Bachelorarbeit, 2013
81 Seiten, Note: 1,3
1 Probleme und Chancen des Selbststudiums
1.1 Aktivierungsniveau und kognitive Leistung
1.2 Vergessens- und Lernkurve nach Ebbinghaus
1.3 Das Problem der „Arbeitstiere“
1.4 Vertagung von Arbeit - Prokrastination
1.5 Fazit
1.5.1 Wie die Arbeit zum Flow-Erlebnis werden kann
1.5.2 Wie Studenten aktiviert werden
1.5.3 Selbstlern-Seminare
1.5.4 Suchkriterien für die Internetrecherche
2 Rechtliches
2.1 Verwertungsrechte
2.1.1 Vervielfältigungsrecht
2.1.2 Verbreitungsrecht
2.1.3 Bearbeitungen und Umgestaltungen
2.2 Definitionen
2.3 Rechtslage beim Setzen von Hyperlinks
2.3.1 Surface- und Deep-Links
2.3.2 Framing und Inline-Linking
2.3.3 Haftungsfrage bei der Verlinkung von Webseiten mit rechtswidrigen Inhalten
2.3.4 Freie Lizenzen
2.4 Empfehlungen und Bewertung
3 Erstellen einer Linkliste
3.1 Durchführen der Internetrecherche
3.2 Gestaltung der Liste
3.3 Datenbankstruktur
3.4 PHP-Skript zum Auslesen und Darstellen der Datensätze
4 Darstellung der hypermedialen Elemente
4.1 Grundlagen
4.1.1 Bogenmaß und -länge
4.2 Mengen
4.2.1 Übung und Veranschaulichung verschiedener Mengenoperationen
4.3 Reelle Zahlen, Beträge
4.3.1 Das Distributivgesetz
4.3.2 Spiel zum Kommutativgesetz
4.3.3 Das Assoziativgesetz
4.4 Gleichungen
4.4.1 Einfache Gleichungen mit dem Waagenmodell auflösen
4.4.2 Erkunden von linearen Gleichungen
4.4.3 Erkunden von quadratischen Gleichungen
4.4.4 Die Betragsfunktion
4.5 Lineare Gleichungssysteme
4.5.1 Darstellung möglicher Lösungen im zweidimensionalen Raum
4.5.2 System zum Anfassen im zweidimensionalen Raum
4.5.3 Darstellung möglicher Lösungen im dreidimensionalen Raum
4.6 Binomischer Lehrsatz
4.6.1 Binomialkoeffizienten und Pascal’sches Dreieck
4.6.2 Binomiale Expansion mithilfe des Pascal’schen Dreiecks
4.7 Vektoralgebra
4.7.1 Spiel zur Addition von Vektoren im zweidimensionalen Raum
4.7.2 Kommutativgesetz
4.7.3 Assoziativgesetz
4.7.4 Skalarprodukt zum Anfassen
4.7.5 Spiel zum schiefen Wurf und optimalen Winkel
4.7.6 Fragen zur linearen Unabhängigkeit
4.7.7 Spatprodukt zum Anfassen
4.8 Vektorgeometrie
4.8.1 Darstellungsformen einer Geraden (auch als Parameter)
4.8.2 Abstand von Punkt und Gerade im zweidimensionalen Raum
4.8.3 Abstand von zwei Geraden im dreidimensionalen Raum
4.8.4 Parametergleichung einer Ebene im dreidimensionalen Raum und ihr Abstand zu einem Punkt
4.9 Funktionseigenschaften
4.9.1 Monotone Bereiche einer beliebigen Funktion
4.9.2 Periodendauer und weitere Parameter der Sinusfunktion
4.10 Koordinatentransformation
4.10.1 Darstellung einer Kurve in Polarkoordinaten
4.11 Grenzwerte
4.11.1 Grenzwerte beliebiger Funktionen bestimmen und darstellen
4.12 Polynomfunktionen
4.12.1 (Reale und imaginäre) Nullstellen von Polynomen ermitteln
4.12.2 Rechengenauigkeit des Horner-Schemas (Numerik)
4.12.3 Lagrange Interpolation
4.13 Gebrochenrationale Funktionen
4.13.1 Experimentieren mit Null- und Polstellen
4.13.2 Erkunden von Asymptoten, Null- und Polstellen
4.14 Kegelschnitte
4.14.1 Der Schnitt einer Ebene mit einem Doppelkegel
4.15 Trigonometrische Funktionen
4.15.1 Winkelfunktionen am Einheitskreis
4.15.2 Zeigerdiagramm am Beispiel von Wechselspannung
4.15.3 Schwingungen zum Selbstverschmelzen
4.15.4 Lissajous-Figuren
4.17 Exponentialfunktionen
4.17.1 Gedämpfte Schwingung (Feder-Masse-System)
4.20 Differenzierbarkeit
4.20.1 Erklärung und Veranschaulichung zur Kettenregel
4.21 Anwendung der Differentialrechnung
4.21.1 Lineares Approximieren
4.21.2 „Skifahren im Gebirge“ auf einer Funktion mit zwei Variablen
4.22 Integration als Umkehrung der Differenziation
4.22.1 Stammfunktion
4.25 Integrationsmethoden
4.25.1 Veranschaulichung der Substitution
4.28 Anwendungen der Integralrechnung
4.28.1 Riemann-Summe im dreidimensionalen Raum mit veränderbarer Genauigkeit
5 Diskussion
5.1 Mögliche Auswirkungen auf die Flow-Bedingungen
5.2 Lerntypen
Ziel dieser Bachelor Thesis ist die Optimierung des Selbstlernangebots für das Modul „MATH1“ (Mathematik 1) an der Hochschule Bremen durch die Identifikation und Einbindung interaktiver, hypermedialer Lernmaterialien, um Studierende beim eigenverantwortlichen Lernen zu unterstützen.
