Bachelorarbeit, 2013
121 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Die Republik Südafrika
1.1 Allgemeine Daten
1.2 Sprachsituation
1.3 Bildungssystem
1.4 Schulpolitik
1.5 Morula View Primary School
1.6 Probleme in der Schulpolitik
2. Analyse
2.1 Verwendete Sprachen
2.2 Codeswitching
2.3 Inhalt der einzelnen Unterrichtsgespräche
2.4 Sprechaktanalyse
2.5 Funktionsanalyse
Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionen von Codeswitching (CS) im Unterrichtsgespräch an der südafrikanischen Morula View Primary School. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, warum in einem formellen schulischen Umfeld trotz der Unterrichtssprache Englisch auf Codeswitching zurückgegriffen wird und welchen Zweck dieses Sprachkontaktphänomen erfüllt.
2.2 Codeswitching
CS ist das Umschalten zwischen mehreren Sprachen oder Dialekten innerhalb der Äußerung eines Sprechers. In dieser Bachelorarbeit bezeichnet der Terminus CS alle Arten des Umschaltens zwischen den Sprachen (vgl. Mestrie 2002: 235).
Die Sprachkontaktliteratur unterscheidet zwischen satzexternem und satzinternem Umschalten. Auf diese Erscheinungsformen wird hier näher eingegangen. Finlayson und Slabbert nennen zwei Formen des satzexternen CS und drei Formen des satzinternen CS (1997b: 71-73).
Codeswitching zwischen Gesprächswenden
CS zwischen konversationellen Wenden (‚conversational turns‘) treten auf, wenn ein Sprecher beispielsweise eine Äußerung auf Englisch tätigt und ein zweiter Sprecher auf Setswana antwortet (vgl. Finlayson & Slabbert 1997b: 71). Dies kam in den Unterrichtsgesprächen vor, wenn die Lehrerin auf Setswana eine Frage stellte und ihre Schüler auf Englisch antworteten. Während die Lehrer die Sprache wechselten, antworteten die Schüler stets auf Englisch und dies oft nur in kurzen Antworten oder mit Ja bzw. Nein (vgl. Mogwathi 2011: 334). Nur einmal ist es vorgekommen, dass ein Schüler auf Setswana geantwortet hat, wie das folgende Beispiel zeigt:
(1) T: What is happening? What is happening? N!
N: The number, the number that is given…
T: Say it in Tswana!
N: O tse ya le tshwawo la. (‘You take the sign of the bigger number.’)
(12-15).
1. Die Republik Südafrika: Dieses Kapitel erläutert die geografischen, sprachlichen und bildungspolitischen Grundlagen Südafrikas sowie die spezifischen Probleme und Rahmenbedingungen an der Morula View Primary School.
2. Analyse: Hier erfolgt die detaillierte Untersuchung der verwendeten Sprachen, der verschiedenen Formen des Codeswitching, eine Inhaltsangabe der untersuchten Unterrichtsstunden sowie die Sprechakt- und Funktionsanalyse.
Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Funktionsanalyse zusammen und gibt Empfehlungen für den Einsatz von Codeswitching als unterstützende Unterrichtsstrategie.
Codeswitching, Südafrika, Unterrichtssprache, Sprachpolitik, Setswana, Englisch, Bildungssystem, Grundschule, Sprachkontakt, Funktionsanalyse, Sprechaktanalyse, Mehrsprachigkeit, Township-Schule, Sprachvarietät, Klassenraummanagement.
Die Arbeit analysiert die Funktionen und Einsatzgründe von Codeswitching im Unterrichtsalltag einer südafrikanischen Grundschule in einem Township.
Die Schwerpunkte liegen auf der Sprachpolitik Südafrikas, der Rolle des Englischen als Unterrichtssprache im Kontrast zur Muttersprache und der praktischen Anwendung von Codeswitching durch Lehrkräfte.
Das Ziel ist es, offenzulegen, welche Funktionen Codeswitching im Schulunterricht erfüllt und inwieweit es zur Überbrückung von Sprachbarrieren beiträgt.
Die Arbeit basiert auf Audioaufnahmen aus vier verschiedenen Unterrichtsstunden, die transkribiert und anschließend mittels Sprechaktanalyse sowie einer Funktionsanalyse nach Uys ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Sprachsituation und einen Analyseteil, in dem verschiedene Formen des Codeswitching sowie deren Funktionen (akademisch, sozial, Management) diskutiert werden.
Zentrale Begriffe sind Codeswitching, Mehrsprachigkeit, Unterrichtssprache, Setswana, Englisch und Funktionsanalyse im Bildungskontext.
Die 4. Klasse stellt einen Wendepunkt dar, da in diesem Jahrgang die Unterrichtssprache offiziell von der Muttersprache Setswana zum Englischen wechselt, was ein häufiges Codeswitching nahelegt.
Die Autorin empfiehlt, Codeswitching unter bestimmten Bedingungen offiziell als legitime Unterrichtsstrategie zuzulassen, um den Lernerfolg und die Schülerbeteiligung zu fördern.
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