Diplomarbeit, 2013
155 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde
1) EINLEITUNG
2) GRUNDLAGEN
2.1 Die Nordatlantische Oszillation
2.2 Southern Oscillation
2.3 Die Sonne
2.3.1 Der Aufbau der Sonne
2.3.2 Die Rotation der Sonne und ihr Magnetfeld
2.3.3 Sonnenflecken – Entstehung und Einteilung
3) DATENQUELLEN UND METHODIK
3.1 Rhein-Daten
3.2 Bodensee-Daten
3.3 Ostseeeis-Daten
3.4 Sonnenflecken-Daten
3.5 NAO-Daten
3.6 Baur-Temperatur-Daten
3.7 Niederschlag-Daten
3.8 El-Niño-Daten
3.9 Vulkan-Daten
3.10 Methodik
4) AUSWERTUNG DER DATEN
4.1 NAO vs. Temperatur und Niederschlag
4.2 Sonnenflecken vs. Temperatur, Niederschlag und NAO
4.3 El-Niño-Jahre und Vulkan-Daten
4.4 Eis-Daten
5) DISKUSSION UND AUSWIRKUNGEN AUF DAS KLIMA
5.1 Der Einfluss der NAO auf das Klima
5.2 Der Einfluss der Sonne auf das Klima
5.3 Der Einfluss von Vulkanausbrüchen auf das Klima
5.4 El-Niño-Einwirkungen auf Mitteleuropa
5.5 Wintereis: Vergleiche zwischen Rhein, Bodensee und Ostsee
6) EINLEITUNG UND ÜBERLEGUNGEN ZUM PRAKTISCHEN ARBEITEN
7) GRUNDLAGEN
7.1 Geologie der Eifel
7.2 Maare
7.2.1 Maarentstehung und Besonderheiten
7.2.2 Schalkenmehrener Maar
8) METHODIK
8.1 Korngrößenanalyse
8.2 µ-XRF
9) ERGEBNISSE
10) LIMNOLOGIE EINES MAARES
11) ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss der Sonnenaktivität sowie der Nordatlantischen Oszillation (NAO) auf das Winterklima in Mitteleuropa durch die Analyse historischer Daten und Maarsedimente. Das primäre Ziel ist die überregionale Rekonstruktion klimatischer Zusammenhänge sowie die Erweiterung bestehender Proxyzeitreihen für extreme Winter durch hochaufgelöste Untersuchungen an Freeze-Kernen aus der Eifel.
2.1 Die Nordatlantische Oszillation
Die ersten Aufzeichnungen der nordatlantischen Oszillation, kurz NAO genannt, stammen aus einer Publikation des dänischen Missionars Hans E. Saabye, der in seinem Tagebuch von 1770 bis 1778 vermerkte, dass die Wintertemperaturen in Grönland und in Skandinavien gegenphasig oszillierten. Heute gilt es als gesichert, dass die zonale Strömung des Nordatlantiks vor allem bestimmend für das Winterklima in Grönland, Nordafrika, Europa und dem Osten der USA ist (Pinto et al., 2011; Wanner et al., 2001).
Der NAO-Index wird laut Deutschen Wetterdienstes (DWD) als Differenz der normierten Abweichungen der Druckwerte vom langjährigen Mittel zwischen der Nordstation (Island-Tief, ca. 65° nördliche Breite) und der Südstation (Azoren-Hoch, ca. 40° nördliche Breite) bezeichnet. Der Index ist negativ, wenn das Azoren-Hoch und das Island-Tief nur schwach ausgeprägt sind und entsprechend positiv, wenn die Luftdruckdifferenz besonders groß ist. Problematisch in diesem Zusammenhang ist der Fakt, dass der NAO-Index nicht eindeutig definiert ist. Somit ist es auch möglich, statt der Luftdruckdaten der Azoren-Stationen Daten von Gibraltar oder aus Portugal zu nehmen.
Eine Darstellung des historischen Verlaufs des Winter-NAO-Indexes (DJaF) seit 1775 zeigt Abbildung 2. Die schwarze Kurve stellt den jährlichen Winterverlauf der NAO-Werte da; die rote Linie eine Glättungskurve über einen Zeitraum von 3 Jahren, um längerfristige Trends zu identifizieren. Die NAO ist ein ganzjähriges Klimaphänomen, jedoch vor allem im Winter hauptverantwortlich für das europäische Wettergeschehen (Stenseth et al., 2003; Sirocko, 2013). Hierbei unterscheiden sich die beiden Zustände der nordatlantischen Oszillation erheblich voneinander mit weitreichenden Änderungen im zirkularen Windsystem.
