Bachelorarbeit, 2013
106 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung – Lynch und der Mythos
1.1 Hypothese
1.2 Inhaltliche Vorgehensweise
2 David Lynch
2.1 Biographie
2.1.1 Kindheit und Jugend
2.1.2 Von der Malerei zum Bewegtbild
2.1.3 Lynchworld – ab dem ersten Spielfilm
2.2 Die Filme Lynch’s – Ein Überblick
2.3 Meditation und Unbewusstes
3 Die Archetypen nach C.G. Jung
3.1 Das Kollektive Unbewusste
3.2 Die Archetypen
3.2.1 Die vier Grundarchetypen der menschlichen Psyche
3.2.2 Mutter, Vater, Kind
3.2.3 Weitere variierende Archetypen
4 Ein Held – Tausend Gesichter
4.1 Mythos
4.2 Joseph Campbell – Held und Mentor
4.3 Monomythos – Das Abenteuer des Helden
4.3.1 Erster Akt – Aufbruch
4.3.2 Zweiter Akt – Initiation
4.3.3 Dritter Akt – Rückkehr
5 Die Heldenreise nach Vogler
5.1 A Practical Guide
5.2 The Hero’s Journey
6 LOST HIGHWAY – Die Analyse
6.1 Methodische Vorgehensweise
6.2 Die Idee zum Film
6.3 Genreabgrenzung und Kritiken
6.3.1 (Kein) Genre
6.3.2 (Kein) Erfolg beim Publikum
6.4 LOST HIGHWAY – Filminhalt
6.5 Interpretationsversuche
6.5.1 Lynch und Interpretation
6.5.2 Hinweise zu LOST HIGHWAY von Lynch und Gifford
6.5.3 Interpretation – Ein Versuch
6.6 Die Figuren als Archetypen
6.6.1 Zwei Welten
6.6.2 Renee und Alice – Mutter, Anima und Femme Fatale
6.6.3 Fred und Pete – Ein Held
6.6.4 Mr. Eddy und Dick Laurent – Vater und Schatten
6.6.5 Mystery Man – Schatten und Mentor
6.6.6 Das Haus der Madison’s – Fred’s Psyche
6.7 Die Reise auf dem LOST HIGHWAY
6.7.1 Erster Akt – Fred’s Welt
6.7.2 Zweiter Akt – Pete’s Paradies
6.7.3 Dritter Akt – Fred’s Rückkehr
6.8 Interpretation der Analyse
7 Resumé
7.1 Ein Trick von Lynch
7.2 Mythologie in der Filmbranche
Diese Arbeit untersucht den Film LOST HIGHWAY von David Lynch auf Grundlage mythologischer Strukturen, um herauszufinden, ob dem narrativ komplexen Handlungsverlauf ein universeller Heldenzyklus zugrunde liegt und ob die Figuren archetypische Merkmale nach C.G. Jung verkörpern.
Die Idee zum Film
An idea is a thought [...] that holds more than you think it does when you receive it. But in that first moment there is a spark. In a comic strip, if someone gets an idea, a light bulb goes on. It happens in an instant, just as in life. It would be great if the entire film came up all at once. But it comes, for me, in fragments. That first fragment is like the Rosetta Stone. It’s the piece of the puzzle that indicates the rest. It’s a hopeful puzzle piece. […] You fall in love with the first idea, that little tiny piece. And once you’ve got it, the rest will come in time.
Die Idee zu LOST HIGHWAY war mit dem Titel geboren. In Barry Giffords Roman NIGHT PEOPLE kamen diese Worte vor und Lynch war sofort „verliebt“. „That phrase [...] sparked it.“
1 Einleitung – Lynch und der Mythos: Vorstellung der Forschungsfrage, ob Lynch-Filme mythologischen Strukturen folgen, sowie Erläuterung der Vorgehensweise.
2 David Lynch: Biografischer Überblick und Einordnung Lynchs künstlerischer Wurzeln und Meditationspraxis.
3 Die Archetypen nach C.G. Jung: Definition des kollektiven Unbewussten und der grundlegenden Archetypen der menschlichen Psyche.
4 Ein Held – Tausend Gesichter: Theoretische Herleitung des Monomythos nach Joseph Campbell als Basis universeller Geschichten.
5 Die Heldenreise nach Vogler: Vorstellung von Voglers 12-Stationen-Modell als praxisorientierter Leitfaden für die Analyse.
6 LOST HIGHWAY – Die Analyse: Detaillierte Untersuchung des Films hinsichtlich Handlung, Figuren und mythologischer Entsprechungen.
7 Resumé: Fazit über die Anwendbarkeit mythologischer Strukturen auf arthaus-orientierte und experimentelle Filme wie LOST HIGHWAY.
David Lynch, LOST HIGHWAY, Heldenreise, Mythos, C.G. Jung, Archetypen, Joseph Campbell, Christopher Vogler, Monomythos, Analytische Psychologie, Unbewusstes, Filmtheorie, Identität, Psychogene Fugue, Film Noir
Die Arbeit analysiert David Lynchs Film LOST HIGHWAY anhand klassischer mythologischer Konzepte, um zu klären, ob der experimentellen Erzählweise eine archetypische Heldenreise zugrunde liegt.
Die zentralen Felder sind die Tiefenpsychologie nach C.G. Jung, die Mythenforschung nach Joseph Campbell und das strukturelle Heldenreise-Modell von Christopher Vogler.
Die Arbeit untersucht, ob sich trotz der filmischen Unerklärlichkeit mythologische Urstrukturen in LOST HIGHWAY nachweisen lassen und ob diese die Faszination für Lynchs Werke begründen.
Es handelt sich um eine strukturierte filmwissenschaftliche Analyse, die den Film anhand definierter Stationen der Heldenreise in Akt-Strukturen zerlegt und auf archetypische Charakter-Funktionen hin prüft.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Lynch, Jung und Campbell sowie die spezifische, schrittweise Analyse der Handlung, der Figuren und der symbolischen Räume in LOST HIGHWAY.
Die wichtigsten Begriffe sind Heldenreise, Archetypen, Unbewusstes, Mythos, Identitätskrise und psychogene Fugue.
Lynch betont, dass Filme emotional und intuitiv wie Musik verstanden werden sollen; eine rationale, logische Erklärung würde die Kraft des Mysteriums zerstören.
Das Haus wird als physische Repräsentation von Freds Psyche und als Labyrinth gedeutet, in dem das Unbewusste im Keller und die Persona an der Fassade verortet sind.
Lynch war vom Prozess fasziniert, insbesondere von der Frage nach der Identität und der Fähigkeit eines Menschen, trotz schwerwiegender Vorwürfe eine scheinbare Normalität zu wahren.
Das Möbius-Band dient als visuelle und strukturelle Metapher für eine Erzählung, bei der Anfang und Ende ineinander übergehen und zwei Seiten einer Realität zu einer einzigen verschmelzen.
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