Masterarbeit, 2013
94 Seiten, Note: 1,9
1 Einleitung
2 Integrated Reporting
2.1 Einführung
2.1.1 Begriffserklärung
2.1.2 Hintergründe und Status Quo
2.1.3 Ansatz
2.2 Kapitalarten
2.3 Informationskategorien
2.4 Vorgaben zur Gestaltung und Präsentation
2.5 Wechselwirkungen und daraus resultierende Herausforderungen
2.5.1 Bestandteile eines Integrated Reporting Berichts
2.5.2 Wechselwirkungen zwischen den Informationen
2.5.3 Aus Wechselwirkungen resultierende Herausforderungen
2.5.3.1 Unübersichtlichkeit
2.5.3.2 Komplexität
2.5.3.3 Informationsflut
2.6 Zusammenfassung der Erkenntnisse und daraus abgeleitete Anforderungen an ein Visualisierungskonzept
3 Erkenntnisse bei der Informationsübermittlung im internen Berichtswesen zur Anwendung auf das Integrated Reporting
3.1 Controlling und Internes Berichtswesen
3.1.1 Controlling
3.1.2 Internes Berichtswesen
3.1.3 Vergleichbarkeit von Integrated Reporting und internem Berichtswesen
3.2 Informationsgrundlagen
3.2.1 Information
3.2.2 Informationsbereitstellung
3.3 Informationsflut und Informationsüberlastung
3.4 Ursachen der Informationsüberlastung
3.4.1 Menschliche Einschränkungen bei der Aufnahme von Berichtsinformationen
3.5 Auswirkungen der Informationsüberlastung
3.6 Anforderungen an das Berichtswesen bei der Informationsübertragung an das Management
3.6.1 Informationsökonomie
3.6.2 Allgemeine Gestaltungsmerkmale für verständliche Texte
3.6.3 Gestaltungsmerkmale für Unternehmensberichte
3.6.4 Bestimmungsgrößen bei der Wirkung von Berichten
3.6.5 Anforderungen an einen optimalen Berichtsumfang
3.7 Informationsverdichtung im internen Berichtswesen mit Hilfe von Kennzahlensystemen
3.7.1 Kennzahlen
3.7.2 Ermittlung eines optimalen Berichtsumfangs zur Vermeidung einer Informationsüberlastung anhand einer Studie
3.7.3 Kennzahlensysteme
3.7.4 Return on Investment Kennzahlensystem
3.7.5 Tableau de Bord
3.7.6 Balanced Scorecard
3.8 Zusammenfassung der Erkenntnisse und daraus abgeleitete Anforderungen an ein Visualisierungskonzept
4 Visualisierungskonzept zur Übermittlung der Informationen des Integrated Reporting
4.1 Darstellung von Netzwerken
4.1.1 Anwendungsnutzen für das Integrated Reporting
4.1.2 Darstellung von künstlichen neuronalen Netzen
4.1.3 Informationsvisualisierung im semantischen Web mit Hilfe einer Gruppierungskarte
4.2 Farbwirkungen
4.3 Softwarelösungen zur Umsetzung des Visualisierungskonzeptes
4.3.1 Einsatz von Informationstechnologie beim Integrated Reporting
4.3.2 Extensible Business Reporting Language - XBRL
4.3.3 Structured Query Language – SQL Server
4.3.4 Prezi
4.3.5 Weitere Programme
4.4 Weitere Anforderungen an ein Visualisierungskonzept
4.5 Visualisierungskonzept für das Integrated Reporting
4.5.1 Vorgaben und Grundgerüst
4.5.2 Erste Detailebene
4.5.3 Erste Abstraktionsebene
4.5.4 Zweite Detailebene
5 Zusammenfassung und kritische Würdigung
6 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein Visualisierungskonzept für das Integrated Reporting (IR) zu entwickeln, um die durch das aktuelle Rahmenwerk des IIRC resultierende Komplexität, Unübersichtlichkeit und Informationsflut zu reduzieren und somit eine praxistaugliche Entscheidungsbasis für Investoren zu schaffen.
2.5.3.3 Informationsflut
Unter der ebenfalls vereinfachenden Annahme, dass eine Information nur mit einem Satz erklärt werden kann, wird nun die Lesedauer eines IR Berichts berechnet. Dazu werden weitere Größen benötigt: Für die mittlere Satzlänge im deutschen Sprachgebrauch wird mit 20 Worten pro Satz gerechnet. Die durchschnittliche Länge eines deutschen Wortes wird mit 6,5 Zeichen angesetzt. Die Länge einer Normseite beträgt 1.500 Zeichen. 7.260 Informationen multipliziert mit 20 Worten pro Satz und 6,5 Zeichen pro Wort, geteilt durch 1.500 Zeichen pro Normseite ergeben 629,2 Normseiten.
