Magisterarbeit, 2000
71 Seiten, Note: 1,0
0 Vorbemerkungen
1 Suchmaschinen und Informationsüberlastung im Web
1.1 Das Web als strukturell und inhaltlich komplexer Informationsraum
1.1.1 Dimensionen der Online-Forschung
1.1.2 Das Web als Informationsraum
1.1.3 Inhaltliche Komplexität im Web
1.2 Meta-Medienanwendungen
1.2.1 Begriffsdefinition und Aufgaben von Meta-Medienanwendungen
1.2.2 Typen von Meta-Medienanwendungen
1.2.3 Komponenten von Suchmaschinen
1.2.4 Herausforderungen und Lösungsstrategien in der Entwicklung von Suchmaschinen
2 Web-Nutzung als dynamischer Selektions- und Entscheidungsprozeß
2.1 Navigation per Hyperlink und Meta-Medienanwendung
2.2 Hunting, Grazing, Browsing: Drei Typen der Web-Suche
2.3 Selektion im Web als Entscheidungssequenz
2.4 Rahmenmodell der Suchmaschinen-Interaktion von Shneiderman
2.5 Vorschlag eines dynamischen Modells der Web-Informationssuche mit Suchmaschinen
2.6 Erforderliche Eigenschaften der Nutzer in den Interaktionsphasen
2.7 Sprache als Interaktionsproblem
3 Forschungsleitende Annahmen
4 Untersuchungsdesign
4.1 Logdateien als Erhebungswerkzeug in Web-Experimenten
4.1.1 Verdeckte Beobachtung mit Logdateien
4.1.2 Störfaktoren in Web-Experimenten
4.2 Auswahl und Hintergrund des verwendeten Suchdienstes
4.2.1 Eine Suchmaschine, nicht viele
4.2.2 Gründe für Altavista.de
4.2.3 Geschichte und Marktposition von Altavista
4.3 Konzeption der Recherchefragen und Fragebögen
4.3.1 Auswahl der Recherche-Fragen
4.3.2 Fragebogen zu Demographie, Web- und Suchmaschinennutzung
4.3.3 Fragebogen zur Beurteilung der vorangegangenen Recherche
4.3.4 Multiple-Choice-Test zum Suchmaschinenwissen
4.4 Ablauf des Experiments
4.4.1 Vorversuche
4.4.2 Rekrutierung der Versuchspersonen
4.4.3 Vorbereitung des Experiments
4.4.4 Durchführung des Experiments
4.4.5 Nachbereitung des Experiments
4.4.6 Störung während des Experiments
5 Ergebnisse
5.1 Charakterisierung der Versuchspersonen-Gruppen
5.1.1 Demographische Daten im Vergleich
5.1.2 Web-Erfahrung im Vergleich
5.1.3 Suchmaschinen-Nutzung im Vergleich
5.1.4 Suchmaschinen-Wissen im Vergleich
5.2 Beurteilung des Rechercheerfolges anhand abgelegter Lesezeichen
5.2.1 Vorgehen bei der Bewertung der Lesezeichen
5.2.2 Ergebnisse für Aufgabe eins
5.2.3 Ergebnisse für Aufgabe zwei
5.2.4 Erfolgreiche Spitzengruppe identifiziert
5.2.5 Nutzer und ihr Rechercheerfolg
5.3 Kommentare der Versuchspersonen zu den Aufgaben
5.3.1 Kategoriensystem der Kommentare
5.3.2 Zusammenfassung der sortierten Kommentare
5.4 Bewertungen der Aufgaben durch die Versuchspersonen
5.4.1 Bewertungen zu Aufgabe eins
5.4.2 Bewertungen zu Aufgabe zwei
5.4.3 Zusammenfassung der Bewertungen
5.5 Nutzereingaben in der Formulierungs- und Verfeinerungsphase
5.5.1 Kenndaten der Suchphrasen
5.5.2 Wortwahl bei den Suchbegriffen
5.5.3 Rechtschreibung der Suchbegriffe
5.5.4 Nutzung der Suchoptionen
5.5.5 Anwendung der Suchsyntax
5.5.6 Abwandlung von Suchphrasen
5.5.7 Nutzung der Ergebnislisten
5.5.8 Merkmale erfahrener und unerfahrener Nutzer in den Formulierungs- und Verfeinerungsphasen
5.6 Suchmuster
5.6.1 Logdateien und Suchmuster
5.6.2 Kategorisierung der Aktionen in Suchmustern
5.6.3 Lineare Visualisierung von Suchmustern
5.6.4 Visuelle Identifizierung globaler, charakteristischer Suchmuster
5.6.5 Visueller Vergleich gruppenspezifischer Suchmuster
5.6.6 Automatische Auszählung von Aktionsabfolgen
5.6.7 Auszählung globaler, charakteristischer Suchmuster
5.6.8 Auszählung charakteristischer Suchmuster nach Aufgaben
5.6.9 Auszählung charakteristischer Suchmuster nach Versuchspersonen-Gruppe
5.6.10 Auszählung charakteristischer Suchmuster bei den Top5
5.6.11 Die Suchmuster erfahrener, unerfahrener und erfolgreicher Versuchspersonen
5.6.12 Vorschläge für erweiterte Suchmuster-Auswertungen
6 Vorschläge und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Suchverhalten von Nutzern im Internet, wobei der Fokus auf den Unterschieden zwischen erfahrenen und unerfahrenen Anwendern bei der Nutzung von Suchmaschinen liegt. Ziel ist es, durch die Kombination von verdeckter Beobachtung (Logdateien) und Befragungen ein dynamisches Modell der Suchinteraktion zu entwickeln und zu validieren.
