Diplomarbeit, 2013
224 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Methodik und Aufbau der Arbeit
1.3 Stand der Forschung
1.3.1 Junior (2006)
1.3.2 Becker et al. (2008)
1.3.3 Haunerland, Hirschhausen, Moll, Walter (2008)
1.3.4 Eisenkopf, Burgdorf (2010)
1.3.5 Platte (2011)
1.4 Definitionen und Abgrenzungen
1.4.1 Definition Linienverkehr
1.4.2 Definition Personenfernverkehr
1.4.3 Definition Linienfernverkehr
1.4.4 Definition Fernlinienbus
2 Relevante Bestimmungen im innerdeutschen Fernverkehr
2.1 Das PBefG vor dem Jahr 2013
2.2 Der Weg zur Änderung des PBefG
2.3 Die neue Gesetzeslage im Jahr 2013
3 Stimmen und Meinungen zur Liberalisierung
3.1 Pressespiegel
3.2 Positionen und Erwartungen von Verbänden, Lobbyisten und Experten
4 Verkehr und Mobilität in Deutschland
4.1 Rückblick auf die Geschichte des innerdeutschen Fernverkehrs
4.1.1 Geschichte der Eisenbahn in Deutschland
4.1.2 Geschichte der Fernlinienbusse in Deutschland
4.1.3 Geschichte der Linienflüge in Deutschland
4.1.4 Geschichte des Pkw in Deutschland
4.2 Verkehr in Deutschland und Modal Split
4.3 Neuere Geschichte des Fernverkehrsmarktes und jüngere Trends
4.3.1 Die aktuelle Situation der Eisenbahn in Deutschland
4.3.1.1 Die Entwicklungen im SPNV seit der Regionalisierung
4.3.1.2 Die Entwicklungen im SPFV in den letzten Jahren
4.3.2 Linienflüge in Deutschland heute
4.3.3 Veränderungen bei der Nutzung des Pkw
4.4 Reiseverhalten und Verkehrsmittelwahl in Deutschland
4.5 Demographischer Wandel
5 Fernbusse in Deutschland
5.1 Fernbusse in Deutschland vor dem Jahr 2013
5.1.1 Der Berlinverkehr
5.1.2 Flughafenzubringer
5.1.3 Sonstige Nischenangebote
5.1.4 Die Busmitfahrzentrale
5.2 Fernbusse in Deutschland ab dem Jahr 2013
5.2.1 Berlin Linien Bus
5.2.2 Deutsche Touring
5.2.3 DeinBus.de
5.2.4 MeinFernbus
5.2.5 FlixBus
5.2.6 city2city
5.2.7 IC Bus
5.2.8 Aldi-Univers
5.2.9 ADAC Postbus
5.2.10 Sonstige Akteure
5.3 Zusammenfassende Analyse des Liniennetzes in Deutschland
5.3.1 Das gewachsene Liniennetz in Deutschland bis zum 1. Oktober 2013
5.3.2 Fernbuslinien, die ab dem 2. Oktober 2013 starten
5.3.3 ZOB und sonstige Haltestellen der Fernbusse
5.3.4 Kritische Betrachtung der Akteure auf dem deutschen Fernbusmarkt
5.4 Erste Veränderungen des Modal Splits
5.5 Fernbusse im Internet
5.6 Ausstattung und Komfort der Fernbusse
5.6.1 Bustypen
5.6.2 Ausstattung und Komfort der Anbieter auf dem Markt
5.6.3 „Weiche Faktoren“, die eine Fernbusfahrt beeinflussen können
5.7 Buchung, Auftritt, Kundenfreundlichkeit und besondere Fahrgastrechte
5.8 Kosten der Fernbusse
5.8.1 Interne Kosten
5.8.2 Externe Kosten
5.8.3 Maut
5.9 Umweltverträglichkeit der Fernbusse
5.10 Sicherheit der Fernbusse
5.11 Auswirkungen der Fernbusse auf den Tourismus
6 Liberalisierter Fernbusverkehr in anderen europäischen Ländern
6.1 Großbritannien
6.2 Schweden
6.3 Weitere internationale Erfahrungen
7 Marktsimulationen
7.1 Intramodale Marktsimulation
7.2 Intermodale Marktsimulation
8 Quantitative Online-Befragung der Nachfrageseite