Ein IR Bericht mit zwölf Informationselementen und jeweils zehn Detailinformationen hätte demnach einen Umfang von 629 Seiten. Bei einer durchschnittlichen Lesedauer von 90 Sekunden pro Seite und umgerechnet auf Stunden würde ein Mensch 15,73 also knapp 16 Stunden benötigen, um einen einzigen IR Bericht zu lesen.
Die Hauptzielgruppe eines IR sind Investoren. Angenommen, ein Investor möchte die IR Berichte der aktuell im Deutschen Aktienindex (DAX) gelisteten 30 Unternehmen lesen. Bei den zuvor berechneten knapp 16 Stunden pro Bericht, angenommenen acht Stunden Arbeitszeit pro Tag, fünf Arbeitstagen pro Woche und 4 Arbeitswochen pro Monat würde ein Investor knapp 3 Monate zum Lesen der IR Berichte der 30 DAX Unternehmen benötigen. Hierbei ist die Zeit zum Verstehen, Vergleichen und Auswerten der Berichte noch nicht berücksichtigt. Sofern die IR Berichte quartalsweise veröffentlicht werden, würde der Investor ausschließlich mit dem Lesen und evtl. Auswerten dieser 30 Berichte befasst sein. Es bliebe dem Investor nach dieser Beispielrechnung keine Zeit mehr, um aus den gewonnenen Erkenntnissen Investitionsentscheidungen bzgl. dieser 30 Unternehmen abzuleiten und umzusetzen.
1 Einleitung: Einführung in das Konzept des Integrated Reporting und Darstellung der Problematik der hohen Komplexität und Informationsüberlastung für Investoren.
2 Integrated Reporting: Detaillierte Analyse des IIRC-Rahmenwerks, der Kapitalarten und Informationskategorien sowie der daraus resultierenden Herausforderungen für die Berichtserstellung.
3 Erkenntnisse bei der Informationsübermittlung im internen Berichtswesen zur Anwendung auf das Integrated Reporting: Untersuchung von Methoden des Controllings, wie Kennzahlensystemen und Informationsverdichtung, zur Bewältigung von Informationsflut und Komplexität.
4 Visualisierungskonzept zur Übermittlung der Informationen des Integrated Reporting: Entwicklung eines konkreten Konzepts unter Nutzung von Netzwerkdarstellungen, Farbwirkungen und Softwarelösungen zur strukturierten Aufbereitung der IR-Daten.
5 Zusammenfassung und kritische Würdigung: Synthese der Ergebnisse und kritische Reflexion über die Grenzen und Potenziale des entwickelten Visualisierungskonzepts.
6 Fazit: Abschließende Bewertung, dass eine Vereinfachung des IR dringend erforderlich ist und das Visualisierungskonzept hierbei einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung von Komplexität leisten kann.
Integrated Reporting, IIRC, Controlling, Informationsüberlastung, Informationsverdichtung, Visualisierungskonzept, Komplexitätsmanagement, Kennzahlensysteme, Prezi, Investoren, Berichtswesen, XBRL, Unternehmenssteuerung, Wertentwicklung, Datenvisualisierung.
Die Arbeit analysiert die hohe Komplexität und Unübersichtlichkeit, die sich aus der Umsetzung des IIRC-Rahmenwerks für das Integrated Reporting ergibt, und entwickelt ein Visualisierungskonzept, um diese Informationen für Investoren effizienter aufzubereiten.
Die zentralen Themen sind das Integrated Reporting nach IIRC-Standard, Methoden der Informationsverdichtung aus dem internen Controlling sowie moderne Visualisierungstechniken und Softwarelösungen zur Komplexitätsreduktion.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Visualisierungskonzepts, das durch Informationsverdichtung und strukturierte Darstellung die durch das Integrated Reporting entstehende Informationsflut und Komplexität für den Empfänger reduziert.
Es werden eine Literaturanalyse zum IIRC-Rahmenwerk sowie eine empirisch fundierte Übertragung von Controlling-Methoden und eine beispielhafte Modellentwicklung unter Anwendung der Kombinatorik zur Berechnung der Informationskomplexität genutzt.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des IR erläutert, gefolgt von einer Analyse der Controlling-Instrumente (Kennzahlensysteme, BSC, Tableau de Bord). Anschließend wird ein spezifisches Visualisierungskonzept für das IR unter Nutzung von IT-Lösungen wie Prezi und Excel konzipiert.
Zu den prägenden Begriffen zählen Integrated Reporting, Informationsüberlastung, Visualisierungskonzept, Komplexitätsmanagement und Kennzahlensysteme.
Aufgrund der geforderten Darstellung zahlreicher Wechselwirkungen zwischen Informationselementen entsteht eine enorme Informationsmenge (über 7.000 Informationen), die eine manuelle Auswertung für Investoren zeitlich unmöglich macht.
Prezi dient als digitale Präsentationsplattform, die es ermöglicht, Informationen auf mehreren Ebenen (Abstraktion und Detaillierung) zu verknüpfen, sodass der Nutzer den Detailgrad der Informationen individuell steuern kann.
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