Magisterarbeit, 2002
200 Seiten, Note: 1,0
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Rolle der Europäischen Union als außenpolitischer Akteur im Konfliktmanagement auf dem Balkan. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Strategien und Instrumente, die die EU in den Konflikten in Jugoslawien, Kosovo und Mazedonien eingesetzt hat. Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen und Probleme, mit denen die EU im Umgang mit diesen Konflikten konfrontiert war, und analysiert die Erfolgsfaktoren und Misserfolge der EU-Politik.
Die Einleitung skizziert den Balkan als Prüfstein für Europa und legt die Herangehensweise und den Aufbau der Arbeit dar. Anschließend werden der Forschungsstand und die Quellenlage beleuchtet. Das zweite Kapitel behandelt die Ansätze und Strategien zum Konfliktmanagement in ethno-politischen Konflikten. Es werden die Grundlagen der Konfliktforschung, das Wesen des ethno-politischen Bürgerkrieges sowie präventive Diplomatie und verschiedene Instrumente zur Einflussnahme auf Konflikte analysiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Verantwortung der EG im Jugoslawien-Konflikt.
Die folgenden Kapitel widmen sich Fallstudien, die den Einsatz der EPZ und GASP in den Konflikten in Jugoslawien, Kosovo und Mazedonien beleuchten. Diese Fallstudien analysieren die besonderen Maßnahmen, die die EU in den jeweiligen Konflikten ergriffen hat, sowie die zugrundeliegenden Probleme und Herausforderungen. Sie evaluieren zudem die Wirksamkeit der jeweiligen Interventionsstrategien.
Die zentralen Themen der Arbeit sind die Europäische Union, Konfliktmanagement, Balkan, ethno-politische Konflikte, präventive Diplomatie, Mediation, Sanktionen, EPZ, GASP, Jugoslawien, Kosovo, Mazedonien, Interventionsstrategie, Erfolgsfaktoren, Misserfolge.
Die EU (bzw. EG) versuchte durch präventive Diplomatie, Sanktionen und Monitoring den Konflikt einzudämmen, stieß dabei jedoch auf erhebliche institutionelle Grenzen.
Präventive Diplomatie umfasst Maßnahmen zur Verhinderung des Ausbruchs, der Eskalation oder der Ausbreitung von Konflikten durch Verhandlungen und Mediation.
Nationale Interessen der Mitgliedstaaten, fehlende militärische Druckmittel und das Fehlen geeigneter Konzepte für regionale Bürgerkriege nach dem Kalten Krieg erschwerten das Handeln.
Die Europäische Politische Zusammenarbeit (EPZ) war das System zur Koordinierung der Außenpolitik vor der Einführung der GASP und wurde im Jugoslawien-Konflikt auf die Probe gestellt.
Zu den Instrumenten gehören Mediation, wirtschaftliche Sanktionen, Monitoring-Missionen und in letzter Konsequenz militärische Interventionen.
Ja, die Arbeit untersucht, ob die Union aus negativen Erfahrungen Lehren für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) zog, um auf Krisen wie im Kosovo besser reagieren zu können.
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