8.1 Quantitative Befragung
8.1.1 Besonderheiten von quantitativen Online-Befragungen
8.1.2 Stichprobenumfang
8.1.3 Fragebogenerstellung
8.1.4 Stichprobenrekrutierung
8.1.5 Aufbau der Online-Befragung
8.1.6 Rücklaufquote
8.2 Ziele der Online-Befragung
8.3 Auswertung der Online-Befragung
8.3.1 Statistische Daten der Teilnehmer
8.3.2 Fragen zum Reiseverhalten der Teilnehmer
8.3.3 Fragen zum Thema Fernbus
8.3.4 Korrelationen demographischer Daten und Verhaltensweisen im Fernverkehr
8.3.5 Korrelationen von Verhaltensweisen im Fernverkehr und der Fernbusnutzung
9 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Auswirkungen der Liberalisierung des innerdeutschen Fernverkehrsmarktes, insbesondere im Hinblick auf den Verkehrsträger Fernbus, auf Angebot und Nachfrage in den ersten drei Quartalen des Jahres 2013 zu untersuchen und zu analysieren.
5.1.1 Der Berlinverkehr
Wie in Kapitel 2.1 dieser Arbeit bereits kurz erwähnt, so galt vor der Gesetzesnovelle zum 1. Januar 2013 eine Ausnahmeregelung für den Fernbusverkehr von und nach Berlin. Dieser, sternförmig von Berlin ausgehende bzw. in Berlin endende Fernbusverkehr, bedeutete in den Jahren vor der Änderung des PBefG die mit Abstand wichtigste Ausnahme in dem nur sehr wenig ausgebauten Netz der Fernbusse. Fast alle Relationen wurden jedoch nur ein Mal pro Tag angeboten und waren somit keine große Konkurrenz für andere Verkehrsmittel im Fernverkehr. Die einzigen Verbindungen mit einer hohen täglichen Frequenz war die Strecke Berlin-Hamburg, die bis zu 14 Mal täglich angeboten wurde und eine der rentabelsten Busverbindungen Europas war und nach wie vor ist, sowie die Strecke zwischen Berlin und Dresden. Jährlich wurden auf der erstgenannten Verbindung zuletzt ca. 400.000 Fahrgäste befördert und die Auslastung lag bei geschätzten 85 %. Netzbetreiber des Berlin-Verkehrs ist der Verbund Berlin Linien Bus GmbH (BLB), deren Gesellschafter die Unternehmen Bayern Express & P. Kühn Berlin (BEX), Autokraft GmbH, Haru Reisen OHG und Bus-Verkehr-Berlin KG sind. BEX (zu 65 % Eigentümer von BLB) und Autokraft gehören zur Deutschen Bahn AG, sodass die Deutsche Bahn indirekt vor dem Jahr 2013 neben der Monopolstellung im Schienenfernverkehr auch im innerdeutschen Fernverkehr auf der Straße bereits eine sehr bedeutende Rolle spielte. Das Besondere und Ungewöhnliche am Berlin-Verkehr war das Zustiegsverbot, welches besagte, dass auf den innerdeutschen Strecken mit Startpunkt in Berlin unterwegs keine Passagiere in den Bus einsteigen durften. Ebenso wenig waren Ausstiege auf Zwischenhalten auf dem Weg nach Berlin gestattet. Dieses Regulierungsregime hatte bis Ende des Jahres 2012 kontinuierlich Bestand und seinen Ursprung in den in Kapitel 2.1 bereits erörterten Schutzmaßnahmen der Bahn seit den frühen 1930er Jahren.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Mobilitätssituation in Deutschland ein, definiert zentrale Begriffe und beschreibt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Diplomarbeit.
