Bachelorarbeit, 2012
42 Seiten, Note: 1,3
1. Begriffserklärungen
1.1 Interkulturalität
1.2 Migration
1.3 Akkulturation/ Assimilation
1.4 Diversity/ Diversity Management
2. Bildungspolitische und pädagogische Maßnahmen in Deutschland mit besonderer Berücksichtigung von Schülern mit Migrationshintergrund
2.1 Aufteilung der Schüler auf die Schulformen mit Einbezug der Bildungspolitik
2.2 Institutionelle Diskriminierungen
2.3 Bildungspolitische Ausblicke
2.4 Mögliche pädagogische Interventionen
3. Integration in der Schule
3.1 Integrationspolitik in Deutschland
3.2 Bildungsmaßnahmen als Integrationsmöglichkeit
3.2.1 Sprache und Integration
3.2.2 Lehrer/Innenbildung als Vorrausetzung für erfolgreiche Integration
3.2.3 Interkulturelle Curricula
3.3 Integration durch Kooperation
4. Diversity Konzept in der Schule
5. IGS Koblenz
5.1 Konzepte der IGS Koblenz
5.2 Schulleben an der IGS Koblenz
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten der Umsetzung von Integration und Diversity-Konzepten im deutschen Schulwesen, um bestehender Diskriminierung entgegenzuwirken und die Chancenungleichheit für Schüler mit Migrationshintergrund zu reduzieren.
1.1 Interkulturalität
Wie bei fast jedem Begriff ist auch die Interkulturalität auf verschiedene Bereiche anwendbar und somit auch nicht genau definierbar, da der Begriff immer in den Zusammenhang der Verwendung zu setzen ist. Zumeist taucht er im Kontext mit der Ausländer- und Einwanderungspolitik auf. Im Zuge der Gastarbeiterbewegung und der sich immer schneller entwickelnden Globalisierung gewann die Interkulturalität immer mehr an Bedeutung. Die Vorsilbe „Inter“ stammt aus dem lateinischen und bedeutet „zwischen“, sie bezieht sich auf ein gemeinsames Leben in unserer multikulturellen Gesellschaft auf engstem Raum nebeneinander und auf ein gemeinsames Miteinander. Dies wird auch durch den folgenden Versuch einer Definition von Yousefi (2010) deutlich: „Interkulturalität ist der Name einer Theorie und Praxis, die sich mit dem historischen und gegenwärtigen Verhältnis aller Kulturen und der Menschen als ihr Träger auf der Grundlage völliger Gleichwertigkeit beschäftigt.“ (Yousefi 2010, S. 35). Hierbei wird deutlich, dass die Thematik der Interkulturalität nicht nur ein gegenwärtiges Phänomen ist, sondern dass dieses, auch historisch betrachtet, seine Tradition aufweist.
Yousefi (2010) nimmt hierbei die „[…]völlige Gleichwertigkeit[…]“ (Yousefi 2010, S. 35) der verschiedenen Kulturen als Grundlage für ein gemeinsames Zusammenleben. Weiterhin versteht sich die Interkulturalität auch als eine wissenschaftliche Disziplin, welche sich neben der Historie und der Gegenwart auch mit der Theorie und Praxis beschäftigt (vgl. Yousefi 2010, S. 35f). Vor allem der Einbezug der Praxis rückt bei dieser Definition in den Vordergrund. Denn nur durch das praktische Erfahren der verschiedenen Kulturen untereinander findet ein „[…]Paradigmenwechsel und eine Bewusstseinserweiterung[…]“ (Yousefi 2010, S. 35) statt. Dieses ermöglicht den Menschen voneinander zu lernen und die einzelnen Besonderheiten, die jede Kultur mit sich bringt, für sich selbst zu verwenden. Ferner kann auch das neu gewonnene Lebensgut für den Alltag, sei es in gewissen Lebensentscheidungen, den Gedanken oder auch in den täglichen Verhaltensweisen verwendet werden.
1. Begriffserklärungen: Definition zentraler Begriffe wie Interkulturalität, Migration, Akkulturation und Diversity, die das theoretische Fundament für die weiteren Ausführungen bilden.
2. Bildungspolitische und pädagogische Maßnahmen in Deutschland mit besonderer Berücksichtigung von Schülern mit Migrationshintergrund: Untersuchung der aktuellen Situation von Schülern mit Migrationshintergrund im gegliederten Schulsystem und der damit verbundenen strukturellen sowie institutionellen Herausforderungen.
3. Integration in der Schule: Analyse von Integrationsstrategien, unter besonderer Betrachtung der Sprachförderung, der Lehrerausbildung sowie der Bedeutung interkultureller Curricula und kooperativer Schulformen.
4. Diversity Konzept in der Schule: Darstellung des Diversity-Ansatzes in der Pädagogik als Instrument, um Vielfalt als Ressource zu nutzen und soziale Barrieren innerhalb von Bildungsinstitutionen abzubauen.
5. IGS Koblenz: Fallbeispiel einer konkreten Schulpraxis, die durch differenzierte Konzepte, Heterogenität im Lernprozess und ein aktives Schulleben Integration und Vielfalt erfolgreich umsetzt.
6. Fazit und Ausblick: Kritische Zusammenfassung der politischen Versäumnisse bei der schulischen Integration sowie der Aufruf, Vielfalt künftig stärker als Chance für die gesellschaftliche Entwicklung zu begreifen.
Integration, Diversity, Migrationshintergrund, Schule, Bildungspolitik, Interkulturalität, institutionelle Diskriminierung, Sprachförderung, Lehrerausbildung, Chancengleichheit, IGS Koblenz, Bildungsungleichheit, Heterogenität, Pädagogik, soziale Integration
Die Arbeit untersucht, wie Schulen durch Integration und Diversity-Ansätze Diskriminierung vorbeugen und Chancenungleichheit gegenüber Schülern mit Migrationshintergrund aktiv abbauen können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse des deutschen Schulsystems, der Bedeutung von Sprachkompetenz, der Ausbildung von Lehrkräften sowie der praktischen Implementierung von Diversity-Konzepten.
Ziel ist es zu erörtern, inwieweit Integration oder Diversity in der Schule umgesetzt werden können, um Chancengleichheit und soziale Teilhabe für alle Schüler zu gewährleisten.
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, die Einbeziehung statistischer Daten sowie auf die Analyse von Fallbeispielen, insbesondere der IGS Koblenz.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen, eine Analyse der bildungspolitischen Lage in Deutschland, die Untersuchung institutioneller Diskriminierung und die Vorstellung praktischer pädagogischer Interventionsmöglichkeiten.
Die zentralen Begriffe sind Integration, Diversity, Migrationshintergrund, Bildungsgerechtigkeit und Schulentwicklung.
Die Arbeit nutzt die Integrierte Gesamtschule (IGS) Koblenz als positives Praxisbeispiel, um die Umsetzung von Diversity und die Förderung durch heterogene Tischgruppen zu illustrieren.
Die Lehrerausbildung wird als kritischer Faktor identifiziert, da sie bisher unzureichend auf die Anforderungen einer heterogenen Schülerschaft vorbereitet und zu stark auf Fachwissen statt auf Pädagogik fokussiert ist.
Der Autor kritisiert, dass das frühe selektive System in Deutschland die Bildungsungleichheit verschärft und Kinder mit Migrationshintergrund oft strukturell benachteiligt werden, anstatt sie durch gezielte Förderung zu unterstützen.
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