1.1 Aktivierungsniveau und kognitive Leistung
Um nach Antworten auf die einleitend gestellten Fragen zu suchen, betrachten wir vorweg das sogenannte Yerksen-Dodson-Gesetz [Aut13q]. Demnach ist der maximalen Leistungsfähigkeit (einer bestimmten Person) ein ganz bestimmtes Aktivierungsniveau zugenordnet (siehe Abbildung 1.1). Das Aktivierungsniveau wird auch häufig als Wachheitsgrad bezeichnet und ist ein Maß dafür, wie gut wir äußere Reize verarbeiten [Sta12]. Ist die Aktivierung zu hoch, führt dies zu Nervosität, Hektik, Konzentrationsschwäche und ist üblicherweise mit einem Gefühl der Überforderung verbunden.
Ist sie hingegen zu klein, führt sie zu Müdigkeit und ist mit Gefühlen von Unterforderung und „nicht in Gang kommen“ verknüpft [Tur03, Seite 14/15]. Anders ist es bei optimaler Anregung: Unter dieser Voraussetzung kann es sogar zum sogenannten „Flow-Erlebnis“ kommen, einem Gefühl völligen Aufgehens in einer Tätigkeit. Die deutsche Bezeichnung entspricht etwa der des Tätigkeitsrausches. Der Zustand optimaler Anregung ist jedoch nur eine von drei notwendigen Bedingungen, um der psychologischen Definition von „Flow“ zu genügen. Weitere Bedingungen sind u.a. [Aut13d]:
1. „Die Aktivität hat deutliche Ziele.
a) Die Aktivität hat unmittelbare Rückmeldung.
b) Die Tätigkeit hat ihre Zielsetzung bei sich selbst (sie ist autotelisch [das bedeutet im Sprachgebrauch, dass ‚der Weg das Ziel‘ ist und die Handlung somit kein Mittel ist, um ein höheres Ziel zu erreichen, sondern bereits selbst das Ziel einer final intrinsischen Motivation ist [Aut13a], MS])
2. Wir sind fähig, uns auf unser Tun zu konzentrieren.“
1 Probleme und Chancen des Selbststudiums: Dieses Kapitel analysiert psychologische Einflussfaktoren auf das Selbststudium, wie das Yerksen-Dodson-Gesetz und Prokrastination, und diskutiert Maßnahmen zur Optimierung der Lernaktivierung.
2 Rechtliches: Hier wird die rechtliche Zulässigkeit der Einbindung von Hyperlinks für Lehrzwecke untersucht, wobei insbesondere Urheberrechtsaspekte und Haftungsfragen bei externen Webseiten geklärt werden.
3 Erstellen einer Linkliste: Dieses Kapitel beschreibt den technischen Aufbau und die Struktur einer Linkliste, die auf einer MySQL-Datenbank basiert, um Lerninhalte systematisch und für Studierende zugänglich zu organisieren.
4 Darstellung der hypermedialen Elemente: Ein umfangreicher Katalog von Lernobjekten wird vorgestellt, der von mathematischen Grundlagen bis hin zur Integralrechnung reicht und ihre Eignung für das Selbststudium diskutiert.
5 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse reflektiert, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf das „Flow-Erlebnis“ der Studierenden und die Unterstützung unterschiedlicher Lerntypen durch das neue Angebot.
Selbststudium, MATH1, hypermediale Elemente, Flow-Erlebnis, Prokrastination, Urheberrecht, Linkliste, Datenbank, Web-Entwicklung, PHP, MySQL, Lerntypen, Mathematik, E-Learning, Aktivierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbesserung der Selbstlernangebote im Modul „MATH1“ an der Hochschule Bremen durch die kuratierte Bereitstellung hypermedialer Lernmaterialien.
Die zentralen Felder umfassen die Lernpsychologie (Flow, Aktivierung), rechtliche Rahmenbedingungen für Online-Inhalte und die praktische Umsetzung einer datenbankgestützten Web-Applikation zur Lernunterstützung.
Das Ziel ist es, Studierenden den Übergang vom passiven Wissenskonsumenten zum aktiven Erkunder durch interaktive, digital bereitgestellte Übungsmaterialien zu ermöglichen.
Es wurde eine Internetrecherche zur Identifikation geeigneter Lehrmittel durchgeführt, gefolgt von einer rechtlichen Analyse und der technischen Implementierung einer Linkliste mittels PHP und MySQL.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Lernprozessen, die juristische Bewertung der Internet-Link-Nutzung sowie die detaillierte Vorstellung zahlreicher hypermedialer Applets für verschiedene mathematische Teilgebiete.
Wichtige Begriffe sind Selbststudium, Flow-Erlebnis, Interaktivität, Urheberrecht, PHP, Datenbankstruktur und mathematische Visualisierung.
Im Gegensatz zum starren Frontalunterricht ermöglicht die hier entwickelte Linkliste den Studierenden ein selbstgesteuertes Lerntempo und eine individuelle Interaktion mit den Lehrinhalten.
Das Skript verwendet zur Absicherung gegen Sicherheitslücken eine spezielle Funktion von Tobias Hilken, die speziell zur Prävention von bösartigen Code-Injektionen in die Webanwendung implementiert wurde.
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