2 Relevante Bestimmungen im innerdeutschen Fernverkehr: Das Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen vor der Liberalisierung, den Weg zur Gesetzesänderung und die Auswirkungen der neuen Rechtslage ab 2013.
3 Stimmen und Meinungen zur Liberalisierung: Hier werden die medialen Reaktionen und die Positionen von Verbänden sowie Experten zur Marktöffnung zusammenfassend dargestellt und kritisch eingeordnet.
4 Verkehr und Mobilität in Deutschland: Dieses Kapitel liefert einen historischen Rückblick auf die Entwicklung verschiedener Verkehrsträger und analysiert die aktuelle Mobilitätssituation sowie den Modal Split.
5 Fernbusse in Deutschland: Der Hauptteil bietet eine detaillierte historische Einordnung, eine Marktvorstellung der wichtigsten Anbieter sowie eine Analyse des Liniennetzes und der Ausstattungsstandards.
6 Liberalisierter Fernbusverkehr in anderen europäischen Ländern: Dieser Exkurs untersucht die Erfahrungen mit der Liberalisierung des Fernverkehrs in Großbritannien und Schweden und leitet daraus Erkenntnisse ab.
7 Marktsimulationen: Auf Basis primärstatistischer Daten werden intramodale und intermodale Vergleiche hinsichtlich Preis, Buchungszeitpunkt und Reisedauer angestellt.
8 Quantitative Online-Befragung der Nachfrageseite: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Nutzerbefragung und präsentiert die Ergebnisse zur Nachfrage, Akzeptanz und zum Reiseverhalten.
9 Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Dynamiken auf dem liberalisierten Markt und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Fernbusverkehr.
Fernbus, Liberalisierung, Personenbeförderungsgesetz, PBefG, Mobilität, Fernverkehr, Deutschland, Marktanalyse, Nachfrageverhalten, Wettbewerb, Deutsche Bahn, Linienbus, ÖPNV, Verkehrsmarkt, Online-Befragung
Die Arbeit untersucht die neue Dynamik auf dem innerdeutschen Fernverkehrsmarkt infolge der Liberalisierung des Personenbeförderungsgesetzes zum 1. Januar 2013, wobei der Fokus insbesondere auf dem Verkehrsträger Fernbus liegt.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der Marktliberalisierung, die Historie und Entwicklung der Verkehrsträger, eine Marktübersicht der Fernbusanbieter ("Big Player") sowie eine empirische Untersuchung des Nutzerverhaltens.
Das Ziel ist es, die Veränderungen auf dem innerdeutschen Fernverkehrsmarkt in den ersten drei Quartalen 2013 zu analysieren, insbesondere wie sich das Angebot gewandelt hat und wie die Nachfrager auf diese neuen Optionen reagieren.
Die Arbeit nutzt Literaturrecherche, eine Marktsimulation basierend auf Preisdaten sowie eine umfangreiche quantitative Online-Befragung zur Erforschung der Nachfrageseite.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse des Fernbusmarktes in Deutschland, inklusive Anbieterspiegel, Ausstattungskriterien, einer Marktsimulation sowie der Auswertung der Online-Befragung zum Reiseverhalten.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Fernbusliberalisierung, Personenbeförderungsgesetz, Marktsimulation, Nachfragerverhalten und intermodaler Wettbewerb charakterisiert.
Die Arbeit beleuchtet die DB sowohl als etablierten Akteur, der durch die Liberalisierung unter Druck gerät, als auch als Anbieter eigener Fernbusleistungen (IC Bus) und Berlin Linien Bus.
Die Befragung zeigt, dass der niedrige Preis der größte Vorteil ist, während die Reisedauer als größter Nachteil empfunden wird; dennoch ist die Mehrheit der Nutzer zufrieden und würde den Bus weiterempfehlen.
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