entwicklung von CSR, die Rolle internationaler Abkommen, die Strategien der Europäischen Kommission sowie die spezifische politische und wirtschaftliche Umsetzung in Deutschland.
Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für die Ausgestaltung eines gesetzlichen Rahmens zu entwickeln, der soziale Verantwortung von Unternehmen fördert, ohne dabei die wirtschaftliche Dynamik zu behindern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer eigenen empirischen Datenerhebung (Umfrage), um das Verständnis und die Umsetzung von CSR in deutschen Unternehmen zu evaluieren.
Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte, die Vorgaben der EU durch das Grünbuch, politische Initiativen in Deutschland, die Rolle des Multi-Stakeholder Forums sowie praxisnahe Fallbeispiele zur Implementierung von CSR.
Neben dem zentralen Begriff CSR sind Nachhaltigkeit, Stakeholder-Dialoge, freiwillige Selbstverpflichtungen, Regulierung und internationale Wettbewerbsfähigkeit die prägenden Kernbegriffe.
Der Autor beleuchtet die besondere Situation von KMU, da diese aufgrund geringerer finanzieller Reserven bei der Umsetzung von CSR stärker benachteiligt sind als Großkonzerne und daher gezielte Förderung benötigen.
Die in der Arbeit durchgeführte Umfrage zeigt, dass das Vertrauen der Befragten in den europäischen Gesetzgeber doppelt so hoch ist wie das Vertrauen in den nationalen Gesetzgeber, was der Autor als erstaunliches Ergebnis hervorhebt.
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