Diplomarbeit, 2004
100 Seiten, Note: 1,7
1. ZEHN JAHRE NAFTA – EINE ERFOLGSGESCHICHTE?
2. ENTSTEHUNGSGESCHICHTE UND MOTIVATION
2.1. DIE POSITION MEXIKOS
2.2. DIE POSITION DER USA
2.3. DIE POSITION KANADAS
2.4. MOTIVATION DER TEILNEHMERSTAATEN
3. DER NAFTA-VERTRAG
3.1. DER VERHANDLUNGSVERLAUF
3.2. DIE VERHANDLUNGSERGEBNISSE
3.2.1. Zielsetzung
3.2.2. Güterhandel
3.2.3. Investitionsregelungen
3.2.4. Weitere Bestimmungen
4. WIRTSCHAFTLICHE AUSWIRKUNGEN DER NAFTA AUF MEXIKO
4.1. ADÄQUATE KRITERIEN ZUR BEWERTUNG DER NAFTA
4.2. HANDELSEFFEKTE
4.2.1. Handelssteigerungen
4.2.2. Handelsumlenkungen
4.2.3. Spezialisierung
4.2.4. Konzentration auf den Handelspartner USA
4.3. ARBEITSMARKT
4.3.1. Beschäftigung
4.3.2. Löhne
4.4. KAPITALMARKT
4.4.1. Direktinvestitionen
4.4.2. Portfolio-Anlagen
4.5. WOHLFAHRTSEFFEKTE
4.5.1. Produktivität
4.5.2. Wachstum
4.5.3. Ungleiche Entwicklung innerhalb Mexikos
5. POLITISCHE AUSWIRKUNGEN DER NAFTA AUF MEXIKO
5.1. DEMOKRATISIERUNG
5.1.1. Allgemeiner Zusammenhang zwischen Marktwirtschaft und Demokratie
5.1.2. NAFTA und demokratische Transition in Mexiko
5.2. WIRTSCHAFTS- UND FINANZPOLITIK: MARKTWIRTSCHAFTLICHE REFORMEN
5.2.1. Wirtschaftspolitik
5.2.2. Finanzpolitik
5.3. ASPEKTE DER BILATERALEN BEZIEHUNGEN MEXIKO – USA
5.3.1. Migration
5.3.2. Drogenhandel
5.4. ERRUNGENSCHAFTEN IN DEN BEREICHEN UMWELTPOLITIK UND ARBEITNEHMERRECHTE
5.4.1. Umweltpolitik
5.4.2. Arbeitnehmerrechte
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Diplomarbeit untersucht die ökonomischen und politischen Auswirkungen des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) auf Mexiko in den ersten zehn Jahren nach seinem Inkrafttreten. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, welche Rolle das Abkommen bei der wirtschaftlichen Modernisierung und dem Demokratisierungsprozess Mexikos gespielt hat und welche weiteren Implikationen daraus resultierten.
4.2.3. Spezialisierung
Handelszusammenschlüsse werden von der Öffentlichkeit oft positiv beurteilt, wenn die teilnehmenden Staaten über komplementäre Produktionsstrukturen verfügen und sich somit gegenseitig mit unterschiedlichen Gütern versorgen können. In diesem Fall bedarf es jedoch keiner Integration, da der Handel ohnehin stattfindet. Wirtschaftswissenschaftler bewerten Handelsbündnisse gerade dann als besonders wertvoll, wenn sie es den Mitgliedsstaaten erlauben, sich innerhalb eines industriellen Sektors zu spezialisieren. Die theoretischen Grundlagen für diese Position lieferten bereits Adam Smith und David Ricardo im 18. bzw. 19. Jahrhundert.
Analysiert man den Güterhandel zwischen den USA und Mexiko nach Produktgruppen, dann fällt auf, dass Güter aus den meisten handelsmäßig bedeutenden Kategorien die US-mexikanische Grenze in beide Richtungen überqueren. Dies bedeutet, dass ein Großteil (ungefähr 80 Prozent) des US-mexikanischen Handels innerhalb der jeweils selben Industriesektoren stattfindet. Der sogenannte intra-industrielle Handel kann als Beleg dafür gewertet werden, dass Handel zu Spezialisierung führt. Folgende drei Fälle können dabei unterschieden werden:
a) Jedes Land sendet dem anderen ein völlig anderes Produkt innerhalb desselben Industriesektors: Zum Beispiel exportieren die USA innerhalb der Kategorie „Elektrogeräte“ Geschirrspülmaschinen nach Mexiko, während sie Zündkabel aus Mexiko importieren.
