Bachelorarbeit, 2013
101 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung und Eingrenzung des Themas
2. Herkunft und Entwicklung des „PZP“ - Konzeptes
3. Das Konzept der Persönlichen Zukunftsplanung
3.1. Grundannahmen und Ziele der „PZP“
3.2. Der Methodenkoffer der „PZP“ dargestellt anhand ausgewählter Planformate
3.2.1. Womit alles anfängt – von der Macht, träumen zu dürfen
3.2.2. Der Unterstützerkreis - das Grundelement der „PZP“
3.2.3. Planformat: „Die Persönliche Zukunftskonferenz“
3.2.4. Planformat: „MAPS“ (Making Action Plans)
3.2.5. Planformat: “PATH” (Planning Action to Help)
4. Anspruch und Wirkungen der „PZP“
5. PZP ein Konzept mit Zukunft?
6. Kennzeichen der aktuellen Arbeitspraxis
7. Best Practice - Modellprojekt zur Anwendung der „PZP“ in einer Institution
7.1. Vorstellung der Organisation "Horizonte Ostholstein"
7.2. Ursprung und Vision der Einrichtung
7.3. „Horizonte Ostholstein“ als veränderungsbereite Institution
7.4. Zielsetzung und Einführung der „PZP“ in Ostholstein
7.5. Wirkung der Durchführung am Beispiel der beruflichen Bildung
7.5.1. Erfahrungen aus der Praxis
7.5.2. Veränderungen in Folge der Durchführung des Projektes
7.5.3. Veränderte Praktiken in der Organisation
7.5.4. Veränderung des Werkstattkonzeptes – zur virtuellen Werkstatt
7.5.5. Veränderung in der Praxis der Beruflichen Bildung
7.5.6. Veränderung in der Methodik - Das Persönliche Zukunftsgespräch
7.5.7. Ergebnisse zum Best Practice Beispiel „Horizonte Ostholstein“
8. Relevante hinderliche Faktoren
8.1. In Bezug auf das Projekt „Neue Wege zur Inklusion“
8.2. In Bezug auf den „PZP“ Prozess allgemein
9. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht das Konzept der Persönlichen Zukunftsplanung (PZP) auf sein Potenzial, ein personenzentriertes Instrument für die Inklusion und das Empowerment von Menschen mit Behinderung zu sein, und prüft dessen Anwendbarkeit in Institutionen der Behindertenhilfe.
3.1. Grundannahmen und Ziele der „PZP“
„PZP“ ein personenzentrierter Prozess. Das grundsätzliche, primäre Ziel der „PZP“ ist es, einen Menschen zu unterstützen, die eigene persönliche Vorstellung von dem, wie seine Zukunft sich gestalten soll oder welche Inhalte er in ihr verwirklichen will und wie er in ihr zu leben gedenkt, zu planen und in konkreten Schritten umzusetzen.
"Der Prozess der Persönlichen Zukunftsplanung schlägt eine Reihe von Aufgaben vor und hält verschiedene Methoden bereit, die uns helfen, einen Prozess mit Menschen zu beginnen, um ihre Fähigkeiten aufzudecken, Möglichkeiten vor Ort zu entdecken und neue Dienstleistungen zu erfinden, die mehr helfen als im Weg stehen" (MOUNT, 1994, zitiert aus Doose, 1, 2013, S. 1).
Als wesentlichstes methodisches Element kommt ein strikter personenzentrierter Ansatz zum Tragen. Die planende Person mit ihren Lebenswünschen, Interessen und Stärken steht dabei im Mittelpunkt, ihre Interessen haben erste Priorität.
„Die Interessen der Person haben Priorität gegenüber anderen, z.B. denen eines Betriebes oder einer Einrichtung“ (Hinz, Friess, Töpfer, 2010, S. 42). Damit wird eine wesentliche Umkehrung in der Vorrangstellung der Interessen Bezug darauf, welche Unterstützungsleistungen in welchem Umfang oder welchem Zielsetzung und vom wem zu erbringen sind, eingefordert. Dies wird auch in dem Leitsatz der „PZP“ deutlich, dass erforderliche Assistenz nicht für den Menschen, sondern mit dem Menschen geplant und erfahren werden.
