Diplomarbeit, 2009
36 Seiten, Note: 2
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1.0 Farben als Wegweiser in der Politik
1.1 Kennfarbe
1.2 Farbgebrauch in der Politik
1.3 Historischer Ursprung
2.0 Die einzelnen Farben der politischen Parteien in Österreich
2.1 Rot
2.1.1 Die rote Nelke
2.1.2 Das Rot der kommunistischen Partei
2.2 Schwarz
2.3 Blau
2.3.1 Hellblau
2.4 Grün
2.5 Orange
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Herkunft und die moderne Verwendung von Farbbezeichnungen für politische Parteien in Österreich. Ziel ist es, die Entstehung der umgangssprachlichen Zuordnungen (wie "die Roten", "die Schwarzen" oder "die Blauen") zu hinterfragen und deren Bedeutung für das politische Selbstverständnis sowie die visuelle Kommunikation der Parteien aufzuzeigen.
1.1 Kennfarbe
Seit Beginn menschlicher Kultur diente die Farbe als bewusst oder unbewusst eingesetztes Unterscheidungsmerkmal, als Symbol und als Signal.
Eine Kennfarbe ist eine bestimmte Signalfarbe, die der Möglichkeit der Kennzeichnung – also der direkten Assoziation oder Zuordnung – zu einer bestimmten Gruppe dient. Kennfarben dienen etwa zur Kennzeichnung einer politischen Gruppierung oder einem Verein. Die Kennfarbe findet sich oft in Wappen oder Flaggen der jeweiligen Organisationen oder Parteien wieder. Dort sind die Kennfarben auch oft mit bildlichen Symbolen verbunden. Die – vielleicht unbewusste – Wahl einer Farbe durch eine politische Bewegung mit großer Strahlkraft führt dazu, dass eine bestimmte Farbe automatisch und auf Dauer mit einem politischen oder weltanschaulichen Konzept verbunden wird.
Die wichtigsten politischen Kennfarben sind:
Rot für kommunistische (meist dunkelrot) und sozialistische/sozialdemokratische (signalrot) Gruppen oder Parteien (Arbeiterbewegung)
Schwarz für konservative, christdemokratische und der italienischen Ausprägung des Faschismus nahe stehenden Gruppen und Parteien (Klerus und Faschismus)
Grün für umweltschützende (Ökologiebewegung) und in islamischen Ländern für islamdemokratische, konservative Parteien und Gruppen
Gelb und/oder Blau für liberale und freiheitliche/freisinnige Parteien und Gruppen
Orange für Parteien, die für Freiheit und Aufbruch stehen
Farbkennzeichnungssysteme spielen in vielen Bereichen menschlicher Information, Kommunikation und Dokumentation eine wichtige Rolle. Im sozialwissenschaftlichen Kontext sind sie Teil der nonverbalen Kommunikation.
1.0 Farben als Wegweiser in der Politik: Dieses Kapitel erläutert die allgemeine Funktion von Farben als Orientierungsmuster und Signale im politischen Raum sowie deren historischen Hintergrund.
2.0 Die einzelnen Farben der politischen Parteien in Österreich: Hier werden die spezifischen Farben der österreichischen Parteien analysiert, wobei auf deren Entstehung, symbolische Bedeutung und Verwendung in Wahlkämpfen eingegangen wird.
Politische Parteien, Österreich, Kennfarbe, Farbsymbolik, Signalfarbe, SPÖ, ÖVP, FPÖ, Die Grünen, BZÖ, politische Kommunikation, Wahlwerbung, Parteifarbe, Identitätsbildung, Geschichte der Farben
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursprüngen und Bedeutungen von Farbbezeichnungen, die in Österreich verwendet werden, um politische Parteien zu benennen und voneinander zu unterscheiden.
Im Zentrum stehen die historische Herleitung von Farbsymbolik, die Entwicklung von Parteilogos sowie die psychologische und werbetechnische Wirkung von Farben auf den Wähler.
Das Ziel ist es, aufzuklären, wie umgangssprachliche Farbbezeichnungen entstanden sind und welchen Stellenwert sie für das Selbstbild und die Außendarstellung österreichischer Parteien einnehmen.
Der Autor führt eine qualitative Recherche durch, basierend auf Literaturanalyse, Internetrecherche und persönlichen Anfragen bei politischen Akteuren.
Der Hauptteil analysiert detailliert die einzelnen Farben (Rot, Schwarz, Blau, Grün, Orange) und deren spezifische Bedeutung im Kontext der jeweiligen österreichischen Parteien.
Zu den Kernbegriffen zählen politische Farbenlehre, parteipolitisches Spektrum, Corporate Identity von Parteien und die historische Symbolkraft von Farbwahl.
Die rote Nelke entwickelte sich zur "Sozialistenblume", da sie aufgrund ihrer Farbe und leichten Verfügbarkeit ideal als Erkennungszeichen bei Festlichkeiten der Arbeiterbewegung fungierte.
Orange wurde vom BZÖ gezielt als neue, unbelastete Parteifarbe gewählt, um Freiheit, Aufbruch und eine Abkehr von starren Parteibindungen zu symbolisieren.
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