1) EINLEITUNG: Einführung in die Klimavariabilität und Formulierung der drei Hauptziele zur überregionalen Klimabetrachtung sowie Erweiterung von Proxyzeitreihen.
2) GRUNDLAGEN: Erläuterung der meteorologischen Grundlagen der Nordatlantischen Oszillation, der Southern Oscillation sowie des Aufbaus und der Aktivität der Sonne.
3) DATENQUELLEN UND METHODIK: Detaillierte Auflistung der verwendeten meteorologischen Datensätze sowie Beschreibung der Vorgehensweise bei der statistischen Analyse (Bootstrap-Methode).
4) AUSWERTUNG DER DATEN: Statistische Analyse und Korrelation der verschiedenen Klimaparameter (Temperatur, Niederschlag, NAO, Sonnenflecken, Eisdaten).
5) DISKUSSION UND AUSWIRKUNGEN AUF DAS KLIMA: Interpretation der Ergebnisse im Kontext bestehender Klimamodelle und Diskussion der Einflüsse von NAO, Sonne, Vulkanausbrüchen und El-Niño auf Mitteleuropa.
6) EINLEITUNG UND ÜBERLEGUNGEN ZUM PRAKTISCHEN ARBEITEN: Vorstellung der Eifelmaare als Klimaarchive und Erläuterung der Bohrprojekt-Methodik zur Gewinnung von Freeze-Kernen.
7) GRUNDLAGEN: Geologische Einordnung der Eifel sowie theoretische Grundlagen zur Entstehung von Maaren und ihrer Sedimentationsprozesse.
8) METHODIK: Beschreibung der instrumentellen Analysetechniken, insbesondere der Korngrößenanalyse mittels RADIUS und der Röntgenfluoreszenzanalyse (µ-XRF).
9) ERGEBNISSE: Darstellung der gewonnenen Grafiken zur Event-Identifizierung im Bohrkern des Schalkenmehrener Maares.
10) LIMNOLOGIE EINES MAARES: Grundlagen der limnologischen Prozesse in Maarseen, insbesondere hinsichtlich Schichtung und Zirkulation.
11) ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Kritische Reflexion der Ergebnisse bezüglich der Zielerreichung und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Klimatologie, Nordatlantische Oszillation, NAO, Sonnenaktivität, Sonnenfleckenzyklus, Eifelmaare, Schalkenmehrener Maar, Paläoklimatologie, Warvenchronologie, Sedimentanalyse, µ-XRF, Korngrößenanalyse, Winterklima, Klimavariabilität, Bootstrap-Methode.
Die Arbeit untersucht den Einfluss natürlicher Klimafaktoren, insbesondere der Sonnenaktivität und der Nordatlantischen Oszillation, auf das Winterklima in Mitteleuropa anhand historischer Aufzeichnungen und geologischer Sedimentdaten.
Zentrale Themen sind die Klimatologie, die Solarphysik, die Analyse von Seesedimenten (Limnologie) sowie die statistische Auswertung meteorologischer Zeitreihen.
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Sonnenfleckenaktivität, NAO und dem Auftreten extremer Winter zu bestätigen sowie geologische Proxydaten aus Eifelmaaren zur Erweiterung historischer Zeitreihen nutzbar zu machen.
Es werden historische Datenreihen korreliert und statistisch mittels der sogenannten Bootstrap-Methode auf ihre Signifikanz geprüft. Zudem erfolgt eine geochemische und sedimentologische Analyse von Maarkernen.
Der Hauptteil gliedert sich in die statistische Auswertung der Klimadaten und den praktischen Teil, in dem Freeze-Kerne aus dem Schalkenmehrener Maar analysiert werden, um spezifische Eventlagen zu identifizieren.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Nordatlantische Oszillation, Sonnenfleckenzyklus, Paläoklimatologie, Eifelmaare und Sedimentanalyse beschreiben.
Das Schalkenmehrener Maar dient als ideales natürliches Klimaarchiv, dessen jährliche Sedimentschichten (Warven) Aufschluss über vergangene Umweltbedingungen und klimatische Ereignisse geben.
Der Rhein weist laut der Studie als einziges der untersuchten Gewässer eine statistisch hoch signifikante Korrelation sowohl mit der NAO als auch mit der Sonnenaktivität auf, was ihn zu einem besonders sensiblen Forschungsobjekt macht.
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