Bachelorarbeit, 2013
28 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung:
1.2 Zielsetzung und Forschungsfragen
1.3 Methodik der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Definitionen und Konzept
2.1 Definition von Embodiment
2.2 Das Konzept Embodiment
3 Psychologische Forschungsansätze
3.1 Körper und Psyche
3.1.1 Paul Eckman und das Facial Feedback
3.1.2 Körperhaltung und Emotion
3.1.3 Kopfbewegung und Einstellung
3.2 Abschließendes
4 Embodiment im Marketing
4.1 Die geheime Sprache der Produkte
4.2 Handlungen sind Codes
4.3 Marken sind Objekte
4.4 Packvertising
4.5 Die Codes der Verpackung zielgenau steuern
5 Conclusio
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung des Körpers im Kontext von Marketingprozessen zu untersuchen und aufzuzeigen, wie Embodiment-Prinzipien effektiv in der Produkt- und Markenkommunikation eingesetzt werden können, um das Kaufverhalten positiv zu beeinflussen.
3.1.1 Paul Eckman und das Facial Feedback
Durch Zufall stießen Paul Eckman und sein Kollege Wally Friesen auf eine erstaunliche Entdeckung, als sie gemeinsam die Techniken für das FACS (Facial Action Coding System) begründeten. Das FACS wurde von den Psychologen genuin dazu entwickelt, um Gesichtsbewegungen zu vermessen.
Sie waren derart perfektionistisch, dass sie nicht davor zurückschreckten, Nadeln in die eigene Gesichtshaut zu bohren um spezielle Muskeln durch Elektrostimulation zum Kontrahieren zu bringen, um einen speziellen Gesichtsausdruck herzustellen. Eckman (2003) hält fest über 10000 Gesichtsausdrücke entdeckt zu haben.
Das Erstaunliche daran war allerdings, dass Eckman, sobald er einen bestimmten Gesichtsausdruck herstellen konnte, ebenfalls eine bestimmte Emotion hervorgerufen werden konnte. Friesen bestätigte diesen Zusammenhang, der in der gleichen Art und Weise, wie bei Eckman auftrat. Eckman selbst versicherte: „our crazy idea that simply making expressions would produce changes in peoples autonomic nervous system.“ (2003, S.36).
Diese erstaunliche Beobachtung trieb ihn an, sich weiterhin diesem Zusammenhang zu widmen und so nannte er das Phänomen, Emotionen willentlich zu erschaffen das „Facial feedback“. Die Hypothese impliziert, dass durch das gezielte Anspannen von bestimmten Muskelpartien im Gesicht die passende Emotion im Gehirn ausgelöst wird. Dieses Resultat konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden. (vgl. Storch, S.40)
1 Einleitung: Beleuchtet die vernachlässigte Rolle des Körpers in der Marketingkommunikation und definiert das Ziel, Embodiment als Einflussfaktor auf das Kaufverhalten zu analysieren.
2 Definitionen und Konzept: Erläutert das theoretische Fundament von Embodiment und die untrennbare Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche.
3 Psychologische Forschungsansätze: Präsentiert zentrale Studien zur Verbindung von Motorik, Mimik und Haltung mit emotionalen Zuständen und Einstellungen.
4 Embodiment im Marketing: Überträgt die psychologischen Erkenntnisse auf die Praxis, insbesondere auf die Wirkung von Verpackungsdesign und Produktgestaltung.
5 Conclusio: Fasst die Relevanz des Körpers für Marketingaktivitäten zusammen und plädiert dafür, den Konsumenten nicht nur mental, sondern auch körperlich anzusprechen.
Embodiment, Marketing, Psychologie, Produktkommunikation, Körperhaltung, Mimik, Emotionen, Facial Feedback, Kaufverhalten, Verpackungsdesign, Konsument, Mentale Konzepte, Leib-Seele-Problem, Markenkommunikation, Gehirnaktivierung
Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Perspektive des Embodiments und deren Anwendungsmöglichkeiten im Bereich Marketing.
Die zentralen Themen umfassen die psychologische Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche sowie die Bedeutung des körperlichen Erlebens für die Produkt- und Markenkommunikation.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Produkte und deren Präsentation durch Embodiment-Prinzipien gestaltet werden können, um unbewusste Entscheidungsprozesse der Konsumenten gezielt zu beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer intensiven Literaturrecherche wissenschaftlicher Texte, Fachbücher und internationaler Studien zur Embodiment-Forschung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, psychologische Forschungsansätze zur Verbindung von Körper und Geist sowie die spezifische Anwendung dieser Erkenntnisse im Marketing-Mix.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Embodiment, Produktkommunikation, Facial Feedback, Konsumentenpsychologie und kognitive Prozesse.
Es beschreibt das Phänomen, dass das willentliche Anspannen bestimmter Gesichtsmuskeln dazu führt, dass die entsprechende Emotion im Gehirn ausgelöst wird.
Die Gestaltung einer Verpackung (Farben, Formen, Platzierung) kann beim Konsumenten unbewusste motorische Programme aktivieren, die eine Kaufentscheidung entweder fördern oder hemmen können.
Ja, durch gezielte Reize, die eine bestimmte Körperreaktion (wie Kopfnicken oder eine bestimmte Haltung) hervorrufen, kann die Einstellung gegenüber einem Produkt oder einer Marke positiv beeinflusst werden.
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