„Diese Grundhaltung ist die Basis Persönlicher Zukunftsplanung“ (Doose, 1, 2013, S. 1).
1. Einleitung und Eingrenzung des Themas: Einführung in die Relevanz der Zukunftsplanung für Menschen mit Behinderung und Formulierung der Forschungsfrage zur Rolle der PZP in der Heilpädagogik.
2. Herkunft und Entwicklung des „PZP“ - Konzeptes: Darstellung der historischen Wurzeln, des Einflusses der Empowerment-Bewegung und der Verbreitung des Konzepts im deutschsprachigen Raum.
3. Das Konzept der Persönlichen Zukunftsplanung: Erläuterung der zugrunde liegenden Menschenbilder, Ziele und der methodischen Struktur wie Unterstützerkreise und spezifische Planformate.
4. Anspruch und Wirkungen der „PZP“: Analyse des Potenzials zur Transformation von Institutionen und der Bedeutung für ein inklusives Selbstverständnis.
5. PZP ein Konzept mit Zukunft?: Untersuchung der Vereinbarkeit des Konzepts mit aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen wie der UN-Behindertenrechtskonvention.
6. Kennzeichen der aktuellen Arbeitspraxis: Kritische Bestandsaufnahme der traditionellen Heilpädagogik und des bestehenden Hilfeplanungssystems.
7. Best Practice - Modellprojekt zur Anwendung der „PZP“ in einer Institution: Detaillierte Dokumentation des Projekts „Horizonte Ostholstein“ inklusive der Veränderungen in Organisation und methodischem Handeln.
8. Relevante hinderliche Faktoren: Reflexion über Stolpersteine und Herausforderungen bei der praktischen Implementierung der PZP.
9. Zusammenfassung und Fazit: Kritische Würdigung der PZP als Instrument zur Umsetzung von Inklusion und Empowerment sowie Ausblick auf notwendige Veränderungen in der Fachwelt.
Persönliche Zukunftsplanung, PZP, Behindertenhilfe, Inklusion, Empowerment, Unterstützerkreis, Personenzentrierter Ansatz, UN-Behindertenrechtskonvention, Horizonte Ostholstein, Sozialraumorientierung, Hilfeplanung, Selbstbestimmung, Teilhabe, Berufliche Bildung, Modellprojekt.
Die Arbeit analysiert, ob und inwieweit das Konzept der Persönlichen Zukunftsplanung (PZP) als personenzentrierter Ansatz geeignet ist, das Selbstverständnis der Heilpädagogik in Richtung Inklusion und Empowerment zu verändern.
Die zentralen Themen sind das Empowerment von Menschen mit Behinderung, die Umgestaltung traditioneller Strukturen in der Behindertenhilfe, rechtliche Rahmenbedingungen wie die UN-Behindertenrechtskonvention sowie die praktische Anwendung von PZP-Methoden.
Das Hauptziel ist zu untersuchen, ob die PZP ein Instrument zur Umsetzung von Selbstbestimmung ist und welche Potenziale oder Herausforderungen bei der Einführung in Institutionen bestehen.
Es handelt sich um eine Arbeit mit einem qualitativen Ansatz, der eine umfassende Literaturrecherche mit Experteninterviews sowie die Analyse eines konkreten "Best Practice"-Beispiels verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, methodische Ansätze (wie MAPS oder PATH), die rechtliche Validierung der PZP sowie eine detaillierte Fallstudie zur Implementierung des Konzepts in der Organisation „Horizonte Ostholstein“.
Die wichtigsten Begriffe sind: Persönliche Zukunftsplanung, Empowerment, Inklusion, Unterstützerkreis, Selbstbestimmung, behindertengerechte Hilfeplanung und sozialraumorientierte Arbeit.
Der Unterstützerkreis ist das Kernelement der PZP; er besteht aus Menschen, die eine persönliche Bindung zur planenden Person haben und diese informell bei der Erreichung ihrer Lebensziele unterstützen, statt rein professionelle Leistungen zu erbringen.
Die institutionelle Praxis zeigte, dass das PZP-Konzept in seiner ursprünglichen "Reinkultur" oft zu komplex für den dortigen Alltag ist, weshalb das "Persönliche Zukunftsgespräch" (PZG) als modifizierte, praktikablere Form entwickelt wurde.
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