Examensarbeit, 2014
24 Seiten, Note: 2
Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
I. Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
1. Darstellung des Unterrichtsvorhabens
2. Intentionen / Ziele des Unterrichtsvorhabens
3. Begründung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge / Erläuterung zentraler didaktischer Entscheidungen
II. Schriftliche Planung des Unterrichts
1. Gegenstand / Thema / SPLZ wwLz
2. Begründung didaktisch-methodischer Entscheidungen zur Stundenplanung
3. Darstellung des Stundenverlaufs /Artikulationsschema
Die vorliegende Arbeit dient der Planung und didaktischen Begründung einer Unterrichtsstunde zum Thema der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler im Rahmen der Weimarer Republik. Das primäre Ziel ist es, den Schülern durch die Analyse von Quellen ein kritisches Verständnis für die komplexen Machtkonstellationen und die Rolle der beteiligten Akteure (Hindenburg, Papen, Hitler) zu vermitteln, um die begriffliche Unterscheidung zwischen „Machtergreifung“ und „Machtübernahme“ zu reflektieren.
Hitler auf dem Weg zu Macht
Seit 1930 wurde die Wirtschaftskrise zur Staatskrise, die das gesamte demokratische System bedrohte.17
In gewissem Sinne hatte Hindenburg die Prinzipien einer Demokratie bereits verletzt, indem er Deutschland durch Notverordnungen regierte. Um die Demokratie der Weimarer Republik zu retten, benötigte Hindenburg einen Reichskanzler, welcher die Unterstützung des Reichstages erhielt.18
Bis Juli 1932 war es der NSDAP gelungen die Zahl ihrer Reichstagssitze mehr als zu verdoppeln – von 1930 107 Sitzen auf über 230 Sitze. Die NSDAP war zur stärksten Partei geworden.19 Trotz grundsätzlicher Ablehnung der parlamentarischen Demokratie strebte die NSDAP aus taktischen Gründen auf legalem Weg zur Macht. Hitler beschwor dies im September 1930 vor dem Reichstag, fügte aber hinzu, wenn er am Ziel sei, werde er den Staat vollständig verändern.20
Nun vollzog sich ein politisches Intrigen- und Machtspiel, in dessen Mittelpunkt wieder Franz von Papen stand. Papen setzte sich für eine Regierung Hitler/Papen21 ein. Die Idee: In einer neuen Regierung sollte Hitler von konservativen Ministern, die das Vertrauen von Industrie und Landwirtschaft genossen, „eingerahmt“ und „gezähmt“ werden. Hitler würde für eine solche Regierung die notwendige politische Mehrheit im Reichstag schaffen und die Kommunisten kontrollieren.
Von diesem Konzept überzeugte von Papen den greisen Reichspräsidenten von Hindenburg. Papen jubelte: „Wir haben ihn (gemeint war Hitler) uns engagiert“. Und weiter: „In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht“.
Am 30. Januar 1933 war Hitler da, wohin es ihn immer getrieben hatte: an der Macht, an der Spitze eines auf Neuverordnungen gestützten Kabinetts als Reichskanzler.
Die NSDAP feierte den Tag als „Machtergreifung“.22
I. Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge: Dieses Kapitel erläutert das übergeordnete Thema des Unterrichtsvorhabens zur Weimarer Republik und legt die fachlichen sowie methodischen Lernziele dar.
II. Schriftliche Planung des Unterrichts: Hier wird die konkrete Unterrichtseinheit zum Machtantritt Hitlers detailliert geplant und die didaktisch-methodische Auswahl der Materialien sowie das Artikulationsschema begründet.
Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Hitler, Hindenburg, Papen, Machtergreifung, Machtübernahme, Staatskrise, Notverordnungen, NSDAP, Geschichtsbewusstsein, Historische Urteilskompetenz, Quellenanalyse, Problemorientierung, Demokratie.
Die Arbeit umfasst die schriftliche Planung einer Unterrichtsstunde im Fach Geschichte für eine 9. Klasse zum Thema „Hitlers Weg zur Macht“.
Die Arbeit behandelt das Ende der Weimarer Republik, die Rolle konservativer Eliten bei der Machtübertragung an Hitler und die methodische Aufarbeitung dieses historischen Prozesses im Unterricht.
Die Reihe zielt darauf ab, bei den Schülern ein Verständnis für die Ursachen und Folgen der Zerstörung der Weimarer Republik zu schaffen und die Mechanismen des nationalsozialistischen Aufstiegs zu reflektieren.
Es wird ein problemorientierter Ansatz verfolgt, der mittels Quellenanalyse, Multiperspektivität und der Think-Pair-Share-Methode die Schüler zur eigenständigen historischen Urteilsbildung anleitet.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Begründung der didaktischen Entscheidungen und der methodischen Darstellung des geplanten Stundenverlaufs.
Die wichtigsten Begriffe sind Machtergreifung, Weimarer Republik, Hindenburg, von Papen und historische Urteilskompetenz.
Diese Unterscheidung ist zentral, um zu hinterfragen, ob die Ernennung Hitlers ein aktiver Akt der NSDAP oder eine gezielte Einsetzung durch konservative Politiker (Hindenburg/Papen) war.
Der stumme Impuls zu Beginn der Stunde dient dazu, ein Spannungsfeld durch gegensätzliche Aussagen der historischen Akteure zu erzeugen und eine Problemhaltung bei den Schülern zu wecken.
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