b) Jedes Land sendet dem anderen eine unterschiedliche Version desselben Produktes. So exportieren die USA und Mexiko in der Kategorie „Elektrogeräte“ beide Staubsauger, allerdings unterschiedliche Modelle mit unterschiedlicher Ausstattung.
c) Jedes Land sendet dem anderen das vom Wesen her gleiche Produkt, aber zu einem unterschiedlichen Stadium im Fertigungsprozess. In der Kategorie „Elektrogeräte“ exportieren die USA zum Beispiel Bildröhren nach Mexiko, die dann als fertig montierte Fernsehgeräte wieder reimportiert werden.
Die dritte Variante wird auch als intra-firm trade bezeichnet, weil er innerhalb von Unternehmens oder zumindest strategischen Allianzen abläuft. Der intra-firm trade wächst mit den Auslandsinvestitionen und macht 50 Prozent des Handels mit Industriegütern aus, ein bedeutender Teil davon entfällt auf das Maquiladora-System.
1. ZEHN JAHRE NAFTA – EINE ERFOLGSGESCHICHTE?: Einleitende Betrachtung der NAFTA als Modell für zukünftige Kooperationen zwischen Industrieländern und Schwellenländern sowie eine erste Einordnung der Bedeutung für Mexiko.
2. ENTSTEHUNGSGESCHICHTE UND MOTIVATION: Darstellung der historischen Entwicklung der trilateralen Wirtschaftspartnerschaft und der spezifischen Motive der drei beteiligten Staaten.
3. DER NAFTA-VERTRAG: Einblick in den Verhandlungsverlauf, die Vertragsstruktur sowie die wichtigsten inhaltlichen Regelungen wie Güterhandel, Investitionen und Parallelabkommen.
4. WIRTSCHAFTLICHE AUSWIRKUNGEN DER NAFTA AUF MEXIKO: Umfassende Analyse der Effekte auf Handel, Arbeitsmarkt, Kapitalfluss und Wohlfahrt unter Berücksichtigung der Herausforderungen bei der Bewertung.
5. POLITISCHE AUSWIRKUNGEN DER NAFTA AUF MEXIKO: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen wirtschaftlicher Öffnung und Demokratisierung sowie der bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Mexiko.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Reflexion über die erreichten Ziele, noch bestehende Herausforderungen und ein Ausblick auf die zukünftige nordamerikanische Integration.
NAFTA, Mexiko, USA, Kanada, Freihandel, Wirtschaftswachstum, Demokratisierung, Direktinvestitionen, Arbeitsmarkt, Handelsbilanz, Produktivität, Integration, Maquiladora-System, Wirtschaftsreformen, Tequila-Krise
Die Arbeit analysiert die wirtschaftlichen und politischen Folgen des zehnjährigen Bestehens der NAFTA für den Mitgliedsstaat Mexiko.
Die zentralen Felder sind die Handelseffekte, die Situation am Arbeitsmarkt, Investitionen, allgemeine Wohlfahrtseffekte sowie die politische Demokratisierung in Mexiko.
Das Ziel ist es, die Rolle der NAFTA bei den wirtschaftlichen und politischen Veränderungen Mexikos seit 1994 objektiv zu bewerten.
Die Autor setzt auf eine Literaturanalyse unter Einbeziehung wissenschaftlicher Expertenmeinungen und empirischer Daten, wobei er einen intertemporären Vergleich anstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen (Handel, Arbeit, Kapital, Wohlfahrt) und der politischen Implikationen (Demokratisierung, bilaterale Beziehungen zu den USA).
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie NAFTA, Mexiko, Wirtschaftswachstum, Demokratisierung, Direktinvestitionen und Freihandel charakterisieren.
Der Autor argumentiert, dass die NAFTA den Demokratisierungsprozess stabilisiert und beschleunigt hat, indem sie den Druck auf das autoritäre System erhöhte und für mehr Transparenz sorgte.
Der Autor stellt fest, dass die NAFTA zwar nicht alle Beschäftigungsträume erfüllt hat, aber einen positiven Netto-Effekt im verarbeitenden Gewerbe erzielen konnte, während Verluste primär in der Landwirtschaft durch strukturelle Probleme auftraten.
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