1.2.3 Komponenten von Suchmaschinen
Suchmaschinen bestehen aus verschiedenen Einzel-Komponenten, die unter dem Dach einer einheitlichen Nutzeroberfläche ineinandergreifen. Zwar ist es für die Suchenden nicht nötig, die genauen Details der Implementation zu kennen. Ein grobes Verständnis der Eigenheiten ist jedoch nützlich: Unterschiede zwischen verschiedenen Suchdiensten zu verstehen und die Suchstrategien darauf abzustimmen erhöht die Chancen auf Erfolg.
Im folgenden sollen die wesentlichen Bestandteile einer klassischen Suchmaschine umrissen werden. Die einzelnen Bausteine sind hier nur angedeutet, denn sie variieren von Dienst zu Dienst. Dazu kommt, daß kaum ein Suchdienstbetreiber gewillt ist, seine Geschäftsgeheimnisse offenzulegen – er öffnete sonst Konkurrenten und Betrügern Tür und Tor, die sich dem Angebot gegenüber am Markt positionieren oder dessen Beschaffenheit für ihre eigenen Werbezwecke ausnutzen wollen.
Der Index bildet den Kern jeder eigenständigen Suchmaschine – dazu gehören in Deutschland neben Altavista unter anderem auch Infoseek, Fireball und Lycos. Dort werden die Worte aufgenommener Seiten effizient abgelegt; nicht im Volltext, sondern in Tabellen zusammen mit ihrer Position, Prominenz und Häufigkeit auf der indexierten Webpage. Nur informationell selektive Worte gelangen in diesen Index, häufig verwendete Begriffe – zum Beispiel Präpositionen und Konjunktionen – sind in Stopwort-Listen vermerkt und werden ignoriert.
0 Vorbemerkungen: Einführung in die methodischen Besonderheiten der Magisterarbeit, inklusive Hinweise zur Quellenangabe und Nutzung von IT-Fachbegriffen.
1 Suchmaschinen und Informationsüberlastung im Web: Untersuchung der Komplexität des Internets als Informationsraum und der Rolle von Suchmaschinen als notwendige, aber fehleranfällige Selektionswerkzeuge.
2 Web-Nutzung als dynamischer Selektions- und Entscheidungsprozeß: Theoretische Herleitung der Informationssuche als Prozess, basierend auf Modellen wie Hunting, Browsing und dem TOTE-Konzept.
3 Forschungsleitende Annahmen: Formulierung der Hypothesen über die Unterschiede zwischen erfahrenen und unerfahrenen Nutzern hinsichtlich Suchtechnik und Erfolg.
4 Untersuchungsdesign: Detaillierte Beschreibung der experimentellen Methode, einschließlich der Nutzung von Proxy-Logfiles zur Beobachtung und der Gestaltung der Rechercheaufgaben.
5 Ergebnisse: Ausführliche Darstellung der erhobenen Daten zu Versuchspersonen, Rechercheerfolgen, Nutzerkommentaren und den identifizierten Suchmustern.
6 Vorschläge und Ausblick: Diskussion der Erkenntnisse und Ableitung konkreter Verbesserungsvorschläge für Suchmaschinenbetreiber, um die Ko-Selektion zwischen Mensch und Technik zu optimieren.
7 Anhang: Enthält die Literaturliste, Glossar der Fachbegriffe sowie die im Experiment verwendeten Versuchsanweisungen und Fragebögen.
Suchmaschinen, World Wide Web, Suchmuster, Information Retrieval, Logdateien, Rechercheverhalten, Web-Navigation, Suchsyntax, Nutzerkompetenz, Selektionsprozess, Suchphrasen, Usability, Altavista, Web-Experiment, Online-Forschung.
Die Arbeit analysiert das Suchverhalten von Nutzern im Internet, speziell wie erfahrene und unerfahrene Personen Suchmaschinen nutzen, um Informationen zu finden.
Themen sind die Informationsüberlastung im Web, die Funktionsweise von Suchmaschinen und die Dynamik von Such- und Entscheidungsprozessen bei der Web-Recherche.
Das Ziel ist es, ein Modell für die Web-Informationssuche zu entwickeln und empirisch zu prüfen, wie Nutzer mit Suchmaschinen interagieren und welche Suchmuster dabei entstehen.
Es wird ein experimentelles Design gewählt, das eine verdeckte Beobachtung durch Logdateien mit strukturierten Fragebögen kombiniert.
Der Hauptteil befasst sich mit der Charakterisierung der Nutzersuche, der Analyse von Suchphrasen, der Auswertung des Rechercheerfolgs sowie der detaillierten Auszählung von Suchmustern.
Suchmuster, Suchmaschinen-Interaktion, Information Retrieval, Web-Navigation und Nutzersuche sind die prägenden Begriffe.
Erfahrene Nutzer zeigen zwar komplexere Suchstrategien, scheitern jedoch häufig an der korrekten Anwendung der Suchsyntax, während unerfahrene Nutzer oft simplere Ansätze wählen, aber teils vergleichbare Ergebnisse erzielen.
Die Syntax entscheidet über die Präzision der Ergebnislisten; fehlerhafte Eingaben führen oft zu suboptimale Suchergebnissen oder werden von der Suchmaschine fehlinterpretiert, ohne dass der Nutzer dies bemerkt.
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