Bachelorarbeit, 2011
50 Seiten, Note: 2,25
1 Zusammenfassung
2 Einleitung
3 Die Familienaufstellung nach Bert Hellinger
3.1 Hellingers Biographie
3.2 Grundlagen der Familienaufstellung
3.3 Zentrale Begriffe der Familienaufstellung
3.3.1 Ordnung
3.3.2 Verstrickung
3.3.3 Versöhnung
4 Die Familienskulptur nach Virginia Satir
4.1 Satirs Biographie
4.2 Grundlagen der Familienskulptur
4.3 Familienskulptur als Methode zur physischen Wahrnehmung
4.4 Abgrenzung der Skulpturarbeit zum Psychodrama
5 Kritische Auseinandersetzung mit der Familienaufstellung nach Bert Hellinger
5.1 Kritik am patriarchalischen Familienbild
5.2 Kritik aus feministischer Perspektive
5.3 Kritik an den Begriffen: Ordnung, Verstrickung und Versöhnung
5.3.1 Kritik am Ordnungs-Begriff
5.3.2 Kritik am Verstrickungs-Begriff
5.3.3 Kritik am Versöhnungs-Begriff
5.4 Kritischer Vergleich der Familienaufstellung mit der Familienskulptur
6 Praktische Anwendung der systemischen Arbeit mit Familienskulpturen in der Sozialen Arbeit
6.1 Methodische Anwendung der Familienskulptur in der Sozialen Arbeit
6.2 Ausgewählte Interviews zur methodischen Anwendung der Familienskulptur im Kontext der Sozialen Arbeit
6.2.1 Interview zur methodischen Anwendung: praksys – Systemische Therapie und Beratung Bremen (Paul-Th. Ewert)
6.2.2 Interview zur methodischen Anwendung: Anonymes Experteninterview
7 Resümee
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die systemische Familienaufstellung nach Bert Hellinger kritisch mit der Familienskulptur nach Virginia Satir zu vergleichen, um Unterschiede in den Methoden und Ansätzen aufzuzeigen und deren Eignung für die Soziale Arbeit zu bewerten.
Die Familienskulptur als Methode zur physischen Wahrnehmung
Die Methode der Familienskulptur, welche hier als Medium zur Demonstration von Verhaltensweisen dient, zeigt die Kommunikationsmuster innerhalb der Familie, im Gegensatz zu einer lediglich verbalen Beschreibung, sehr viel differenzierter. Weiterhin vermag sie die Erfahrungen aus der Vergangenheit wieder zu beleben (vgl. Satir/Baldwin, 2004, S. 192). Lauterbach sieht den räumlich-physischen Vollzug von Veränderungen, der Problematiken sowie ihrer Lösungsmöglichkeiten als Ergänzungsmedium zu der verbalen Kommunikationsebene. Mögliche Veränderungen, beispielsweise auf der Ebene von Beziehungen zwischen verschiedenen Generationen, können mit Hilfe der Skulpturarbeit direkt wahrgenommen werden (vgl. Lauterbach, 2007, S. 109). Als besonders geeignet wird die Skulpturarbeit empfunden, wenn die verbalen Kommunikationsmöglichkeiten erweitert werden sollen. Dieses geschieht zum einen durch die verstärkte Wahrnehmung durch andere Sinneskanäle und zum anderen durch die Eigenschaft der dreidimensionalen Perspektive des Raumes, in dem die Skulptur modelliert wird. Durch die Arbeit mit der Skulptur entsteht zumeist ein immenses Potenzial von Kreativität, das Lösungsmöglichkeiten in oft gänzlich neuen Dimensionen eröffnet (vgl. Lauterbach, 2007, S. 113).
1 Zusammenfassung: Einleitende Darstellung der zentralen Fragestellung, der methodischen Vorgehensweise und der Zielsetzung der Bachelor-Thesis.
2 Einleitung: Motivation zur Themenwahl durch ein Seminar und Literaturrecherche zur kontroversen Diskussion um Bert Hellinger und Virginia Satir.
3 Die Familienaufstellung nach Bert Hellinger: Biografische Hintergründe Hellingers und Erläuterung der Grundbegriffe Ordnung, Verstrickung und Versöhnung innerhalb seines Therapieansatzes.
4 Die Familienskulptur nach Virginia Satir: Lebensweg von Satir und die methodischen Grundlagen des Skulpturierens als humanistische und ressourcenorientierte systemische Arbeit.
5 Kritische Auseinandersetzung mit der Familienaufstellung nach Bert Hellinger: Analyse der patriarchalen Strukturen, feministische Kritik sowie eine methodische Gegenüberstellung mit der Familienskulptur.
6 Praktische Anwendung der systemischen Arbeit mit Familienskulpturen in der Sozialen Arbeit: Diskussion über den Einsatz der Methode in der Praxis, ergänzt durch zwei Experteninterviews.
7 Resümee: Fazit der Arbeit mit dem Ergebnis, dass Hellingers Ansatz als ungeeignet für die Soziale Arbeit betrachtet wird, während die Methode nach Satir sehr positiv bewertet wird.
Familienaufstellung, Familienskulptur, Bert Hellinger, Virginia Satir, Soziale Arbeit, systemische Therapie, Ordnung, Verstrickung, Versöhnung, humanistische Psychologie, Beratung, Experteninterview, Methodik, Familienbild, Klientenautonomie.
Die Arbeit untersucht kritisch die Unterschiede zwischen der systemischen Familienaufstellung nach Bert Hellinger und der Familienskulptur nach Virginia Satir unter Berücksichtigung ihres Einsatzes in der Sozialen Arbeit.
Die zentralen Themen sind systemische Familientherapie, ethische Implikationen von Therapiemethoden, das Rollenverständnis von Therapeuten sowie die Auswirkungen von Familienbildern auf Klienten.
Die zentrale Frage lautet: Durch welche Aspekte unterscheidet sich die Familienaufstellung nach Hellinger von der systemischen Arbeit mit Familienskulpturen nach Satir hinsichtlich beider Methoden und Ansätze?
Der Autor führt eine theoretische Literaturanalyse beider Ansätze durch und kombiniert diese mit einer praxisorientierten Untersuchung durch zwei Experteninterviews im Kontext der Sozialen Arbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung beider Therapiemethoden, eine intensive kritische Auseinandersetzung mit Hellingers Konzepten und einen praktischen Bezug zur Sozialen Arbeit.
Neben den Hauptbegriffen wie Familienaufstellung und Familienskulptur sind die Konzepte von Ordnung und Verstrickung sowie die Orientierung an der Klientenautonomie wesentliche Kennzeichen.
Der Autor sieht Hellinger als autoritären „Regisseur“, der seine eigene Interpretationshoheit über die Bedürfnisse der Klienten stellt, was der Autor als unethisch und unprofessionell einstuft.
Aufgrund des humanistischen, ressourcenorientierten Charakters und der stärkeren Wahrung der Klientenautonomie, die eine individuelle Lösungsfindung ohne dogmatische Vorgaben ermöglicht.
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