Magisterarbeit, 2000
71 Seiten, Note: 1,0
Die Magisterarbeit untersucht die Suchmuster erfahrener und unerfahrener Suchmaschinennutzer im deutschsprachigen World Wide Web. Ziel der Arbeit ist es, ein besseres Verständnis für die Interaktion von Menschen mit Suchmaschinen im Web zu gewinnen und die unterschiedlichen Strategien der Informationssuche zu analysieren.
Das erste Kapitel der Arbeit beleuchtet den Kontext der Informationssuche im Web. Hier wird die Komplexität des World Wide Web als Informationsraum und die Rolle von Meta-Medienanwendungen, insbesondere von Suchmaschinen, betrachtet. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem dynamischen Prozess der Web-Nutzung und den verschiedenen Typen der Informationssuche. Hier wird auch ein Rahmenmodell der Suchmaschinen-Interaktion von Shneiderman vorgestellt. In Kapitel drei werden die grundlegenden Forschungsleitenden Annahmen der Arbeit erläutert. Kapitel vier beschäftigt sich mit dem Untersuchungsdesign, inklusive der Auswahl der Versuchspersonen, den verwendeten Recherche-Fragen und dem Ablauf des Experiments. Kapitel fünf präsentiert die Ergebnisse der Studie, mit Fokus auf die Charakterisierung der Versuchspersonen-Gruppen, die Beurteilung des Rechercheerfolges und die Analyse der Suchmuster.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Bereiche Web-Nutzung, Suchmaschinen, Informationsüberlastung, Suchmuster, Interaktion, User-Experience, Informationssuche, Logdateien, Web-Experimente, und Online-Forschung.
Erfahrene Nutzer verwenden häufiger komplexe Suchoperatoren, variieren ihre Suchbegriffe präziser und können Suchergebnisse schneller auf Relevanz scannen, während Unerfahrene oft bei einfachen, unpräzisen Suchphrasen bleiben.
Es bezeichnet das Gefühl vieler Nutzer, von der schieren Menge an verfügbaren Informationen überwältigt zu sein, was es erschwert, gezielt und effizient die gesuchten Fakten zu finden.
Die Arbeit nennt "Hunting" (gezieltes Suchen nach Fakten), "Grazing" (oberflächliches Aufnehmen von Informationen) und "Browsing" (ungezielteres Umherschauen/Stöbern).
Die Untersuchung erfolgte durch ein Experiment, bei dem Logdateien ausgewertet wurden. Diese zeichneten jede Aktion der Nutzer (Eingaben, Klicks, Verweildauer) anonym auf, um typische Verhaltensmuster zu visualisieren.
Sprache ist ein zentrales Problem, da Nutzer ihre Bedürfnisse in Begriffe übersetzen müssen, die die Suchmaschine versteht. Rechtschreibung, Synonyme und die Wahl der "richtigen" Schlagworte entscheiden über den Erfolg.
Für das Experiment wurde die Suchmaschine Altavista.de verwendet, die zum Zeitpunkt der Studie (ca. 2000) eine führende Marktposition und umfangreiche Suchoptionen bot.
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