Bachelorarbeit, 2013
45 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Neologismen im Deutschen
2.1 Definition und Abgrenzung
2.2 Die Funktion von Neologismen
2.3 Neologismentypen
2.3.1 Neulexeme
2.3.2 Neuformative
2.3.3 Neubedeutungen
3. Arten der Wortneubildung
3.1 Komposition
3.2 Derivation
3.3 Affixoid- und Konfixbildung
3.4 Zusammenrückung und Zusammenbildung
3.5 Wortgruppenlexembildung
3.6 Kurzwortbildung
3.7 Kontamination
3.8 Fremdwortübernahme und -bildung
4. Das Übersetzen von Neologismen am Beispiel von Walter Moers’ Zamonien-Romanen
4.1 Ein kurzer Überblick: Walter Moers’ Zamonien
4.2 Übersetzungsmethoden
4.2.1 Die Übersetzung von Wortschöpfungen
4.2.2 Die Übersetzung von Komposita
4.2.3 Die Übersetzung von Derivaten
4.2.4 Die Übersetzung von Affixoid-/Konfixbildungen
4.2.5 Die Übersetzung von Zusammenrückungen und Zusammenbildungen
4.2.6 Die Übersetzung von Wortgruppenlexemen
4.2.7 Die Übersetzung von Kurzwörtern
4.2.8 Die Übersetzung von Wortkreuzungen
4.3 Interpretation der Übersetzungsprozeduren
5. Schlussbetrachtung
Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die Bildung und Verwendung von Neologismen zu geben und die wichtigsten Strategien zu ihrer äquivalenten Übersetzung ins Englische zu analysieren. Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf die kreative Wortbildung in der Fantasy-Literatur am Beispiel der Zamonien-Romane von Walter Moers.
4.2.1 Die Übersetzung von Wortschöpfungen
Den Wortschöpfungen soll an dieser Stelle ein eigenes Kapitel gewidmet werden. Auch wenn sie bei der Neologismenbildung in der deutschen Alltags- oder Fachsprache in der Regel keine große Rolle mehr spielen, so sind sie doch in der Fantasy-Literatur von essenzieller Bedeutung. Sie sind Ausdruck der Kreativität des Autors und unterstützen die Fremdartigkeit der fiktiven Welt. Gerade Walter Moers ist in Bezug auf Wortschöpfung besonders produktiv.
Ein zentraler Begriff in „Die Stadt der Träumenden Bücher“ ist das sogenannte Orm, Quell von Inspiration und dichterischer Schöpfung, zu dem nur ausgewählte Schriftsteller Zugang finden (vgl. Dollinger/Moers 2012:185ff.). Der Begriff bezeichnet einen bisher unbekannten Sachverhalt unter Verwendung einer völlig neuen Lautkombination. Aus phonetischer Sicht könnte man mutmaßen, dass er an die Silbe om angelehnt ist, die laut www.bhagavad.de im Hindi und Buddhistischen als Klang des Absoluten und als Urenergie des Universums gilt. Der Neologismus wurde eins-zu-eins ins Englische übernommen: Orm (STBe:9)2.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen der Neologismen ein, erläutert die Relevanz der Arbeit und stellt die Untersuchung der Zamonien-Romane von Walter Moers als Korpus vor.
2. Neologismen im Deutschen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Neologismus, grenzt ihn von anderen Phänomenen ab und erörtert verschiedene Funktionen sowie Typen der Neologismenbildung.
3. Arten der Wortneubildung: Hier werden die morphologischen Prozesse der Wortneubildung im Deutschen, von der Komposition über die Derivation bis hin zu Kurzwortbildungen und Kontaminationen, detailliert untersucht.
4. Das Übersetzen von Neologismen am Beispiel von Walter Moers’ Zamonien-Romanen: Das Hauptkapitel analysiert auf Basis der Zamonien-Romane die angewandten Übersetzungsstrategien für die zuvor eingeführten Neologismenkategorien.
5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit einer funktionsgetreuen Übersetzungsmethode in der Fantasy-Literatur.
Neologismen, Wortbildung, Übersetzungswissenschaft, Zamonien, Walter Moers, Morphologie, Wortschöpfung, Komposition, Derivation, Kontamination, Nachbildung, Funktionsübersetzung, Fantasy-Literatur.
Die Arbeit befasst sich mit der Bildung von Neologismen im Deutschen und deren Übersetzung ins Englische am Beispiel der Zamonien-Romane von Walter Moers.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Wortbildungslehre und die praktische Anwendung von Übersetzungsmethoden für neuartige Begriffe in der literarischen Übersetzung.
Das Ziel ist es, einen Überblick über die Bildung und Verwendung von Neologismen zu geben und zu analysieren, welche Strategien zur äquivalenten Darstellung in der englischen Sprache genutzt werden.
Es wird eine Korpusanalyse der Zamonien-Romane von Walter Moers in deutscher Sprache und deren englischen Übersetzungen durchgeführt, um Übersetzungsmethoden zu klassifizieren.
Der Hauptteil analysiert spezifische Neologismenformen wie Wortschöpfungen, Komposita, Derivate und Kontaminationen und untersucht, wie der Übersetzer John Brownjohn diese jeweils ins Englische übertragen hat.
Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern gehören Neologismen, Wortbildung, Übersetzungswissenschaft, Walter Moers, Morphologie und verschiedene Wortbildungsarten wie Komposition und Derivation.
Der Übersetzer nutzt primär das Verfahren der Nachbildung, um die Morphemstruktur zu erhalten, greift jedoch bei Bedarf auch auf Übernahme, Neubildung oder Auslassung zurück, um dem inhaltlichen und funktionalen Kontext gerecht zu werden.
Das Orm ist ein zentraler Begriff für die Inspiration und dichterische Schöpfung in Zamoniens Literaturwelt, der im Englischen eins-zu-eins übernommen wurde.
Die Auslassung fungiert oft als Notlösung, wenn Form und Inhalt des Neologismus nicht in eine zielsprachliche lexikalische Einheit übertragen werden können, ohne das inhaltliche Verständnis oder die Qualität des Textes zu gefährden.
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